Rosa Karneval 2015 – ein kritischer Blick durch die ungetrübte Brille

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Bildquelle: SCHMIT-Z

Pünktlich um 20.11 Uhr geht es los im Messepark Trier, zur besten karnevalistischen Sendezeit am Freitagabend. Etliche Besucher drängen noch in den Saal und suchen ihre Plätze, als die Musik ertönt und der Rosa Karneval 2015 seinen Lauf nimmt. Das diesjährige Motto des SCHMIT-Z e.V. Trier liest sich gut, zugeschnitten auf eine Nacht mit Kostüm, Charme und Frivolität:

Die Gay-Twenties
Es geht in die wilden 20er Jahre. Es ist die Zeit der verruchten Berliner Transvestitenbälle, wo Männer in Frauenkleidern und Frauen in Männerkleidung tanzten, mit Pomade oder Wasserwelle, mit Pailletten, Federboas, Perlenketten und Charleston-Schuhe. Es ist das Ende des Jugendstils und der Anfang der berüchtigten Burlesque-Shows und des Swings…

Der Vorhang hebt sich und man bekommt, was versprochen wird: Eine bunte Mischung aus tanzenden und feiernden Menschen in getauschten Geschlechterrollen gibt sich ausgelassen und sorglos dem Laissez-Faire hin.

Stefan Kronauer alias „Prissy“ nimmt das Geschehen als paillettenbesetzte Sitzungspräsidentin in die Hand und versucht, dem noch nicht warm gewordenen Publikum in gewohnter Manier einzuheizen.
Glitzernd, provokant.

Auf das erste „Trier Maju!“ von vielen folgen zotige Bemerkungen und mehr als eindeutige Anspielungen, die vor allem dem älteren Publikum im Laufe des fast fünfstündigen Abends mehrmals ein Kopfschütteln abringen, so auch, als Kronauer nach dem Auftritt der „Oacher Viezäppelcher“ auf die Suche nach dem „kleinen hölzernen Schwengel“ des Trommlers geht.
Zu glitzernd, zu provokant?

Teile des Publikums scheinen irritiert zu sein.
Teilweise irritiert, da viele selbst eine halbe Stunde nach Beginn der Veranstaltung noch „auf dem Trockenen“ sitzen. Die Bewirtung funktioniert nicht allerorts gut – das Servicepersonal wirkt unterbesetzt und überfordert. VIP-Tische im Zentrum des Geschehens werden bevorzugt bedient. Weiter weg Sitzende winken länger nach dem ersehnten Nass, was während dem Fortschreiten der Show eine störende Geräuschkulisse hervorbringt.

Teilweise irritiert, da einige wohl doch nicht in Gänze wussten, was sie erwarten sollte. Viele hatten von der ungewöhnlichen Rosa Sitzung gehört und scheinen sich letztlich einen Platz gesichert zu haben, um die „lustigen Männer in Frauenkleidern“ zu betrachten. Um dabei zu sein. Um mitreden zu können. Um im Großstadtflair ihre Akzeptanz und Toleranz zu demonstrieren. Wenigstens an Karneval.

Auch mahnende Worte seitens der Präsidentin werden nicht befolgt – Unruhe macht sich breit und man sieht Gäste, die lieber mit dem Smartphone spielen als die Augen auf die Bühne zu richten.
Auch Highlights der Show wie die „politisch´ Red`“ mit „Clarissa“ aka Klaas Michel in der Bütt, die einen Rundumschlag von der Trierer OB-Wahl bis hin zu Pegida zum Besten gibt, oder die Gesangsdarbietungen der „Betten-Else“, gehen leider teilweise unter.

Die Audienz erwartet Sensation, Show, Explosion. ROSA Karneval.

