Feuerwehrmann sucht Lebensretter

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Bildquelle: Stefan-Morsch-Stiftung

SALMTAL. „Feuerwehrmann sucht Lebensretter!“ Unter diesem Motto startet am Sonntag, 22. Februar, eine großangelegte Hilfsaktion für einen an Leukämie erkrankten Feuerwehrkameraden aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich. Die Feuerwehr Salmtal, der SV Dörbach und der Verein „Wir wollen helfen“, rufen gemeinsam mit der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands ältester Stammzellspenderdatei, zur einer Typisierung als Stammzell- bzw. Knochenmarkspender auf. Wer sich registrieren lassen möchte, kann zwischen 13 und 18 Uhr, in die Integrierte Gesamtschule in Salmtal, Salmaue 8, kommen.

Spender gesucht

Hermann, im Berufsleben ein Experte für die Sicherheit von Autos, ist einer von mehr als 10 000 Menschen, die jährlich in Deutschland an Leukämie erkranken. Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, kann nur noch eine Stammzelltransplantation helfen. Durch sie wird dem Patienten ein neues blutbildendes System übertragen. Dazu braucht der 48-jährige aktive Feuerwehrmann aber einen Spender, dessen Gewebemerkmale weitestgehend mit den eigenen übereinstimmen. Deshalb wird dann – manchmal weltweit – nach einem genetischen Zwilling gefahndet. In den Knochenmark-und Stammzellspenderdateien wie der Stefan-Morsch-Stiftung sind mehr als 25 Millionen Menschen registriert und trotzdem ist es immer noch ein Glücksfall, wenn sich für einen Patienten ein passender Spender findet.

Chance gegen Blutkrebs

Die Feuerwehr Salmtal, der SV Dörbach und der Verein „Wir wollen helfen“ arbeiten jetzt fieberhaft daran, den Aufruf für den dreifachen Familienvater publik zu machen. Plakate sind gedruckt und werden in den kommenden Tagen verteilt: „Wir wollen mit diesem Aufruf nicht nur unserem Feuerwehrkameraden helfen. Es geht darum, dass viele Menschen eine Chance im Kampf gegen den Blutkrebs bekommen“, erklären die Organisatoren. Prinzipiell kann sich jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 60 Jahren aufnehmen lassen. Wer nicht älter als 40 Jahre ist, kann kostenlos typisiert werden. Gleiches gilt für Jugendliche ab 16 Jahren – vorausgesetzt die Eltern stimmen zu.

Hermann Plakat

Doch es gibt Ausschlusskriterien für die Stammzellspende, über die man sich vor der Typisierung informieren sollte. Schwere Krankheiten und die Zahl der Schwangerschaften sind dabei relevant. Am geplanten Info-Abend am Montag, den 9. Februar um 19 Uhr bei der Feuerwehr Salmtal stehen Mitarbeiter der Stefan-Morsch-Stiftung für alle Fragen rund um das Thema Stammzellspende und Typisierung zur Verfügung. „Typisierung“ lautet der Fachbegriff für die Aufnahme in die Stammzellspenderdatei: Ist der Gesundheitsfragebogen unterschrieben, wird ein Fingerhut voll Blut abgenommen. Aus der Blutprobe werden die Gewebemerkmale des Spenders analysiert. Die Merkmale werden bei der Spenderdatei der Stefan-Morsch-Stiftung gespeichert und anonym an das deutsche Zentralregister übermittelt. So stehen sie für weltweite Suchanfragen zur Verfügung.

Mehr Info: www.stefan-morsch-stiftung.de , gebührenfreie Info-Hotline 08 00 – 766 77 24, info@stefan-morsch-stiftung.de.

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