Mainz 05 stellt Kasper Hjulmand vom Platz

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Seit heute nicht mehr der Trainer vom FSV Mainz 05: Kasper Hjulmand

Bildquelle: FSV Mainz 05

MAINZ. Gerade einmal 22 Punkte nach 21 Spieltagen und ein bedrohlicher 14. Platz in der Tabelle hat den FSV Mainz 05 dazu bewogen, die Reißleine zu ziehen und den Trainer Kasper Hjulmand mit sofortiger Wirkung zu beurlauben. Mit ihm wurden auch die Co-Trainer Keld Bordingaard und Flemming Pedersen vom Platz gestellt. Mutmaßungen über einen solchen Schritt gab es schon länger und die 4:2 Niederlage am vergangenen Freitag in Dortmund war wohl nur der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Nachfolger wird mit sofortiger Wirkung Martin Schmidt, der bisher die U23 Mannschaft in der dritten Liga betreut hat. Ihm zur Seite steht als Assistent der ehemalige Mainzer Profi Bo Svensson. Bevor Schmidt sich heute Nachmittag in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit stellt, gab der Verein heute Morgen nachfolgende Presseerklärung heraus.

Ab sofort der Neue: Martin Schmidt
Ab sofort der Neue: Martin Schmidt

Von der 3. in die Bundesliga

Fußball-Bundesligist Mainz 05 hat nach der 2:4-Niederlage am vergangenen Wochenende bei Borussia Dortmund seinen Cheftrainer Kasper Hjulmand mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Ebenfalls freigestellt werden die Co-Trainer Keld Bordingaard und Flemming Pedersen. Den Trainerjob der Nullfünfer übernimmt Martin Schmidt. Der 47-jährige betreute bislang die U23 der Mainzer in der 3. Liga.

Der Schweizer Fußballehrer leitet am Dienstagvormittag erstmals das Training der Nullfünfer. Schmidt war 2010 vom FC Thun nach Mainz gewechselt und hatte die erste Nachwuchsmannschaft im vergangenen Sommer zum Aufstieg in die dritthöchste deutsche Spielklasse geführt. Die Nullfünfer gehören damit neben Borussia Dortmund und dem VfB Stuttgart zu den drei Bundesliganachwuchsteams in der höchsten Spielklasse unter dem Lizenzfußball.

Als Assistenztrainer steht Schmidt der ehemalige Mainzer Profi Bo Svensson zur Seite. Weiterhin gehören dem Trainerteam des aktuellen Tabellenvierzehnten Spielanalyst Benjamin Weber, Torwarttrainer Stephan Kuhnert sowie die Athletiktrainer Axel Busenkell und Jonas Grünewald an. Der bisherige U19-Trainer Sandro Schwarz übernimmt ab sofort von Schmidt die U23 der Mainzer.

Leidenschaft, Kampfgeist, Aggressivität und Konsequenz

„Wer unsere Klubphilosophie und unsere Arbeitsweise kennt, weiß, wie schwer uns diese Entscheidung gefallen ist. Kaspar Hjulmand ist ein Fußballfachmann, der ohne Zweifel Mannschaften entwickeln und weiterentwickeln kann. Viele verschiedene Faktoren haben allerdings zu einem Negativtrend mit nur einem Sieg aus dreizehn Spielen und zum Abrutschen in die Abstiegszone geführt“, sagt Christian Heidel, Manager von Mainz 05. „Im Abstiegskampf verschieben sich für uns jetzt die Kriterien, die uns zu einem Wechsel auf der Trainerposition bewogen haben. Wir benötigen zum sportlichen Überleben neben taktischer Disziplin, große Leidenschaft, Kampfgeist, Aggressivität und Konsequenz, die sich im Training entwickeln und in den Spielen unserer Mannschaft zeigen müssen und darüber hinaus Verein und Fans in einer schwierigen Phase einen und mitreißen können.“

Impulse, die gefehlt haben

Christian Heidel weiter: „Hier setzen wir auf Martin Schmidt, der den Verein, die Mannschaft und unsere Spielweise seit fast fünf Jahren kennt und auch mitentwickelt hat. Wir sind davon überzeugt, dass er gemeinsam mit Bo Svensson der Mannschaft jene Impulse geben kann, die ihr in den vergangenen Wochen und Monaten gefehlt haben. Ich habe Kaspar Hjulmand bereits am Montag in einem persönlichen Gespräch über unsere Entscheidung informiert. Für seine weitere persönliche und berufliche Zukunft wünschen wir ihm und seiner Familie nur das Beste.“

Trainer für mutigen Offensivfußball

Martin Schmidt sieht seiner neuen Aufgabe mit Vorfreude entgegen: „Für mich ist das natürlich ein großer Schritt, jetzt als Verantwortlicher vor der Bundesliga-Mannschaft zu stehen. Aber ich fühle mich nicht ins kalte Wasser geworfen, denn ich war in den vergangenen Jahren ja schon eng an der Mannschaft und den Trainern dran, kenne die Abläufe und bin dadurch vorbereitet“, sagt Schmidt. „Für uns steht jetzt erst einmal viel gemeinsame Arbeit an, wir haben keine Trainingszeit zu vergeuden. Es geht mir jetzt auch nicht darum, alles umzuwerfen, eher die Philosophie, die der Verein seit vielen Jahren verfolgt, aufzuwühlen und aufzufrischen. Ich bin ein Trainer, der für mutigen Offensivfußball steht, für Pressing, Balleroberungen und Tempofußball.“

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