Stattdessen gibt es Szenen wie den Sketch über eine ägyptische Ausgrabung, als deren Ziel es sich unter anderem erweist, zu beweisen, dass Tutanchamun eine Frau gewesen ist.
Zwar wurde der ägyptische Pharao in den 1920er Jahren ausgegraben, aber das war es auch schon mit der Relevanz für das Thema. Diesen und weitere programmatische Fauxpas hätte die Leitung des SCHMIT-Z besser dazu genutzt, um den Abend kürzer zu gestalten. Intensiver. Karnevalistischer.
Nicht glitzernd, nicht provokant.

Während der Rede zweier siamesischer Zwillinge – eine Hälfte schwul, eine lesbisch – die ihre Geschlechtsteile „Peide“ nennen, „halb Penis und halb Scheide“, sieht man erste Gäste aufstehen und, zumindest zeitweise, den Saal verlassen. Die Klischees scheinen dann doch zu sehr bedient worden zu sein.

Nach der Pause, gegen 23 Uhr, bleiben bereits einige der Sitzplätze leer.

Einzig geeint sind alle Besucher, als mittendrin auf den Geburtstag der anwesenden Ministerpräsidentin hingewiesen wird und ein donnerndes „Happy Birthday, liebe Malu“ ertönt.
Diese Stimmung hätte genutzt werden können.

Aber was folgt ist eine Reihe von Sketchen, musikalischen Darbietungen und Tanzeinlagen, die, zwar stellenweise vorgetragen durch offensichtliche Talente, dennoch nicht darüber hinwegtrösten, dass es an diesem Abend im Trierer Westen nichts Neues gibt.
Auch das späte Finale mit allen Akteuren und einem letzten „Trier Maju!“ lässt dies nicht vergessen.

Beim Verlassen der Halle erwecken die Besucher den Anschein geteilter Meinungen über den Verlauf des Abends.
Von den, wie erwartet, angetrunkenen Vollkarnevalisten lässt sich ein Da capo vernehmen.
Glitzernd, provokant.
Man vernimmt aber auch viele Stimmen, die offen aussprechen, dass sie zu Hause besser aufgehoben gewesen wären.
Nicht glitzernd, nicht provokant, sogar langweilig.

Die besten Zeiten des Rosa Karnevals scheinen vorbei, das Neue scheint mittlerweile verblasst zu sein.
Hat man die Shows und Aufführungen der SCHMIT-Z-Family in den letzten Jahren verfolgt, verlieren die Gags sich in Wiederholungen und Aufgewärmtem.
Es scheint so, als ob den Verantwortlichen des Vereines die Ideen ausgegangen sind. Die Witze und Zoten werden notgedrungen anzüglicher, die immer gleichen Akteure passen ihr altgewohntes Auftreten an, sei es durch die Darbietung aktueller Songs oder mittels Zitaten aus alten Inszenierungen. Aber das war es auch schon, denn man hat einfach das Gefühl, es schon gesehen zu haben.
Gedanken kommen auf, dass sich auf vergangenen Zeiten ausgeruht wird und die Darstellung einzelner Personen wichtiger geworden sein mag als die Ziele der eigentlichen Organisation.

Ziele, die laut SCHMIT-Z e.V. vor allem in Bestrebungen zur Beratungs- und Aufklärungsarbeit liegen, in der leider immer noch notwendigen Arbeit zur Offenheit gegenüber Schwulen, Lesben, Bi-, Trans- und Intersexuellen, sowie Transgendern und anderen nicht allgemein akzeptierten Arten der Sexualität. Und darin, damit verbundenen Organisationen und Gruppen als Dachverband zu fungieren.

Ob der Verein um Geschäftsführer Alex Rollinger die wirklichen Probleme der betroffenen Personen auf die heute gezeigte Weise am besten vertritt, darf bezweifelt werden. Das Bild der verschiedenen Lebensweisen manifestiert sich hier in einer Bühnenshow – jedes Klischee bedienend. Der klassische Altherrenwitz wird mit einer Federboa garniert, präsentiert, travestiert.

An Karneval ist alles möglich. Alles erlaubt. Alles anders.
Das gebotene Bild aber nimmt der Besucher mit, um es nach Aschermittwoch leider nicht vergessen zu haben.

