Ab Januar wird es teurer – Pro Bahn kritisiert Fahrpreiserhöhungen

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Bildquelle: Wikipedia

TRIER. Busse uns Bahnen werden im Bereich des Verkehrsverbunds Region Trier (VRT) ab dem 1. Januar teurer. Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert diese Erhöhung und zieht Vergleiche mit anderen Regionen.

Um durchschnittlich drei Prozent wird sich die Nutzung von Bus und Bahn ab morgen in der Region Trier erhöhen. Der VRT nennt diese Anhebung zurückhaltend. Als Beispiel gibt er an, dass der Fahrpreis für die größtmögliche Entfernung, die Strecke zwischen Trier und Kelberg, gerade einmal um 35 Cent steige. In der Stadt Trier selbst steigen die Preise um 10 Cent.

Der Fahrgastverband Pro Bahn regt sich trotzdem über die Erhöhungen auf und sieht sie als nicht gerechtfertigt an. Es gebe weder bessere Verbindungen noch sei das Angebot ausgeweitet worden. Dabei blickt Pro Bahn nicht so sehr auf die Preise der Einzeltickets, sondern viel mehr auf die Dauerfahrkarten. Mit Einzeltickets seien keine Dauerkunden zu gewinnen, heißt es bei Pro Bahn, und Dauerkarten seien in der Region erheblich zu teuer. Als Beispiel führt der Verband den Kreis Rhein-Neckar an. Dort koste ein Monatsticket im Schnitt rund 80 Euro. Im Bereich des VRT seien es 267 Euro.

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20 KOMMENTARE

  1. Die können ihre Preise erhöhen bis niemand mehr mitfährt. Ich boykottiere den VRT und die SWT seit Jahren da das Preis Leistungsverhältnis in keinem Verhältnis mehr steht und die Einführung der Sternfahrten ein Zeitverlust ohne Ende ist wenn man von A nach B kommen will.
    Gottseidank habe ich ein Auto und bei Preisen von über 200 Euro im Monat würde ich mir auch keine Monatskarte antun.

    Immer wenn ich im Ruhrgebiet Familie besuche sehe ich wie man es auch besser machen kann mit dem ÖPNV

      • ja das tue ich , die haben mehr Schulden als Trier und trotzdem investieren die auch weiterhin in den ÖPNV dort würde ich mir sofort ein Monatsticket kaufen und ein Auto halten. Trier als Oberzentrum sollte eigentlich den ÖPNV atttraktiv halten für die Einwohner der Region aber die machen das Gegenteil die halten ihn seit Jahrzehnten unattraktiv und vergraulen diejenigen die nicht auf ihn angewiesen sind.

  2. @A. Hau: Ich kann mich Ihrer Meinung nur anschließen. Und mit solchem Praktiken der Fahrpreisgestaltung (Wucher) wird dann auch die Westtrasse zum Flop, da die Leute dann weiterhin mit ihrem eigenen PKW oder Emil Weber fahren werden. So sind dann die nächsten Steuergelder jetzt schon verschwendet. Dank unserer Kommunalpolitik. Danke noch an alle Grünen, ihr schafft es schon unser Trier komplett an die Wand zu fahren.

    • Ohne die niedrigen Dieselpreise wäre der Preisanstieg noch höher.
      Die Preistreiber sind solche Sachen wie Mindestlohn. Ja, es gibt Busfahrer im VRT, die fahren für 7,60 € .
      Nicht zu vergessen die Verluste mit den Beteiligungen am Kraftwerk in Hamm/NRW und die Praktiker-Pleite.
      Immerhin war man so schlau, als selbst für Kunden absehbar war das die Baumärkte aus dem letzten Loch pfeifen einen Stromliefervertag ohne Vorkasse für alle Märkte Bundesweit abzuschließen.
      Die Strompreis musste man senken. Weil: Den Strom kann man auch bei den Stadtwerken Pußemuckel kaufen. Busfahren kann man in Trier aber nur mit VRT.

      • Selten so einen Stuss gelesen. Die Preistreiber im VRT sind eben nicht die SWT. Eine von Ihnen konstruierte Verbindung zwischen dem Kraftwerksprojekt Hamm und den Fahrpreisen ist nichts als Populismus.

        • Ja, die SWT können sich immer hinter diesem saudämlichen Kombi-Vertrag verstecken, aus dem man nicht aussteigen kann. Und so sind immer die anderen Schuld.
          Ein Euro für eine Zone und einsfünfzig für zwei Zonen wären genug. Vielleicht würden die Gesamteinnahmen genau so hoch sein wie jetzt und ein paar Autos weniger in der Stadt unterwegs sein. Ach nein, das ist ja auch nicht gewünscht, weil die SWT die Parkhäuser sonst nicht voll bekommen würden….

