Todesdrohung nach Cybersex

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LUXEMBURG. Das Internet und vor allem die sozialen Netzwerke werden immer mehr auch Tummelplatz für Kriminelle. Manche so genannte „Freundschaft“, die sich angebahnt hat, entpuppt sich oft schon nach kurzer Zeit als eine Falle. Dann gibt es ein böses Erwachen. Die luxemburgische Polizei verzeichnet in letzter Zeit eine starke Zunahme von Erpressungen mit sexuellem Hintergrund über das Internet.

Im aktuellen Fall bekam ein 22-jähriger via Facebook eine Freundschaftsanfrage von einer Frau. Der junge Mann nahm die Freundschaft an und schon kurze Zeit später entwickelten sich intensive Chat-Gespräche. Irgendwann wird auch geskypt und die Hüllen fallen. Es kommt zu virtuellem sexuellen Kontakt und anschließend eine böse Überraschung.

Nahezu unmittelbar nach dieser Begegnung bekommt der junge Mann eine Textnachricht, in der er aufgefordert wird, über Western Union 500 Euro an eine dritte Person zu überweisen. Sollte er das nicht tun, würde seine „Freundin“ das Nacktvideo von ihm ins Netz stellen. Panik macht sich breit und das Opfer überweist sofort einen Teilbetrag. Die Forderungen allerdings wurden hartnäckiger und der Geschädigte wurde sogar mit dem Tode bedroht, falls er nicht zahlen würde. Daraufhin brach er den Kontakt ab und ging zur Polizei.

Die Luxemburger Beamten teilten mit, dass das Problem in der letzten Zeit immer mehr zunehme, Todesdrohungen allerdings bisher noch nicht dabei waren. Die Täter säßen meist im Ausland und könnten nur in den seltensten Fällen ausfindig gemacht werden. Sowohl die luxemburgische wie auch die deutsche Polizei raten dringend, mit Freundschaftsanfragen und auch mit Skype aufmerksam und vorsichtig umzugehen.

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