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74 KOMMENTARE

  1. Bin schwul und dankbar auch mal sowas zu lesen. Fummel und Stöckelschuhe sind leider mit Grund dafür das wir in der Öffentlichkeit schief angekuckt werden.
    Aber laßt euch gesagt sein das ist nur EIN Teil vom schwulen Leben! Wir SIND normal!

    • Ein „schönes“ Beispiel zu Diskriminierung in der Szene und Übernehmen von Diskriminierungsmustern aus der Hetero-Welt (kam erst gestern in der Bütt zur Sprache…) haben Sie da abgeliefert.

      Schwule in Fummel und Stöckelschuh sind ein Teil vom schwulen Leben und genauso normal wie Ihr hetero-like-Teil. (Ebenso sind Lesben, Bisexuelle, Trans* und Inter* normal, egal ob sie irgendwelchen Klischees der hetero-cis-normativen Gesellschaft entsprechen oder nicht.)

  2. So einen unverschämten Bericht habe ich schon ewig nicht mehr gelesen. Waren Sie eigentlich auf der Veranstaltung? Vielleicht kann man auch mal erfahren wer der Kritiker ist, aber Sie sind inzwischen sogar zu feige die Namen der Autoren zu nennen !!!

  3. Die Frage welche sich mir stellt: Sind Sie, als Autor, zu feige Ihre Meinung mit Ihrem Namen zu vertreten?… den kann man nämlich in diesem Artikel in keinster Weise finden!

  4. Mmmh, Kritik ist immer gut, aber hier glaube ich, war der Verfasser oder die Verfasserin (Name ist ja leider keiner genannt) nicht auf der gleichen Sitzung auf der ich war. Vorab meinen Dank für das Lob meiner Büttenrede, das ist aber nicht annehme, da ich nur ein Teil der Show war, die scheinbar von Wiederholungen und gleichen Akteuren lebt. Ich weiß nicht, was der/die VerfasserIN erwartet hat. Die allermeisten der Besucherinnen und Besucher fanden es eine mehr als gelungene 5 stündige Mammutshow, in der sich alles wiederfand, was ich von guter Unterhaltung erwarte. Wie gesagt, Kritik ist mehr als erlaubt und auch gern gehört, man kann sich schließlich nur verbessern, aber das hier war sicher nicht ein Meisterwerk von lokalo.de.
    Und dann nur noch drei kleine Anmerkungen: 1. die Präsidentin trug keine Pailetten, es waren Stickereien und Perlen, 2. das Bild ist vom letzten Jahr, 3. Namensartikel sind besser als „die Redaktion“

      • Moment mal. Ich war auch auf der Sitzung… Und ich fand es absolut mega gut. Eine Frechheit ist es solche Anmerkungen zu der Sitzung zu machen! Ich wüsste echt mal gerne welcher homophobe konservative Autor hinter diesem teils verlogenen Artikel steckt.
        Es ist mir vollkommen klar warum sich der Autor nicht bekannt geben möchte… Weil er Angst hat erkannt zu werden… Weil er genau weiss dass sein Artikel kaum wahre Kritik beinhaltet .

          • Ich war auch da und ich fands auch ganz gut, kann die Kritik aber auch verstehen. Freiheit für die Gummibärchen. 🙂

  5. Es wurde längst Zeit auch dieser Betrachtungweise einmal Öffentlichkeit zu verschaffen. Ich bin es leid ständig für die Akzeptanz von Homosexuellen zu kämpfen um dann das mühevoll aufgebaute Bild an solchen, im wahrsten Sinne des Wortes, Karnevalsveranstaltungen, wieder zerstört zu bekommen.