          • Die Preiselastizität der Nachfrage im ÖPNV ist extrem unelastisch. Selbst mit den von Ihnen gennanten Preisen würde kein „run“ auf den Nahverkehr stattfinden. Dafür ist Bus und Bahn zu unkomfortabel im Vergleich zum eigenen PKW. Zudem verdrängen PKW Besitzer die versunken Anschaffungs und Unterhaltungskosten meist, so dass der PKW subjektiv billiger erscheint.

  3. Laut gebrüllt, Löwe Fischer! Dann fahren Sie mal 1 Jahr für 7,60€ die Stunde. Und bezahlen Ihren Lebensunterhalt samt Miete ohne Hintertürchen.

    • Ich habe nie gesagt das ich das gutheiße. Im Gegenteil ! Früher, bei den Stadtwerken wurden die Busfahrer ordentlich bezahlt. Bei den Stadtbus Ggmbhs und sonstigen Subs eben nicht. Was ich als Riesengroße sauerei ansehe.
      Ich wollte nur erklären, woher der Mehrbedarf an Geld kommt.

  4. Zum leidigen Thema SWT fplgendes:

    Strom bekomme ich von Grünwelt

    Gas von den Stadtwerken Duisburg

    Bus fahre ich seit 4 Jahren nicht mehr

    Wasser bekomme ich von den SWT, geht ja leider nicht anders

    Schlimm wenn Leute auf den Bus angewiesen sind, das ist eine absolute Frechheit von denen, und ein Kreislauf. Ist der Bus teurer verlieren sie Kunden dann ziehen die die Preise wieder an.

    • SWT ist eine einzige Katastrophe.
      Haushaltstrom beziehe ich wesentlich günstiger über Grünwelt, allerdings weigern die SWT
      sich, mich aus dem Nachtspeichertarif zu entlassen, obwohl Grünwelt den auch liefern würde.

  5. Och schön!

    Was wäre in unserem schönen Städtchen welcher Artikel auch immer über öffentlichen Personennahverkehr ohne den üblichen Stapel von „Gottseidank habe ich ein Auto“-Kommentare? Am besten unmittelbar gefolgt von dem ebenso üblichen „Wer tut endlich was gegen die ständigen Staus“- und „Wann gibt es endlich genug Parkplätze für Alle“-Geheule.

  6. Ist Autofahren wirklich günstiger? Subjektiv mag es sein, aber ihr vergesst Steuern, Versicherung, Anschaffungspreis des Fahrzeugs, Wartungskosten (Inspektion, Reparaturen) und ggf. Stress als Selbst-Fahrer.

    Autofahren ist natürlich viel flexibler, bequemer und man kann schneller, da auf direktem Weg, von A nach B gelangen.

    • Was man auch nicht vergessen darf ist bei schlechter ÖPNV Infrastruktur die Zeit die man täglich mehr aufwendet um zb zum Arbeitsplatz zu kommen oder von A nach B . Am Ende des Jahres stehen da ggfs viele Stunden und auch Zeit ist Geld .

      • Damit hast du natürlich vollkommen Recht; ÖPNV hat imho primär bei wenigen km Fahrt einen Vorteil, ansonsten überwiegt die Bequemlichkeit und Geschwindigkeit im eigenen PKW – es sei denn, man nutzt die Fahrtzeit in Zug oder Bus noch zum Lesen oder Wachwerden (wobei … manche führen ja auch in geistiger Umnachtung ihr Auto 😀 ).
        Deswegen sage ich ja auch, dass der innerstädtische ÖPNV nur attraktiver werden kann, wenn Autos ganz bewusst ausgebremst werden, also max. Tempo 30 in der gesamten Innenstadt…

        • Ob es mit generell Tempo 30 besser wird wage ich zu bezweifeln.
          In Wohngebieten macht es Sinn, auf Zubringerstraßen, Durchgangsstraßen usw. absoluter Nonsens (lediglich meine Meinung).

    • Steuern und Versicherung darf man da nicht reinrechnen. Die muss ich bezahlen ob das Auto zuhause steht oder fährt. Ich fahre mit dem Auto. Habe kostenlosen Firmenparkplatz. 3 km Entfernung mit Auto, 7 Min Fahrtzeit. Mit Bus bin ich , mit Umsteigen , 36 Min Fahrtzeit+ Zeit zur Haltestelle . Fahrrad? Nicht mehr in meinem Alter mit meinem Knie und rücken von der Höhe ins Tal. (Hin ging ja noch, aber zurück?)

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