„Warzenschweine“ in der Eifel haben ein geteiltes Echo

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Das "Warzenschwein" am Boden. Deutlich zu sehen ist die Kanone an der Nase.

Bildquelle: Wikipedia

BERLIN/TRIER/SPANGDAHLEM. Eine breite Diskussion ist durch die Verlegung der Thunderbolt Kampfjets der US-Amerikanischen Airforce nach Spangdahlem ausgelöst worden. Während das Kommando der Airforce von einem „Meilenstein“ spricht, durch den die USA flexibler auf die Bedrohungen aus Russland oder durch die Terrormiliz IS reagieren kann, wird von Anderen diese Verlegung sehr skeptisch beurteilt und abgelehnt.

Von Airforce-Seite war zu hören, dass die Verlegung eine Festigung des Standortes Spangdahlem bedeute und der Ausbau der Airbase wurde sogar in Aussicht gestellt. Von der Lokalpolitik in der Eifel wird dies begrüßt, denn die amerikanische Luftwaffe ist auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region.

Es gibt aber auch die Kritiker der Aktion. Nachdem sich gestern schon die Arbeitsgemeinschaft Frieden aus Trier sehr kritisch geäußert hatte und die Verlegung rundweg ablehnte, meldet sich heute auch Corinna Rüffer, Trierer Bundestagsabgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen aus Berlin zu Wort. Sie ist der Meinung, dass die neuen Kampfjets die europäischen Friedensbemühungen konterkarieren.

In einer Pressemitteilung ließ Rüffer wissen: „Die Verlegung von zwölf A 10 Kampfjets und 300 Soldaten auf die Airbase Spangdahlem ist genau das falsche Signal. Die USA konterkarieren mit ihrer Strategie die diplomatischen Bemühungen europäischer Regierungen für den Frieden, denn die Maschinen werden an NATO-Trainingsmanövern in osteuropäischen Bündnisstaaten teilnehmen. Dies erhärtet den Verdacht, dass die USA aktiv in den Ukrainekonflikt eingreifen wollen.

Für diesen Konflikt gibt es aber keine militärische Lösung. Und es gibt keinen Anlass zu meinen, dass Präsident Putin klein beigeben würde. Die Verlegung der Kampfjets und Soldaten müsste auch in Rheinland-Pfalz Kritik auslösen. Stattdessen zeigt sich der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz erfreut über die positiven Effekte einer Truppenaufstockung von insgesamt 1300 Soldaten für den heimischen Arbeitsmarkt. Gegenüber der Gefahr, dass von rheinland-pfälzischem Boden die ohnehin fragile Hoffnung auf Frieden torpediert wird, müssen jedoch alle kleinteiligen ökonomischen Interessen verblassen.“

Die A-10 Thunderbolt, auch als „Warzenschwein“ bekannt, ist eine Maschine, die speziell für die Bekämpfung von Bodentruppen entwickelt wurde. Der besondere Schwerpunkt liegt bei der Panzerbekämpfung, weshalb man das Flugzeug an der Nase mit einer besonders effektiven Kanone ausgestattet hat.

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