    Es kann doch nicht angehen so primitiv kategorisiert zu werden und alle Klischees dermaßen zu befeuern wie beim Rosa Karneval in Trier. Guter Witz, guter Humor ist eine Kunst, keine Frage, aber diese ewig gleichen und platten Attitüden die da sinnbildlich für alle Schwulen und Lesben ein Gesamtbild zeichnen, trägt meiner Meinung nach überhaupt nicht zu einem offenen Miteinander bei. ich habe rein gar nichts gegen Veranstaltungen dieser Art an sich, aber mit welch niedrigem Level hier versucht wird „Kultur“ zu schaffen ist hinterwädlich hoch zehn. Das gefällt mir ganz und garnicht.

    Homosexualität ist so viel – in Trier wirkt es als seien wir Verrückte und dürften an Karneval mal vor die Tür – oder bei einem Sommerfest des Schmit-Z.

    Es ist so traurig, ich könnte heulen.

  6. Richtig. Und genau deshalb ist ein ganz normales schwules Leben in Trier garnicht möglich.

    Trier ist nicht bunt, Trier ist schwarz-weiß-grau kariert.

    • Das sage ich bis heute jedem der es hören will. Du verschenkst als Schwuler oder Lesbe oder Bi oder Transe in Trier Dein komplettes Leben.

  7. Hahaha, lese ich ja jetzt erst.

    Genau! Raus mit dem Namen, zeig Dein Gesicht Du böser böser Schreiberling, damit wir Dich mit brennenden Fackeln aus der Stadt jagen können! !!

    Ich sags ja, es ist in Trier nicht möglich.

  8. Geil, der Name muss her. Ihr habt sie ja nicht mehr alle. Ihr sitzt im Dreck und merkt es nicht.

    Überlegt mal wie viele Leute ihr im Schmitz organisiert habt und wie viele nicht…da muss es doch klingeln.

  9. Es scheint keine Liste der Redaktionsmitglieder zu geben. Sind die „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“ das neue Vorbild von lokalo?

  10. Da passt was nichts ins SCHMITZ-Gebilde und schon wird der Name gefordert. 😀 😀 😀 Dann bitte auch noch genaue Adresse bekanntgeben, Foto dazu und wo das Auto steht. Man müsste eigentlich was erfinden womit man Menschen die etwas anders sehen als andere schon von weitem erkennen kann. Am besten irgendein Symbol in einer auffääligen Farbe, weiß nur noch nicht genau wie das aussehen könnte. Aber sowas muss her!

    • Welch geschmackvoller Vergleich. AfDler*in?

      Weil die Artikel in letzter Zeit oft so „draufklicken und wieder zu machen“-Niveau sind, ist wohl untergegangen, dass nur noch eine nicht näher bezeichnete „Redaktion“ als Autor*in vermerkt wird. Journalistische Standards scheinen lokalo also nicht mehr so viel wert zu sein.

        • Kritik an Meinungsäußerungen über Meinungsäußerungen („man wird doch mal sagen dürfen…“ ) sind doch AfD-Spezialität, besonders wenn der Autor der ersten Äußerung (der*den Artikelschreiber*in) mit politisch (hier: Nazi-)Verfolgten verglichen wird.

          Godwin’s Law gilt offensichtlich auch bei Berichten zum Rosa Karneval.

      • Lokalo ist spitze! Die Artikel werden immer besser und die politischen Langeweiler haben Gott sei dank nicht mehr soviel Plattform!

  11. find den bericht jetzt auch nicht so der hammer aber bin schockiert zu sehen wie das schmitz reagiert und sein wahres gesicht zeigt.

  12. Liebe Redaktion,
    freie Meinungsöußerung steht jedem zu – so auch euch.

    Als aktiver Bühnendarsteller muss ich mich dennoch fragen, waren Sie jemals vorher auf einer der vergangenen Sitzungen gewesen? Wer „zotige Witze“ hören will, der kommt zum Rosa Karneval – wer eine normale Sitzung sehen will geht auf eine normale Sitzung. Das Angebot ist in Trier + Umgebung groß genug!

