Schneechaos in der Region – auf vielen Straßen geht nichts mehr

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Bildquelle: lokalo.de

TRIER/LUXEMBURG/EIFEL. Eigentlich war es voraus zu sehen: Der Winter kommt und auf den Straßen herrscht Chaos. Viele Abschnitte der Autobahnen in der Region sind gesperrt. Vorwiegender Grund: LKW stehen quer und blockieren die Straßen. Und Entspannung ist, wenn der Deutsche Wetterdienst recht behält, noch nicht in Sicht.

Die aktuellste Meldung zuerst: Die Autobahn A 48 ist ab der Auffahrt Ulmen in Richtung Trier bis zum Autobahndreieck Vulkaneifek komplett gesperrt. Grund sind die Querstehenden LKW, die auf der geschlossenen Schneedecke nicht weiter kommen. Das teilte auf Nachfrage von lokalo.de die Dienststelle der Autobahnpolizei in Schweich soeben mit. „Die Strecke bei Hasborn geht im Moment noch“, so die Beamtin in Schweich, „ist aber auch mit großer Vorsicht zu genießen.“

Fast möchte man sagen, es ist wie immer. Etliche Behinderungen entstehen durch Fahrzeuge, die mit Sommerreifen unterwegs sind. Diese Pneus werden mit der aktuellen Witterung einfach nicht fertig. Die Straßenverkehrsordnung ist zwar in der Frage der Winterreifen an manchen Stellen ein bisschen schwammig, aber eine Aussage ist eindeutig. Der Gesetzestext schreibt vor, dass ein Kraftfahrzeug bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte nur mit Reifen gefahren werden darf, welche die in Anhang II Nr. 2.2 der Richtlinie 92/23/EWG beschriebenen Eigenschaften erfüllen. Dort ist festgelegt, dass das Laufflächenprofil und die Struktur von M+S-Reifen so konzipiert sind, dass sie vor allem auf Matsch sowie frischem oder schmelzendem Schnee bessere Fahreigenschaften gewährleisten als normale Reifen. Die im Fachhandel gekauften Winter- und Ganzjahresreifen mit M+S-Kennzeichnung erfüllen die so beschriebenen Voraussetzungen.

Wer sich an diese Vorschrift nicht hält, riskiert ein Bußgeld von 60 Euro und einen Punkt in Flensburg. Wird ein Fahrzeug durch fehlende Winterreifen zu einem Verkehrshindernis, erhöht sich das Bußgeld auf 80 Euro. Aber nicht nur Das. Kommt es durch falsche Bereifung zu einem Unfall, muss der Fahrer von Sommerreifen mit drastischen Leistungskürzungen durch die Kaskoversicherung rechnen, weil ihm grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen wird. Abgesehen davon ist ein solches Verhalten auch eine Rücksichtslosigkeit gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern. Auch wenn es durch ein liegengebliebenes Fahrzeug nicht zu einem Unfall kommt, werden andere Verkehrsteilnehmer behindert. Deshalb ist die Aussage der Beamtin von der Autobahnpolizei Schweich eindeutig: „Autos mit Sommerreifen haben derzeit auf der Straße nichts zu suchen!“

Es gab in der Region in der vergangenen Nacht und auch am Morgen, sowohl auf den Autobahnen als auch auf Bundesstraßen, kaum einen bergigen Abschnitt, der nicht betroffen war. Auf der B51 bei Bitburg, zwischen der Anschlussstelle der A 60 und dem Flughafen ging nichts mehr. Die Strecke musste gesperrt werden und ist erst seit 10 Uhr wieder frei gegeben. Die A1 bei Reinsfeld war ebenfalls dicht. Gleiches gilt für die Autobahn Richtung Luxemburg und auch für die Autobahnen im Großherzogtum selbst. Die Luxemburger Polizei rät, Strecken mit großer Steigung und Gefälle zu meiden, da die meisten Abschnitte durch querstehende oder liegengebliebene Fahrzeuge blockiert sind oder starke Behinderungen aufweisen.

Eine andere Gefahr besteht auf waldreichen Streckenabschnitten. Aktuell warnt die Polizei in Wittlich aus akutem Anlass vor Fahrten durch waldreiche Gebiete, da von Ästen, die unter der Schneelast abbrechen oder gar von Bäumen, die komplett umstürzen, eine große Gefahr ausgeht. Aktuell musste im Bereich der Wittlicher Polizei schon ein Autofahrer befreit werden, der von umgestürzten Bäumen eingeschlossen war.

Auch für die Bahn stellen die Bäume einen starken Behinderungsgrund dar. Der Betrieb auf der Strecke zwischen Gerolstein und Trier ist aktuell bis auf weiteres eingestellt. Grund sind der starke Schneefall und Bäume, die auf die Gleise gestürzt sind.

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1 KOMMENTAR

  1. 60€ viel zu wenig ohne Winterreifen die lernen es doch nie 600€ und mehr für einen guten Zweck und ein Fahrverbot wäre mal angebracht

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