Showdown für die Dolphins an der Elbe

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Szene aus dem Hinspiel: Triers Spielmacherin Diana Dadzite im Duell mit Hamburgs Topscorer Hiroaki Kozai.

Bildquelle: Sandra Wagner

TRIER. Im „Endspiel“ um die Teilnahme an den Playoffs der Rollstuhlbasketball-Bundesliga treten die GOLDMANN Dolphins Trier am Samstag (19 Uhr, Insel-Park-Arena, Hamburg-Wilhelmsburg) bei den BG Baskets Hamburg an. Der Sieger dieser Partie hat nach dem vorletzten Spieltag der Normalrunde den vierten Tabellenplatz sicher, der Verlierer findet sich im Niemandsland wieder.

Psychologisch sieht Spielertrainer Dirk Passiwan sein Team im Vorteil: „Der Druck leigt bei den Hamburgern, die das Erreichen der Playoffs ohne Wenn und Aber als Saisonziel ausgegeben haben. Für uns ist es ein Bonus, dass wir im Kampf um die deutsche Meisterschaft trotz aller Probleme, die wir seit Saisonbeginn in Trier hatten und immer noch haben, immer noch im Rennen sind.“

Dass ein Sieg gegen die starken Hamburger möglich ist, wissen die Dolphins bereits aus dem Hinspiel. Nach einem hart umkämpften und spannenden Spiel konnten die Trierer einen 74:71-Erfolg landen. Die Wiederholung dieses Erfolges wird den Trierern aber ungleich schwerer fallen, „denn die Hamburger haben sich im Laufe der Saison zusehends gefunden und als Team enorm gesteigert und gehen wohl auch als Favorit in das entscheidende Spiel“, sagt Bastian Lütge, Pressesprecher der Dolphins. Die Hamburger, die mit Annika Zeyen (Deutschland), Robin Poggenwisch und Mustafa Korkmaz (beide Niederlande), sowie den Japanern Hiroaki Kozai und Reo Fujimoto gleich fünf internationale Topspieler in der Starting Five haben, wollen vor heimischer Kulisse zeigen, dass das selbst gesteckte Saisonziel Playoffs auch erreicht werden kann.


Dass aber auch die GOLDMANN Dolphins Trier Spieler haben, die ein Match entscheiden können, ist hinlänglich bekannt. Zwar geht die Hamburger Presse in der Vorschau auf das Duell nur auf Liga-Topscorer und Nationalspieler Dirk Passiwan ein, jedoch weiß Hamburgs Trainer Holger Glinicki sehr wohl um die Stärken von Diana Dadzite und Co., die alle in der Lage sind, ein Spiel mit zu entscheiden.

Erschwerend allerdings für die Trierer am Wochenende: Neben den Ausfällen von Peter Müller und Florian Ewertz wird die kanadische Weltmeisterin Janet McLachlan dem Team wie schon in den letzten vier Spielen nicht zur Verfügung stehen können. Sie leidet weiterhin unter Gleichgewichtsproblemen, wird die lange Fahrt nach Hamburg aber dennoch mit antreten und dem Team von der Seitenlinie die Daumen drücken.

„Ich denke, wir haben genug Qualität, um auch so in Hamburg zu bestehen. Dass das Spiel nicht leicht wird, wissen wir. Allerdings haben wir uns gut vorbereitet und sind bereit für das Endspiel,“ sagt Pasiwan. Dass die Moselaner sogar noch auf Platz 3 springen können, zeigt, wie eng die Spitze der Liga zusammengerückt ist. Mit zwei Siegen in Hamburg und zuhause gegen Zwickau können die Dolphins noch beide Kontrahenten hinter sich lassen. red/wir

GOLDMANN Dolphins Trier (Aufgebot): Dirk Passiwan, Diana Dadzite, Tyler Saunders, Chad Jassman, Karlis Podnieks, Valeska Finger, Marc van de Kuilen, Martin Koltes

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