    Sie erwarten Karneval ohne Klischees? Bitteschön! Ich garantiere Ihnen, dass sie diese Art von Karnevalssitzung weder auf dem Land noch in der Stadt, weder auf Hetero- noch Homositzungen finden werden.

    Warum denken Sie sollte für den Kölner Karneval ein Wagen gebaut werden, auf dem Charlie Hebdo einem Terroristen den Bleistift in die Brust rammt? Der Karneval nimmt den karrikaturistischen Weg um politische Botschaften zu senden – so auch der Rosa Karneval. Schade, dass Sie das noch nicht verstanden haben!

    Freundliche Grüße
    Philipp Gonder

  13. Waren das noch Zeiten, als Berti noch Sitzungspräsident war und „An einem Sonntag in Trier-Nord“ zum besten gab! Heute ist das alles nur noch ein Abklatsch von damals. Für mich war es das letzte mal, dass ich diese Sitzungen besuche. Es scheint, dass der Verein ein Strukturproblem hat und Diktator Rollinger nichts verändern will.

  14. Dazu kann ich gerne auch ein bißchen Senf beitragen. Wer „Kritiken“ schreibt, gibt seine eigene Meinung wieder, die ihm auch zusteht. Daß er dabei privilegiert auf eine größere Leserschaft abzielt, sollte ihn nicht feige seinen Namen verschweigen lassen. Diese Meinung bleibt aber immer noch singulär, auch wenn er oder sie versucht mit Allgemeinplätzen eine breite Zustimmung zu suggerieren. Und dann kann man ja bei den Kommentaren erkennen, WIE die Einzelnen den Abend gesehen haben. Also: Trier bleibt hoffentlich vielfältig und bunt. Majuhh!

  15. Tja so ist das eben… wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein. Will heißen, das Ghetto der Gaycommunity ist selbst dran schuld, wenn jetzt Hinz- und Kunz-Heten zu „unseren“ Veranstaltungen kommen und die „lustigen Männer in Frauenkleider“ gucken wollen. Inclusive heftiges Kopfschütteln bei anrüchigen Witzen. Offenbar sind wir dann doch nicht so spektakulär anders, als es sich in den Köpfen der Trierer abspielt oder verstehen die bloß nix?? Ich bin mindestens für zwei geschlossene Veranstaltungen, eine für Schwule und eine für Lesben. Am Besten mit strikter Einlaßkontrolle! Will nicht mit Heten an einem Tisch sitzen müssen, an dem jeder Flirtversuch empört negiert wird. Ich will das / mein schwules Ghetto zurück. BASTA ! 😉

    • Wer selbst nicht ausgegrenzt werden möchte, sollte dies auch bei anderen unterlassen. Einige der „Hinz und Kunz-Heten“ haben dazu beigetragen, daß Sie in der Öffentlichkeit anders wahrgenommen werden, vielleicht denken Sie mal daran. Und was das Anbaggern angeht: Ein Nein bleibt ein Nein, egal in welcher Konstellation. Das ist schlicht und ergreifend das Recht auf Selbstbestimmung. Aber vielleicht habe ich ja nur Ihre Ironie nicht verstanden.

      • In der Tat, Sie haben meine Ironie nicht verstanden. Und es geht auch nicht um angebliche Ausgrenzung. Offensichtlich haben die „Hinz- und Kunz-Heten mit ihrem Kopfschütteln“ bei jedem schlüpfrig derben schwulen Witz dann doch noch Ihre eigenen ausgrenzenden Vorurteile im Kopf. Warum wird denn sonst mit dem Kopf geschütteln?? Und was das Anbaggern angeht. Wer als schwuler Mann (!) zu einer schwulen Karnevalsveranstaltung (!) geht, kann und sollte nicht erwarten, dass Hetenmänner empört tun, wenn sie angeflirtet werden. Damit muss man halt rechnen wenn man sich dort als (Heten-)Gast aufhält. Alles andere wird zu verkrampften Anpassung um den Heten nicht auf den Schlips zu treten oder um das Heten-Humor-Zentrum zu treffen. Wie gesagt, ich will das schwule Ghetto zurück..,. wenigstens zu solchen Events!

