9 Millionen mehr für Krankenhäuser – BEK sieht Land in der Pflicht

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Das Brüderkrankenhaus in Trier.

Bildquelle: Brüderkrankenhaus

TRIER/MAINZ. In diesem Jahr gibt es mehr Geld für die Krankenhäuser im Land. „Allein die BARMER GEK zahlt etwa 9 Millionen Euro mehr für die stationäre Behandlung ihrer Patienten“, so Dunja Kleis, BARMER GEK Landesgeschäftsführerin. Dies sei ein Plus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dennoch sieht Kleis bei der Finanzierung der Krankenhäuser erheblichen Handlungsbedarf. Schließlich sank der Investitionskostenanteil der Bundesländer an den Krankenhausausgaben von rund 9 Prozent in 1991 auf heute weniger als 4 Prozent. In Rheinland-Pfalz beträgt die Investitionsquote nur 3,3 Prozent.


Die sogenannte duale Krankenhausfinanzierung sieht vor, dass die Länder die Kosten für Neubauten, Renovierungen oder Modernisierungen der Hospitäler zahlen, während die Krankenkassen für die Behandlungskosten der Patienten aufkommen. „Die Landesregierung muss ihrer Pflicht zur Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser nachkommen, damit das Investitionsdefizit nicht weiter anwächst“, fordert Kleis. Darüber hinaus sei eine verbindliche und bundeseinheitliche Investitionsquote erforderlich, so dass die Häuser ihre Investitionen nicht weiterhin aus den Vergütungen der Krankenkassen finanzierten.

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