Vandalismus auf Sportplatz – Hoher finanzieller Schaden für Verein

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Symbolfoto.

TRIER. Die Pluwiger Fußballer können es kaum fassen. In der vergangenen Nacht wurde die neu angelegten Rasenfläche ihres Vereins zerstört. Drei Fahrzeuge waren auf das Gelände gelangt und hatten dort heftige Verwüstungen hinterlassen. Den ortsansässigen Verein trifft das vor allem finanziell.

Wie Daniel Clemens vom DJK Pluwig-Gusterath berichtet, hatten Zeugen drei Fahrzeuge beobachtet, die gegen 00:50 Uhr durch das Tor der Sportanlage fuhren und auf dem neu angelegten Rasenplatz der Fußballer ihre Runden drehten. Glücklicherweise befanden sich mehrere jugendliche Mitglieder des Vereins zur gleichen Zeit im Jugendraum in der Nähe der Anlage.

Sie beobachteten die Täter und notierten sich deren Kennzeichen. Durch diese schnelle Reaktion konnte die Polizei die nächtlichen Randalierer bereits identifizieren. Die jungen Männer gestanden die Tat.

Die nächtliche Spritztour kommt den Verein voraussichtlich teuer zu stehen. „Durch die Fahrzeuge ist ein großflächiger Schaden am Rasen entstanden“, berichtet Clemens. Das Gras im Mittelkreis ist komplett herausgerissen. Genau beziffert werden kann die Schadenshöhe noch nicht. Erstens, weil der Schnee noch weite Teile der Fläche verdeckt und zweitens weil der Verein die Folgekosten noch nicht exakt berechnen kann.

Denn: Der Platz war als Spielstätte für die Liga-Rückrunde der Fußballer gedacht. Die Spiele waren entsprechend gelegt worden. Im ebenfalls neugestalteten Clubhaus sollten zu den Spielen Essen und Getränke verkauft werden. Sowohl die Spiele, als auch die Verkaufseinnahmen fallen nun flach.

Ob der Platz komplett neu gesät werden, oder einzelne Flächen gesondert ausgebessert werden können, steht noch nicht fest. Für die Rückrunde steht der Platz jedoch nicht zur Verfügung. 14 Mannschaften des Vereins von den Jüngsten bis zu den Senioren müssen nun Ausweichplätze für ihre Spiele finden. Dabei fallen vermutlich Nutzungsgebühren an, die der Verein zahlen muss. Von einem vierstelligen Betrag ist monatlich die Rede, der auf den Verein zukommen wird. Der Sportverein hofft auf die Hilfe umliegender Gemeinden, die ihre Plätze kostengünstig zur Verfügung stellen können.

Die Gemeinde hat als Eigentümer des Platzes Anzeige gegen die Täter erstattet. Der Sportverein will als Nebenkläger auftreten, um entsprechende Schadensersatzansprüche geltend zu machen.

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6 KOMMENTARE

  1. Die Klage wird rechtlich wohl Erfolg haben , da zeugen und Geständnis vorhanden. Ob jedoch was zu holen ist, steht auf einem anderen Blatt. Oder ist es hier möglich, die „Tatwaffen“ zu beschlagnahmen und versteigern zu lassen?

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