  16. Wir waren mit mehreren Leuten da! Altersklasse von 20-68 Jahre! Wir fanden dir Sitzung wie immer toll!
    Weiter so! Ihr seid Klasse

  17. Naja, in manchen Punkten muß man dem Autor schon zustimmen: Seit Jahren sind immer die gleichen Akteure auf der Bühne. Vor lauter Selbstverliebtheit merken die garnicht mehr, daß alles mittlerweile nur noch aufgewärmt wird. Nichts mehr wirklich Neues!!!!! Der Kartenverkauf dieses Jahr lief ja auch eher schleppend, bis zum Schluß gab es ja immer noch Restkarten zu kaufen. Ich gebe dieser Sitzung noch max. 3-4 Jahre, dann wird das Interesse komplett abgeflaut sein und Herr Rollinger muß seine Koffer packen…..

  18. Die Akteure tun mir leid und vor allem Alex! Sie haben einen super Job gemacht und haben es nicht verdient hier fertig gemacht zu werden!!…war eine super Sitzung! Da spricht wohl der Neid, dennn welch eine Sitzung hat so einen Zulauf wie die Rosa Sitzung?

  19. So eine lächerliche Sache habe ich lange
    Nicht gelesen und ich habe mich köstlich amüsiert. An alle schwulen da draußen nur weil auf der rosa Sitzung tanssexuelle auftreten heiśt das nicht das nur das bei den Menschen hängen bleibt und man euch immer damit in Verbindung bringt, das tut man nämlich durch solche Kommentare selber. Ja es ist ein Teil der Szene aber jeder weis das es auch noch andere Teile der Szenen gibt und es tut mir leid aber die Menschen die alles unter einen haufen werfen sind Menschen die eh was gegen Schwule haben..
    Und die rosa Sitzung ist dazu da um zu provozieren sie darf das und wenn ihr damit ein Problem habt ist es wieder Pech und
    Man muss nicht Personen direkt angreifen und deren Arbeit schlecht reden nur weil jmd nicht gefällt was diese Person tut !!

  20. Die Meinung von denen die anonym posten ist gerade in diesem Fall wenig bis nichts wert. Stehen die Leute nicht zu Ihrer Meinung? gerade lokalo.de sollte hier mit positiven Beispiel voran gehen und Ihren Bericht transparent korrigieren/ergänzen. Das falsche Bildmaterial hätte dem Verfasser/der Verfasserin ja eigentlich auffallen müssen wenn er/sie dagewesen ist, oder? Ich freue mich auf jeden Fall auf „meine“ Sitzung am kommenden Freitag.

    Freundlicher Gruß
    Christoph Zimmer

  21. Ist doch alles Geschmackssache ob die Show gut war oder nicht. Der Artikel hat aber mit einem recht: es wollen zu viele diese Show sehen nur um mit reden zu können. Evtl ist diese ganze Nummer für Schmitz zu groß geworden. Ich bekomme schon lange keine Karten mehr, zuletzt vor einigen Jahren in der romika. Evtl sollte sich die Familie wieder darauf fokussieren nicht jedem eine Karte zu ermöglichen, sondern im „kleinen“ gemütlichen zu bleiben statt die Messehalle zu füllen.

  22. Karneval darf überziehen, darf die gängige Moral in Frage stellen und auch schillernd sein. Das provokante der LSBTI Szene gehört genauso dazu wie ein das angeblich “ normale schwulsein“ von dem hier so oft die Rede ist. Wieso wird sich über „schlüpfrige“ Aussagen auf dem rosa Karneval aufgeregt, aber die alltägliche sexistische Darstellung von Männern und Frauen (vor allem in der Werbung) darüber regt sich niemand auf, denn es ist ja normal. Karneval kann auch anders , so wie der rosa Karneval es jedes Jahr beweist. Für viele noch nicht nirmal genug ??? Aber bitte sagt mir was ist schon normal ?? Ich war bis jetzt an beiden Sitzungen vor und hinter der Bühne als Helferin aktiv und konnte keine negative Stimmung feststellen. Durch bekannte, die Besucher_ innen der Sitzung waren habe ich stets positives Feedback gehört. Weiter so SCHMIT-Z !!

