Basketball-Bundesliga: Kampf gegen den Trend – TBB gastiert in Ludwigsburg

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TRIER. Nach dem Last-Minute-Sieg des Basketball-Bundesligisten TBB Trier am vergangenen Wochenende gegen die Eisbären Bremerhaven steht für die Schützlinge von Headcoach Henrik Rödl wieder ein Auswärtsstrip an. Am Freitag gastieren die Moselaner bei den MHP Riesen Ludwigsburg (20 Uhr, MHP Arena Ludwigsburg). Eine Aufgabe, die nicht nur wegen der chronischen Trierer Auswärtsschwäche nicht leicht zu lösen sein wird.

Das Hinspiel ist den Anhängern der Trierer Bundesliga-Basketballer noch in schmerzlicher Erinnerung. Am 3. Januar siegten die Barockstädter in Trier mit 75:60. Es war die vielleicht schwächste Trierer Vorstellung in dieser Saison, die vom Gegner mit seinen ausgewiesenen Offensiv-Qualitäten rigoros bestraft wurde.

Die Akteure, die maßgeblich für Ludwigsburgs Auswärtssieg verantwortlich waren, werden auch bei der „Revanche“ die Schlüsselspieler sein, die es in Schach zu halten gilt. Den Sieg vor wenigen Wochen in Trier sicherten DJ Kennedy, der mit 22 Punkten Topscorer der Partie war und die Korbschützenliste der Liga mit diesem Schnitt auch anführt. Kerron Johnson (15,5) und John Brockman (11,1) stehen ebenfalls mit zweistelligen Werten in der Saisonstatistik, Brockman ist darüber hinaus mit 10,2 Abprallern pro Spiel der beste Rebounder der Liga. Diese Qualitäten sind oft genug schon ausschlaggebend, um die jeweiligen Gegner in Schach zu halten. Hakt es mal bei dem einen oder anderen, dann springen, wie im Hinspiel geschehen, Sean Huff (15 Punkte) und John Little (12) in die Bresche.

Henrik Rödl will die Hinspielniederlage denn auch nicht an DJ Kennedy alleine fest machen: „Er war ohne Zweifel stark. Aber im Hinspiel haben auch viele andere gut gespielt. Die Mannschaft hat den Ball gut bewegt und hochprozentig gegen unsere Zone getroffen. Da müssen wir morgen in der Verteidigung besser stehen. Das Spiel gegen Ludwigsburg war eines der Spiele, in denen wir eine Chance auf den Sieg hatten, auch wenn es sicher keines unserer besseren Spiele war.“

Ludwigsburg hat seit dem Spiel in Trier zwei Spiele bestritten, zu Buche stehen ein deutlicher 70:53-Sieg gegen den MBC sowie eine 76:83-Niederlage im Schwabenderby bei den Walter Tigers Tübingen. Nach dem Duell mit der TBB folgt ein hartes Programm: Oldenburg, München und Berlin heißen die folgenden Gegner der Ludwigsburger. Entsprechend motiviert dürften die Schwaben zu Werke gehen.
An Motivation sollte es auch den Gästen nicht mangeln – der Zittersieg gegen die Eisbären Bremerhaven mit dem Buzzer Beater von Jermaine Bucknor sorgte in Trier zuletzt für jede Menge Emotionen. Henrik Rödl: „Es ist ein Auswärtsspiel, das ist eine Situation, in der wir diese Saison noch nicht viel Erfolg hatten. Ich hoffe, dass die Mannschaft mit viel Elan in das Spiel geht, auch mit dem wichtigen Heimsieg im Rücken, um auswärts vielleicht auch mal die Überraschung zu schaffen.“

Trier hat in dieser Saison erst ein Auswärtsspiel gewonnen und steht derzeit vor Tübingen, Bremerhaven und dem nächsten Heimspielgegner Crailsheim (6. Februar) auf Tabellenplatz 15. Ein Sieg in Ludwigsburg wäre in jedem Fall dazu geeignet, sich weitere Luft nach unten zu verschaffen. red/wir

Foto: Triers Topscorer Ricky Harris wird in Ludwigsburg nicht nur als Punktesammler gefordert sein. Vor allem die Ludwigsburger Offensive muss gestoppt werden. Copyright: Helmut Thewalt

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