Start mit Handicap – Eintracht trotz vieler Ausfälle mit Remis in Freiburg

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Symbolbild

Bildquelle: Bastian Lütge/Archiv

FREIBURG. Remis im Breisgau! Im ersten Pflichtspiel in der Regionalliga Südwest nach der Winterpause kam der SV Eintracht Trier 05 am Samstag zu einem 0:0 beim SC Freiburg II – und das, obwohl sich kurzfristig die Grippewelle bei den Blau-Schwarz-Weißen ausgebreitet hatte und die Personaldecke ausdünnte. Nachdem auch noch der Ausfall von Innenverteidiger Torge Hollmann klar war, kam Carsten Cordier zu seinem Regionalligadebüt – und legte an der Seite von Ugur Dündar eine gute Partie hin.

Die Rollen im Möslestadion, wo der SVE bereits vor rund dreieinhalb Jahrzehnten zu Punktspielen in der damaligen Zweiten Bundesliga Süd beim Freiburger FC spielte, waren eindeutig verteilt. Die von rund 80 Anhängern unterstützten Gäste von der Mosel versuchten vor allem, hinten zu sicher zu stehen und dann einzelne Konter zu setzen. In der Offensive durfte erwartungsgemäß Winter-Neuzugang Romas Dressler von Beginn an ran und trug als Nachfolger des im Januar zum 1. FC Magdeburg gewechselten Fabian Zittlau auch gleich die Kapitänsbinde.

Der amtierende Vizemeister und aktuell auf Platz acht rangierende SC Freiburg II agierte vom Anpfiff weg; das Geschehen spielte sich logischerweise überwiegend in der Trierer Hälfte ab. Gefährlich vor dem von Chris Keilmann gehütete Tor wurde es erstmals in der achten und neunten Minute. Zunächst wurde ein Schuss von SC-Goalgetter Daniele Gabriele zur Ecke abgefälscht, dann schoss Kosuke Kinoshita in aussichtsreicher Position am Trierer Tor vorbei.


Der SVE ließ mit seiner Fünfer-Abwehrkette kaum etwas Zwingendes zu – und wenn, dann war Keilmann da. So, wie in der 22. Minute, als er rechtzeitig aus seinem Kasten kam und den Ball vor dem heranstürmenden Gabriele aufnehmen konnte.

Elf Minuten später rettete Stevens per Kopf auf der Linie. Kinoshita hatte nach einer Ecke geköpft – Glück für den SVE. Nur wenige Sekunden später aber auch einmal ein Offensivakzent der Gäste, Ugur Albayraks Schuss ging aber um Haaresbreite vorbei.

Im zweiten Durchgang inszenierte das Team von Cheftrainer Peter Rubeck immer mal wieder gute Konter, ohne jedoch wirklich Zwingendes zu erwirken. Mitte der zweiten Hälfte stockte den Trierern nochmals der Atem, als sich Gabrieles Schuss (63.) aufs Tornetz gesenkt hatte.

Freiburg fand kaum ein Mittel gegen die sehr diszipliniert und konzentriert auftretenden Eintrachtler. Mit etwas Glück wäre sogar ein Dreier drin gewesen: In der 87. Minute zog Dressler ab, Konstantin Fuhry im SC-Kasten hielt aber gut.

Mit dem zwölften Auswärtspunkt im zehnten Spiel in der Fremde ist dem SVE ein guter Start aus der Winterpause heraus gelungen. Diesen einen Zähler gilt es nun am kommenden Samstag (14 Uhr, Moselstadion) im Duell mit dem FC Astoria Walldorf zu vergolden.

Zufrieden mit dem Punkt und besonders mit der Vorstellung bei der Bundesliga-U23 in Südbaden zeigte sich Coach Rubeck, der neben dem grippekranken Torge Hollmann auf die gesperrten Robin Koch (Gelb-Rot), Christoph Anton (fünfte Gelbe Karte im letzten Spiel vor der Winterpause), die Langzeitverletzten Holger Lemke und Christoph Buchner sowie den Rekonvaleszenten Michael Dingels verzichten musste. Zudem wirkten Milorad Pekovic (Grippe) und Matti Fiedler angeschlagen mit. „Freiburg hatte aus dem Spiel heraus kaum Möglichkeiten. Wenn, dann waren sie nach Standards gefährlich. Bei mehr Konsequenz hätten wir auch die eine oder andere Chance mehr im zweiten Durchgang gehabt. Wegen der vielen Ausfälle mussten wir so defensiv agieren. Es war die richtige Taktik für diese Situation. Die Jungs haben das richtig gut gemacht und sich genau an die Vorgaben gehalten. Dass eine solche Ausrichtung kein Dauerzustand ist, dürfte klar sein. In der kommenden Woche werden einige Leute zurückkommen. Dann haben wir mehr Varianten.“

Was die Vergabe des Kapitänsamtes angeht, sagt Rubeck: „Erfahrene Kräfte wie Michael Dingels, Milorad Pekovic, Torge Hollmann und Romas Dressler müssen jetzt voran gehen. Zwei von ihnen konnten ja in Freiburg nicht dabei sein. Im Laufe der kommenden Woche werde ich mit den Jungs die weitere Reihenfolge besprechen, in der ich die Binde künftig vergebe.“

SV Eintracht Trier 05: Chris Keilmann – Stefan Thelen, Carsten Cordier (77. Matti Fiedler) , Milorad Pekovic, Ugur Dündar, Jannik Stevens – Ugur Albayrak (65. Rudy Carlier), Robin Garnier, Christopher Spang, Bruno Gomis (90.+1 Gianluca Bohr) – Romas Dressler

Tore: keine

Schiedsrichter: Patrick Kessel (Norheim) – Zuschauer: 150

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