  23. Bin selbst nicht bei der Sitzung gewesen, kann dazu also nix sagen. Aber der letzte Teil im Artikel hat mir gut gefallen! War selber länger mit dabei und fand/finde es schade, weil die Family mittlerweile mehr Wert drauf legt sich in der Öffentlichkeit auf Bühne zu präsentieren als sich darum zu kümmern was wirklich zählt. Gruppen bekommen die Möglichkeit im Schmit-Z zu tagen aber viel mehr Unterstützung ist nicht drin. Immer wird gesagt es ist kein Geld da, weshalb Shows und Party gemacht werden. Kosten gibt es zwar sicher auch aber es kann doch niemand erzählen, dass davon nix übrig bleibt! Da gibt es manchmal monatlich 2 mal Party, Sommerfest, Karneval, CSD, Kneipe im Schmit-Z und und und. Helfer arbeiten ehrenamtlich! Also entweder lassen die sich von anderen gewaltig übern Tisch ziehen oder die Kohle geht woanders hin. Hab oft Diskussion deswegen gehabt und das ist der Grund warum ich nicht mehr dabei bin! wer quer schießt wird abgeschossen so ist das in der Family!

  24. Ich bin bei vielen Sitzungen in der angeblichen Karnevalshochburg Köln, von den klassischen, über die Stunksitzung bis zur Röschensitzung gewesen. Diese Darbietung der Schmitzfamiliy muss sich nicht hinter denen verstecken, allein schon der Bühnenaufbau und das gepflegte Ambiente passen und ich hatte vorgestern überhaupt nicht das Gefühl in der sogenannten Provinz zu sein. Auf irgendwelche Autoren die dann noch nicht einmal den Mumm haben, sich mit ihrem eigenen Namen zu äussern, sollte man eh keinen Wert legen. Der Service von der Gastro war auch auf den nicht Vip-Orten zuverlässig und ich glaube hier geht es nur ums Krwallmachen, sei das Leute beleidigt sind , das sie keine Tickets erhalten haben oder das diese Sitzung nun einmal eine der erfolreichsten in der Gegend ist, das bringt viele Neider hervor. Ach so für alle die es zu zotig fanden, der Karneval ist nun einmal so, wer einmal auf einer ordentlichen Herrensitzung war, kann die empfindet die Rosasitzung nur noch als harmlos empfinden. Hut ab vor der Leistung und weiter so.

  25. Ich war (noch) nicht auf der Sitzung aber will auch mal grundsätzlich für die Meinungsfreiheit pledieren. Das ist das höchste Gut.

    Grüße

  26. Meiner Meinung nach ein zu kritischer und extrem einseitiger Bericht über den Rosa Karneval. An diesem Abend geht es doch einzig und allein um den Spaß, und wer sich nicht darauf einlassen kann, der sollte halt zu Hause bleiben. Und wer denkt, dass alle homosexuellen Männer immer in Frauenkleidern rumlaufen, der sollte vielleicht mal sein Gehirn einschalten. Klar werden bestimmte Vorurteile bedient, es handelt sich allerdings immernoch um ein Unterhaltungsprogramm aus Travestit und Kunst, welches meiner Meinung nach bei den meisten sehr gut ankam. Doch davon kann sich jeder selbst ein Bild machen und sollte sich nicht von einem anonymen Reporter beeinflussen lassen. Außerdem finde ich es schon fast traurig, dass man sich als heterosexueller, toleranter Mensch anhören muss, diese Sitzung zu besuchen, um seine Toleranz und Akteptanz „wenigstens an Karneval“ zu präsentieren. Noch trauriger ist dieser Bericht über den Rosa Karneval für alle Akteure und Verantwortliche, die jedes Jahr alles geben, um den Rosa Karneval auf die Beine zu stellen und den Menschen einen schönen Abend zu ermöglichen.

