Sind Windräder gesundheitsschädlich? Infoveranstaltung will aufklären

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Bildquelle: Helmut Gassen

SCHWEICH. Windenergie soll massiv eingesetzt werden, damit auch in Zukunft die Stromversorgung in Rheinland-Pfalz gesichert ist. Allein in der Region Trier sollen in diesem Jahr 350 neue Anlagen gebaut werden. Insgesamt gibt es in unserem Bundesland derzeit 1400 Windmühlen, die den begehrten Strom produzieren. Aber die Bürger sind nicht überall damit einverstanden.

Nachdem in Hermeskeil schon Widerstand artikuliert wurde, melden sich nun auch Bürgerinitiativen in der Verbandsgemeinde Schweich zu Wort und wollen die Höhenzüge an der Mosel vor Windrädern schützen. Sie wollen erreichen, dass das Schutzgebiet für die Kulturlandschaft vergrößert wird. Grund sind neun Windmühlen, die die Stadtwerke Trier und das Energieunternehmen Juwi neben der Autobahn oberhalb von Riol und Mehring errichten wollen.


200 Meter ragen die Türme, auf denen die Rotoren sitzen, in die Höhe und sind dann wohl auch aus dem Moseltal gut zu sehen. Da haben viele die Befürchtung, dass die Landschaft verschandelt wird und die Touristen ausbleiben werden. Aber auch Bedenken wegen der Lärmbelästigung und wegen Auswirkungen auf die Gesundheit werden angemeldet.

Am morgigen Sonntag wird es um 17 Uhr im Kulturzentrum „Alte Schule“ eine Informationsveranstaltung zu den Windrädern geben. Mit Referaten zu den bedenklichen Themen will die Interessengemeinschaft Windkraft Mehring aufklären und auch Raum zur Diskussion lassen.

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8 KOMMENTARE

  1. Einmal heisst es Natur bewahren, es werden NAturparks noch und nöcher eingerichtet anderseits wird der Rest der Landschaft mit Windrädern zugepflastert. Mittlerweile hat es einen Grad erreicht der nicht mehr schön ist . Windräder an allen Ecken und Enden .

    Vielleicht sollte man erst einmal darüber nachdenken den Strom auf anderen Wegen zu erzeugen zb. mit Sonnenkollektoren und Photovoltaik, damit werden keine zusätzlichen Windräder in die Landschaft gepflanzt sondern bestehende und neue Gebäude damit ausgerüstet.

    Ich frage mich sowieso ob diese Windradparks nur Abschreibungsgesellschaften und Subventionsempfänger sind.
    Sind nicht schon Windparks mittlerweile in Insolvenz gegangen ?

    • Alles mit Sonnenkollektoren zupflastern ist auch nicht der Weg: Wenn man beispielsweise die
      B 19 von Bad Mergentheim in Richtung Würzburg fährt, sieht man in der Landschaft kein einziges Windrad, jedoch ist mittlerweile jedes Dorf, durch das man kommt dermaßen mit Kollektoren zugepflastert, das man nur noch mit Sonnenbrille fahren kann ob der ganzen Spiegelungen. Man stelle sich in Trier vor, jedes ! Haus in der Sim hätte Kollektoren.

    • Das Einzige, was man jetzt vielleicht so langsam feststellen wird, ist, dass der Atomausstieg vollkommen überhastet und strukturlos initiiert wurde.

  2. Es ist sicher schwierig, alternativen Strom zu erzeugen, der die Umwelt nicht oder wenig belastet. Wasser z.B. fließt immer, hier bestehen sicher zukünftig noch moderne Möglichkeiten. Trotz allem kann man nicht sämtliche Bemühungen bemängeln. Strom sparen wäre doch auch mal eine Alternative, hier kann Jeder eine Menge tun. Dem steigenden Bedarf an Energie kann man ganz einfach entgegen wirken. (Computer nachts aus, Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler optimal befüllen), es gibt tausende von Möglichkeiten. Strom sollte nicht zu selbstverständlich sein, bewusstes Handeln schützt die Umwelt und uns Alle.

  3. Viel gesundheitsschädlicher finde ich übrigens Kirchen in Wohngebieten, deren Glocken auch in der heutigen digitalisierten Zeit stets die Nachtruhe stören, wahlweise auch die Sonntagsruhe und jeden Tag die Mittagsruhe. In der Summe sicherlich lauter als Windräder. Wieso wird hier nichts unternommen?

  4. Windräder gehören nicht zu meinen Lieblingen, aber die Kommunen noch weniger!
    Es werden Windräder errichtet und die Folgekosten nicht berücksichtigt!
    Wenn erst einmal du Kommunen das Pachtgeld erhalten, so geben sie es mit Händen und Füßen aus. Somit wird der Rückbau nach der Abschreibung wieder auf die Steuerzahler umgelegt. Es sei anzumerken, dass der Strom nicht wirklich billiger wird und auch die Einsparmaßnahmen nur das Problem verzerren. Ok ich weiß, dass es nie ein Perpetuum mobile geben wird, nur ist diese Region schon genug von Lärm geplagt.

  5. Leider wird bei der Energiewende immer nur an den Strom gedacht. Mehr als 75% der im Haushalt verbrauchten Energie fällt auf die Wärmeerzeugung für die Hausheizung und Warmwasser. Es ist reletiv preiswert die Sonnenenergie thermich zu nutzen. Die Technik ist ausgereift. Aber da passiert kaum was. Subventionen fließen in die Unterstützung von Atomenergie, Kohle und Gas. Mit diesen Subventionen wären sicherlich schon Speichersysteme entwickelt worden, die überschüssige Sonnenenergie der Sommermonate auch bis in die sonnenarmen Wintermonate verfügbar machen würden. Aber an solchen Systemen hat die jetzige Großindustrie keine Interesse, ja sie füchtet sich davor. Die Gewinne würden bei den Herstellern und Betreibern in der Region bleiben. Die Primärenergie käme von der Sonne und stellt dafür keine Rechnung aus.

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