Weltbeste Doktorarbeit zur Kanadistik aus Trier

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Ausgezeichnet für die beste Doktorarbeit: Stefanie Fritzenkötter.

Bildquelle: Universität Trier

TRIER/PETERBOROUGH. Nachdem bereits Prof. Dr. Wolfgang Klooß, Direktor des interdisziplinären Zentrums für Kanada-Studien an der Universität Trier mit dem „Governor General’s International Award for Canadian Studies“ ausgezeichnet wurde, erfährt die Trierer Kanadistik eine weitere Ehrung: Stefanie Fritzenkötter, Promovendin der Romanistik an der Universität Trier, wird für die weltweit beste Doktorarbeit in Kanada-Studien ausgezeichnet.

Der Preis „Best Doctoral Thesis in Canadian Studies“ wird jährlich vom „International Council for Canadian Studies (ICCS)“ für eine herausragende Arbeit im Bereich der Kanada-Studien vergeben, die an einer Universität außerhalb Kanadas entstanden ist. Die Promotion wurde von den Trierer Romanisten, Prof. Dr. Beatrice Bagola und Prof. Dr. em. Hans-Josef Niederehe betreut und von der Trierer Historikerin Prof. Ursula Lehmkuhl, bis vor kurzem Präsidentin der Gesellschaft für Kanada-Studien der deutschsprachigen Länder, für die Auszeichnung vorgeschlagen.

Die Preisvergabe findet am 23. Mai bei der Jahrestagung des ICCS an der Trent University in Peterborough (Ontario, Kanada) statt.

Die preisgekrönte Arbeit beschäftigt sich mit dem an der Baie Sainte-Marie (Nova Scotia, Kanada) gesprochenen akadischen Französisch. Die Baie Sainte-Marie ist die einzige mehrheitlich frankophone Region im anglophonen Neuschottland. Die dort gesprochene Varietät befindet sich zwischen drei Polen: Sie hat bis heute eine Vielzahl archaischer und dialektaler Züge bewahrt, die in anderen akadischen Varietäten verdrängt wurden. Trotzdem steht sie mehr als je zuvor im Kontakt mit dem Englischen einerseits und dem Standardfranzösischen/Québecfranzösischen andererseits. Die Arbeit von Stefanie Fritzenkötter beleuchtet diese Triglossiesituation, wobei sie die Analysen mit eigens für diese Arbeit aufgenommenen Aufnahmen aus dem Frühjahr 2011 illustriert.

Stefanie Fritzenkötter (*1985) studierte von 2004 bis 2010 Anglistik, Romanistik (Französische und Spanische Philologie), Deutsch als Fremdsprache sowie Fremdsprachliche Erwachsenenbildung an der Universität Trier. Von 2010 bis 2014 promovierte sie als externe Doktorandin am Fachbereich II (Französische Sprachwissenschaft). Für Feldforschungen in Kanada erhielt sie 2011 ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdiensts. Neben der Dissertation absolvierte sie ihr Referendariat (Lehramt Gymnasien) am Staatlichen Studienseminar Trier. Zurzeit ist sie Gymnasiallehrerin in Koblenz.

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