Es war einmal…2014 – Der lokalo.de Jahresrückblick

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TRIER. Es war einmal im Jahr 2014. Im beschaulichen Moseltal regierte nach wie vor König Klaus I. Doch die Tage des Monarchen waren nach der Ankündigung, nicht mehr für des Volkes Wille zur Verfügung zu stehen, gezählt. In seinem Windschatten machten sich gleich drei potentielle Kronerben bereit. Herzogin Hiltrud, Land auf, Land ab bekannt wie ein bunter Vogel. Mithilfe der schwarzen Seite der Macht wollte sie den Trierer Thron erklimmen.

Darauf hegte jedoch auch Wandersmann Wolfram Ambitionen. Der weitgereiste Beamte kam mit Erfahrung im Gepäck aus dem Ländle an alte Wirkungsstätte zurück. Um des Trierers Oberhaupt zu werden, versprach er nicht nur Zuckerbrot, sondern auch die schwarz genullte Peitsche. Herzogin Hiltrud und Wandersmann Wolfram folgte Kinderheiler Konrad. Mit grünen Allzweckmitteln aus fernen Landen sollte Trier revolutioniert werden.

König Klaus I. ließ sich von der harmonischen Tafelrunde nicht schrecken. Wie auch, hatte er doch sich und sein Dezernentengespann durch unruhige Fahrwasser zu schippern. Schimmelprobleme im Egberter Gebälk, Unebenheiten im städtischen Pflaster oder Narren im Käfig – im Königreich gab es noch viel zu tun. Und wie die Flächen innerhalb des Reiches zu verteilen seien, darüber gab es nicht nur in Zewen Diskussionen.

Eines jedoch einte das Volk: Der Wunsch nach Anbindung per Fernkutsche – doch aus der Traum. Der Weg ins Umland wird künftig lang und beschwerlich. Dagegen sträubten sich vor allem grüne und konservative Untertanen. Die also, die die im Jahre 2014 für große Romantik sorgen. Es klingen die Glocken im gesamten Königreich, wenn die Verlobung der Schwarzen und Grünen feierlich zum Ende geführt wird. Papa Bernhard und Opa Rainer führen die beiden Eheanwärter bisweilen stolz zum Altar.

König Klaus I. können diese Turbulenzen nicht schockieren. Seinen Thron wird er nur noch bis zum 31. März wärmen. Dann wird ihm Wandersmann Wolfram das Zepter abnehmen – und mit ihm sein emsiger Adlatus  Sven, der, Land auf, Land ab bekannt, die Zügel des sozialdemokratischen Reiterszuges fest in der Halt hält.

Klaus Hofschranzen hingegen können das wohl kaum von sich behaupten. Dem Dreiergespann Angelika, Thomas und Simone wird zwar die Aufsicht über Kinder, Bauten, sowie Brot und Spiele überlassen, Applaus aus des Volkes Mitte bleibt jedoch aus. Olewiger Schülerkarawanen, Probleme mit ruhenden Gespannen oder baufällige Hütten im fernen Westen lassen den Daumen wohl kaum nach oben zeigen.

Daumen hoch oder Daumen runter bekam des Königs Untertan Calchera dieses Jahr zu spüren. Nach dem Motto: Wer nicht hören will, muss fühlen. Kritik ist im Moselstädtchen offenbar nicht erwünscht. So schimpft der Eismann über des Königs Pflaster und schon angerückt kommt ein Laster. Untertan Calchera wird so zum modernen Medienheld, weil er ausspricht, was das Volke denkt.

Begeisterungsstürme jedoch zur närrischen Zeit. Das schon lange gepflegte Brauchtum der Narretei kann endlich fortgesetzt werden. Darauf ein Prosit. Entgegen der Großfürsten – und herrinnen Meinung. „Denket an die Kinder“, rief Angelika I. mahnend vom Balkon und Großfürst Thomas I. stimmte in diese Klage ein. Drum feierte man zunächst im Käfig. Die Ratsherren zeigten in neuer Besetzung wenig Begeisterung und stürzten des Großfürsten Wunsch. Nun können die Champagnerbäche wieder strömen und das Volk sich „atemlos“ betören.

Und so war es doch ein anstrengendes Jahr für Klaus I., dass er froh sein kann, dass Wolfram I. das Zepter übernimmt. Dessen erste Königstat: Gast auf der Traumhochzeit zweier Untertanen, deren unbegrenzte Liebe zwar besiegelt, aber lange nicht bewiesen scheint.

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