Eine herausragende Persönlichkeit: Günther Reh ist tot

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Günther Reh (vorne sitzend) mit Ehefrau Käthi im Rahmen einer Feierstunde zur Anerkennung der "Günther Reh Riesling Stiftung".

Bildquelle: ADD

TRIER. Günther Reh ist am Heilig Abend im Alter von 86 Jahren verstorben.

Mit Günther Reh verliert die Stadt Trier, die Region und auch das Land Rheinland-Pfalz eine Persönlichkeit, wie sie nur selten zu finden ist. Reh hat sich nicht nur als Unternehmer, sondern auch als ein sozial und kulturell äußerst engagierter Mensch einen Namen gemacht. Im Jahr 2012 wurde Günther Reh von Bundespräsident Gauck mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, das er in einer Feierstunde im Kurfürstlichen Palais in Trier durch Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreicht bekam. Die damalige Sozialministerin würdigte die Lebensleistung Reh’s als etwas „außerordentliches, auf das er stolz sein könne.“

Günther Reh hatte 1962 den väterlichen Betrieb übernommen und wurde zu einem der größten Sektproduzenten der Welt. Die Sektkellerei Schloss Wachenheim AG mit Produktionsstandorten in Deutschland, Frankreich, Polen, Rumänien und Tschechien und Marken wie Faber, Feist, Schloss Wachenheim, Nymphenburg Sekt und Schweriner Burggarten zählt mit einem Umsatz im Geschäftsjahr 2012/2013 von 307 Millionen Euro zu den bedeutendsten Unternehmen im europa- und weltweiten Schaumweingeschäft.

In mehreren Stiftungen förderte Reh die Kultur in unserer Region und den Weinbau. Sein soziales Engagement zeigte sich unter anderem im Umbau des Graacher Josephshof, der zu einem Wohnheim mit integrierter Werkstatt für Menschen mit Behinderung wurde. Wesentlichen Anteil hatte Günther Reh auch an der Wiederentstehung des Klosters Machern in Bernkastel-Wehlen, dessen Restaurierung er maßgeblich unterstützte.

Zu weiteren Aktivitäten der Familie Reh in Trier gehören auch zahlreiche bedeutende Immobilien. Darunter auch die historischen Gebäude wie die Steipe am Hauptmarkt und das Dreikönigshaus in der Simeonstraße, die heute von der Trierer Bürgerverein 1864 GmbH verwaltet werden.

Seit etlichen Jahren lebte der 86-jährige Leiwener in der Trierer Innenstadt. Bekannt war er auch für seine Bescheidenheit, mit der er in der Öffentlichkeit in Erscheinung trat. So sagte er anlässlich der Ordensverleihung durch Dreyer: „Die Freude und Begeisterung der Menschen zu sehen, denen ich helfen konnte, waren mir immer Dank und Anerkennung genug.“

In einer ersten Stellungnahme würdigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer den Verstorbenen. „Die Entwicklung der Großregion lag Günther Reh sehr am Herzen. Er war ein Unternehmer, der in der Großregion gelebt hat, immer sehr bescheiden war und die Gemeinschaft an seinem Erfolg hat teilnehmen lassen.“

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