Der Demografie zum Trotz – mehr Ausbildung in der Region Trier

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Eine Lehre kommt für immer weniger Jugendliche in Frage.

Bildquelle: Wikipedia

TRIER. Das Gespenst eines zukünftigen Fachkräftemangels geht seit langem in der deutschen Wirtschaft um. Eine wichtige Maßnahme, diesem Mangel entgegen zu treten, ist die Ausbildung von Nachwuchskräften. In der Region Trier scheint das von Erfolg gekrönt.

Dem demografischen Wandel und dem Akademisierungstrend zum Trotz haben sich die Ausbildungszahlen im Zuständigkeitsbereich der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier positiv entwickelt. Wie die aktuelle Erhebung zeigt, sind im vorigen Jahr 1967 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden. Das sind 1,2 Prozent mehr als 2013 (1943 Verträge). Insgesamt waren bei der IHK Trier zum Jahresende 5018 laufende Ausbildungsverträge verzeichnet.

„Das ist ein gutes Signal unserer Unternehmen!“, sagt IHK-Geschäftsführer Marcus Kleefisch. „Sie wissen, wie wichtig Ausbildung für ihren Erfolg und ihre Zukunft ist und bringen daher einen großen Einsatz für den betrieblichen Nachwuchs.“

Förderung für leistungsfähige und schwächere Jugendliche

Auch wenn es sich nur um ein leichtes Plus handele, sei dies mit Blick auf die aktuell schwierigen Umstände auf dem Ausbildungsmarkt sehr beachtlich. Schließlich ziehe es immer mehr Jugendliche an die Hochschulen statt direkt in die Unternehmen, denen es – unter anderem infolge dessen – immer häufiger an qualifizierten Bewerbern mangele. Viele Schulabgänger seien nicht ausbildungsreif, oft hapere es auch an der Ausbildungswilligkeit. „Trotzdem setzen die Unternehmen auf die duale Ausbildung, fördern leistungsfähige junge Leute, nehmen sich aber auch der schwächeren Jugendlichen an und unterstützen sie“, berichtet Kleefisch.

Unterstützung von der IHK

Diese Entwicklung widerlege die jüngste Behauptung des DGB Rheinland-Pfalz/Saarland, viele Betriebe seien nicht bereit, in Ausbildung zu investieren. „Das ist schlichtweg falsch – nicht nur für die Region Trier. Sie kämpfen vielmehr erfolgreich darum, dass der Wirtschaft trotz allem nicht die Fachkräfte von morgen fehlen.“ Die IHK Trier unterstützt dies beispielsweise mit Tipps zum Azubi-Marketing, schmiedet Kooperationen von Schulen und Unternehmen, hilft Jugendlichen bei der Berufswahl und rüstet sie in der Schüler-Azubi-Akademie für das Arbeitsleben. Kontakt: IHK Trier, Marcus Kleefisch, Telefon (06 51) 97 77-3 01, E-Mail: kleefisch@trier.ihk.de

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