2015 bringt Veränderungen – Malu Dreyer zum Mindestlohn

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Bildquelle: Wikimedia Commons

MAINZ/TRIER. Das bevorstehende Jahr 2015 wird manche Veränderung bringen, über die sich mancher freut und die von manchem abgelehnt werden. Eine Veränderung ist der flächendeckende gesetzliche Mindestlohn, um den es nach wie vor hitzige Debatten gibt. Zusammen mit Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler hat sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu diesem Thema aus Rheinland-Pfälzischer Sicht geäußert.


„Der 1. Januar 2015 ist ein ganz besonderer Tag für Deutschland. Der von Rheinland-Pfalz seit vielen Jahren geforderte flächendeckende gesetzliche Mindestlohn ist endlich Wirklichkeit. Es ist ein riesiger Schritt, dass ab heute für die Beschäftigten in Deutschland ein Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro gilt.“ Das unterstrichen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler anlässlich des ab 1. Januar 2015 geltenden Mindestlohnes.

Rheinland-Pfalz in der Vorreiterrolle

„Wir haben lange auf diesen Tag gewartet. Seit 2007 hat Rheinland-Pfalz sich in mehreren Bundesratsinitiativen für die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohnes eingesetzt und mit dem seit 2011 in Rheinland-Pfalz geltenden Landestariftreuegesetz eine wesentliche Vorreiterrolle für faire Löhne eingenommen“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Leben von dem. was man verdient

Ministerin Bätzing-Lichtenthäler ergänzte: „Jetzt ist es wichtig, dass das Gesetz in der Praxis auch tatsächlich umgesetzt wird und jeder Beschäftigte den Lohn erhält, der ihm zusteht, mindestens aber den Mindestlohn, damit gewährleistet ist, dass er von dem, was er verdient, auch leben kann.“

In diesem Zusammenhang komme der beim Bundesarbeitsministerium eingerichteten Hotline eine wesentliche Rolle zu. Es bestehe aber auch die Möglichkeit, allgemeine Fragen zum Mindestlohn zu stellen und zum anderen können unter dieser Hotline Versäumnisse und Verstöße gegen den Mindestlohn von 8,50 Euro gemeldet werden.

Ein Tag der großen Freude

Darüber hinaus müsse der Blick auch direkt auf weitere dringende arbeitsmarktpolitische Themen, wie zum Beispiel die Eindämmung des Missbrauchs atypischer Beschäftigungsformen sowie die Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeitswelt auf die Beschäftigten gerichtet werden. „Es gibt noch viel zu tun, aber am heutigen Tag steht die große Freude über das, was wir mit der Einführung des Mindestlohns erreicht haben, im Vordergrund“, betonten die Ministerpräsidentin und die Arbeitsministerin.

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1 KOMMENTAR

  1. Soso Frau Dreyer, leben von dem was man verdient. Mit 8,50 € ist das für viele Familien , gerade in der Stadt Trier bei dem Mietpreisniveau eine äußerst karge Angelegenheit.
    Der Mindestlohn ist eine im Prinzip gute Sache, jedoch hätte man nicht das Lohnhöhe nehmen dürfen, die vor 15 Jahren schon nicht ausreichend war.

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