  27. …….wenn ich mir hier die Kommentare anschaue, kann man ja Angst um den Schreiber des Artikels bekommen! Kann verstehen, dass Lokalo den Namen nicht veröffentlicht!

  28. Denke die Kiste ist einfach zu groß für das Schmitz geworden. Schon letztes Jahr saßen frau und mann mitunter derb lange auf dem Trockenen – sprich die Versorgung mit Getränken war sehr schlecht geregelt. Vielleicht sollte Schmitz e.V. sich wirklich nur auf das Künstlerische konzentrieren und alles drumherum, sei es die Gastro, die Gesamtorga samt VK, die technische Durchführung nicht nur delegieren, sondern zur Gänze abgeben.
    Na ja die andere Seite ist das Niveau, also ich für meine Person lehne sexistische Zoten generell ab, diese nun von schwulen, lesbischen, heterosexuellen oder wie auch immer orientierten bzw. veranlagten Menschen kommen.
    Ein Problem scheint durchaus zu sein, dass die Schwulen und Lesben der Region sich nur zu einem Bruchteil im Schmitz e.V. wiederfinden. Das heißt damit ist auch der kreative Pool begrenzt… so oder so. Diese Großveranstaltung wirkt ein wenig so, als würde so einiges auf dem Altar persönlicher Eitelkeiten geopfert. Für ganz gefährlich halte ich allerdings das einseitige Bild von Schwulsein, welches hier einer teils doch sehr uninformierten Öffentlichkeit suggeriert wird.

  29. Naja wer gestern da war kann sich schon fragen was an dieser Kritik jetzt sooo falsch sein soll. Der Kracher war das sicher nicht.

  30. Ein Kracher war es echt nicht aber wir waren uns einig das der lokalo Artikel eigentlich nur förderlich sein kann und ein neues Bewusstsein schafft und im Sinne der Qualitätssicherung auch Augen öffnen kann.

    Hatten paar Leute am Tisch die erst, wie ich auch, sich aufgeregt hatten über die Kritik aber ist schon bissel was dran. Also konstruktive Kritik oder Augen öffnende tut vielleicht manchmal weh aber hilft auch. Meine Meinung.

  31. Ich kann mich dem anschließen und finde es jetzt nach meinem Besuch, im Nachhinein eher zweckdienlich, was hier geschrieben wurde. Muss mich für meinen Ärger vorher über den Artikel entschuldigen! Dazu möchte ich meinen Ärger jetzt darüber ausdrücken, was von Mitwirkenden hier geantwortet wurde! Da wird einem übel. Macht euch mal Gedanken!!!

  32. Wenn man bedenkt, wieviele ehrenamtliche Helfer ihre Freizeit opfern und in zahlreichen
    Stunden solch eine Veranstaltung überhaupt ermöglichen, wenn man die Arbeit des Bühnenbauteams
    sieht, die der Künstler und Organisatoren, kommt man zu dem Ergebnis, dass dieser Artikel
    demoralisiert und traurig stimmt. Viele meiner Bekannten und Familie waren von allen Sitzungen
    voll begeistert und was den Service angeht, es hat sich keiner beklagt!, die Bedienungen waren schnell,
    sehr höflich und zuvorkommend. Zur Rosa Sitzung kann man nur sagen, weiter so!!

  33. Schön und Dato, sich gemeldet, auf den Punkt, ohne Dich letzter Eintrag vom 20.02.2015, volle Werbung bei Cityradio, habt ihr früher ( Ihr Vögel ) nicht nötig gehabt, bitte neeh, und jetzt kommt was du wolltest “ Aufmerksamkeit“ nee bitte ihr Vögel, bunt, nee

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