Gesunde Rheinland-Pfälzer – 43 Prozent waren 2014 nicht einmal krankgeschrieben

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Die Rheinland-Pfälzer waren 2014 weniger krank.

Bildquelle: Wikipedia

TRIER/EISENBERG. Die Rheinland-Pfälzer sind gesünder als 2013. Damit beginnt eine Meldung der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse. Nach dieser Meldung haben im vergangenen Jahr 43 Prozent der rheinland-pfälzischen Arbeitnehmer durchgehend gearbeitet. Das sind 1,3 Prozent mehr als in 2013.

Am häufigsten fehlten die Rheinland-Pfälzer wegen Atemwegerkrankungen. Jeder fünfte Fall geht auf diese Krankheitsursache zurück. Eine Erkältungswelle, wie sie noch im Frühjahr 2013 die rheinland-pfälzische Wirtschaft lahmlegte blieb in 2014 aus.

Junge Erwachsene häufiger krank

Mit 321 Fällen je 100 AOK-versicherte Beschäftigte unter 20 Jahren sind die jungen Erwachsenen am häufigsten krank. Sie fehlten fast doppelt so häufig, wie die AOK-versicherten Beschäftigten über alle Altersgruppen hinweg. Gefolgt von den 20 bis 30 Jährigen, die 224 Fälle je 100 AOK-versichere Beschäftigte aufweisen. Überdurchschnittlich häufig leiden sie an Atemwegs- und Infektionskrankheiten.

Insbesondere sind die unter 20-jährigen auch oft wegen Verletzungen krank geschrieben. Insgesamt jedoch sind die jungen Erwachsenen schnell wieder fit. So dauern Erkrankungen im durchschnitt nur knapp fünf Tage. Zum Vergleich: 11,6 Tage dauerte 2014 eine Arbeitsunfähigkeit im Durchschnitt über alle Altersgruppen hinweg.

Zuverlässig gegen Infektionen schützen

Neben den üblichen Ansteckungsrisiken übertragen auch Smartphones und Tablets Viren und Bakterien. Einer britischen Studie zufolge befinden sich auf einem üblichen Touchscreen-Handy mehr Bakterien als auf der Toilettenspülung einer öffentlichen Herrentoilette. Regelmäßiges, gründliches Waschen der Hände und die Reinigung des Touchscreens helfen dabei, sich wirksam vor einer Grippeinfektion zu schützen, so die Forscher.


Branchen

Der Wirtschaftszweig der Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen verzeichnet mit 9,0 Prozent den höchsten Krankenstand. Niedrige Krankenstände verzeichnen die Privaten Haushalte, mit einem Krankenstand von 2,7 Prozent und die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit 3,5 Prozent, weiterhin der Wirtschaftszweig der Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen mit 3,6 Prozent. Der rheinland-pfälzischen Wirtschaft entstand 2014 durch arbeitsunfähigkeitsbedingte Fehlzeiten ein Schaden von rund 1,4 Milliarden Euro.

Keine Entwarnung bei Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind 2014 die zweithäufigste Diagnose und kosteten die rheinland-pfälzische Wirtschaft rund 146.866.200 Euro. Insgesamt verursachten Rückenschmerzen und andere Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes die meisten Arbeitsunfähigkeitstage je 100 AOK-versicherte Beschäftigte. So fielen im Jahr 2014 41 Arbeitsunfähigkeitsfälle je 100 AOK-versicherte Beschäftigte an, dass sind zwei Fälle mehr als noch im Vorjahr. Auch dauerten die Fälle länger. Durchschnittlich dauerte eine Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2014 16,5Tage. Das sind durchschnittlich 0,1 Tage mehr als noch im Vorjahr. Insgesamt sind die Arbeitsunfähigkeitstage je 100 AOK-versicherte Beschäftigte im Jahr 2014 um 37,4 Tage auf 672 Tage gestiegen.

Bei der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse starten aktuell zahlreiche Präventionskurse wie die „AOK-Rückenschule“, „PilatesWorkout“, „RückenPower“ und „RückenWorkout“, um Rückenschmerzen vorzubeugen. Auch Online bietet die AOK zusätzlich Kurse wie z.B. „Rücken aktiv im Job“ an (www.aok-bgf.de). In diesem Online-Kurs erfahren die Teilnehmer Schritt für Schritt, wie sie den Rücken täglich trainieren können und erweitern ihr Wissen rund um die Rückengesundheit und Entspannungstechniken.

„Da bei der AOK Arbeitnehmer und Auszubildende aus allen Branchen versichert sind“, erklärt AOK-Vorstandsvorsitzende Dr. Irmgard Stippler, „können diese Zahlen durchaus als Maßstab für die gesamte Wirtschaft in Rheinland-Pfalz angesehen werden.“

Die Gesundheitskasse engagiert sich zudem seit Jahren im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. „Wir unterstützen die rheinland-pfälzischen Unternehmen mit zahlreichen Gesundheitsinitiativen, die der Gesundheit und dem Wohlbefinden der Arbeitnehmer dienen“, so Stippler weiter. Die AOK bietet den Betrieben individuelle Analysen zum Arbeitsunfähigkeitsgeschehen an, unterstützt sie bei Projekten zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement, organisiert betriebsspezifische Seminare und Kurse zur Betrieblichen Gesundheitsförderung, auch speziell für Führungskräfte. Darüber hinaus organisieren die AOK Projektleiter für Betriebliches Gesundheitsmanagement der AOK Gesundheitstage in Betrieben und vieles mehr.

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