Schwere Hürde für TBB – Mit Mut zu den Bayern

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Jermaine Bucknor bot beim Hinspielsieg über den FC Bayern München eine überragende Vorstellung.

Bildquelle: Helmut Thewalt

TRIER. Sonntag, 7. Dezember 2014, 18.50 Uhr. „Ja, das war ein ganz Wichtiger.“ Mit einem Grinsen beantwortet TBB-Headcoach Henrik Rödl die Frage nach der Bedeutung des soeben errungenen Sieges. Rödl ist stolz auf seine Mannschaft, die soeben ihm, sich und ihren Fans mit einem 79:74-Erfolg über den deutschen Meister Bayern München ein vorweihnachtliches Geschenk gemacht hat. Am morgigen Samstag (18.30 Uhr, Audi Dome) kommt es nun zum Rückspiel.

Die Ausgangslage ist klar: Trier ist beim Spiel in München klarer Außenseiter, auch wenn die TBB gegen den deutschen Meister eine beachtliche Bilanz aufzuweisen hat – drei von sieben Begegnungen konnte das Team von Henrik Rödl für sich entscheiden. Aus dem Audi Dome, der Heimspielstätte des FC Bayern, konnte Trier allerdings noch nie die Punkte entführen.
Aus der medizinischen Abteilung gibt es vor dem Spiel größtenteils positive Nachrichten. Das Lazarett lichtet sich, die Grippegeplagten sind wieder im Training, auch Topscorer Ricky Harris ist wahrscheinlich wieder einsatzbereit. Weiterhin fehlen wird allerdings Tony Canty, der einen Muskelfaserriss auskuriert.

Als Tabellensechzehnter zu Gast beim amtierenden Meister, man kann befreit und ohne Druck aufspielen – ist es also das leichteste Spiel des Jahres? Rödl verneint. „Wir versuchen zu gewinnen, die Frage stellt sich gar nicht. Also liegt ein schweres Spiel vor uns“, erklärt Henrik Rödl. „Es geht in ein Auswärtsspiel gegen eine Mannschaft, die im Moment geradezu schwindelerregenden Basketball spielt. Bayern ist wirklich sehr gut drauf, sie befinden sich in einer ganz anderen Phase als noch in der Hinrunde, sie schlagen ja im Moment jede Mannschaft in der Liga deutlich. Sie sind eine Topmannschaft, die Aufgabe wird noch schwerer als im Hinspiel.“


Die Münchner leisten sich einen Kader aus 14 Profis, von denen jeder in der Lage ist, einem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Am ehesten als Nachwuchstalent könnte man wohl Paul Zipser bezeichnen, aber auch der 21-Jährige ist kein „normaler“ Perspektivspieler“, war beim Sieg in Tübingen im Januar Topscorer mit 20 Punkten und 6/6 Dreiern.
Ansonsten setzt Trainerlegende Svetislav Pesic gerne auf Spieler, die die harte Basketball-Ausbildung in den Balkanstaaten genossen haben. Topscorer ist der derzeit verletzte Bosnier Nihad Djedovic (14,5 Punkte, 3,6 Rebounds, 2,3 Assists), die Serben Dusko Savanovic (12 Punkte, 4,5 Rebounds, 2 Assists) Vasilije Micic (9,2 Punkte, 2,2 Rebounds, 4,3 Assists) und Vladimir Stimac (8,9 Punkte, 5,5 Rebounds) komplettieren das Balkan-Quartett.

Unter dem Korb arbeitet der 127-Kilo-Mann „Big John“ Bryant (14,1 Punkte, 7,8 Rebounds). Kapitän des Teams ist Bryce Taylor (8,5 Punkte, 51,5% Dreier).
Komplettiert wird der Bayern-Kader von der halben deutschen Nationalmannschaft. Heiko Schaffartzik, Robin Benzing, Jan Jagla, Lucca Staiger und Yassin Idbihi sind oder waren A-Nationalspieler. Und dann ist da noch Anton Gavel (9,2 Punkte, 4,3 Assists), slowakischer Nationalspieler mit deutschem Pass, der mit 27:13 Minuten im Schnitt die meiste Einsatzzeit hat.
„Anton Gavel gehört für mich zusammen mit Bryce Taylor zu den Schlüsselspielern. Sie hatten beide am Anfang der Saison Verletzungsprobleme, sind jetzt fit und machen einen großen Unterschied“, so Rödl.

In der BBL sind die Bayern seit sechs Spielen in Folge ungeschlagen, den Einzug ins Top Four des Pokals verpasste die Mannschaft allerdings jüngst durch ein 69:74 bei ALBA Berlin.
92,7 Punkte erzielt München im Schnitt und ist damit das beste Offensivteam der Liga. Dreimal in den letzten fünf Spielen wurde sogar die 100 geknackt, am härtesten erwischte es Phoenix Hagen, die 124 Punkte eingeschenkt bekamen.

Henrik Rödl: „München spielt sehr schnell, wir müssen gut zurücklaufen. Es muss alles passen um eine Chance zu haben, wir dürfen keine Fehler machen gegen die engagierte Defense, die viel Druck macht. Wir wollen an die gute Leistung aus dem Spiel gegen Bonn anknüpfen und versuchen Bayern ein bisschen zu ärgern.“

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