Weiterhin Probleme bei Zugverbindungen in der Region

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Der deutsche Zug heißt zwar Flirt, mag sich aber von seinem Luxemburger Pendant nicht küssen lassen.

Bildquelle: Wikipedia

TRIER/LUXEMBURG. So richtig rund läuft es bei der Deutschen Bahn nicht, nachdem der neue Fahrplan gültig geworden ist. Besonders die Verbindungen von und nach Luxemburg haben ihre Probleme. Unter anderem deshalb, weil sich die Waggons aus Luxemburg mit denen aus Deutschland kupplungstechnisch nicht vertragen.

Es sollte der große Wurf werden. Die Bahnstrecken sollten für die Fahrgäste attraktiver werden. Ganz laut wurde die Werbetrommel gerührt und auch mit Eigenlob nicht gespart. Aber irgendwie klappt das alles nicht so ganz. Die Beschwerden werden laut und lauter. Ganz besonders in der Region betroffen ist die Strecke Luxemburg – Trier – Koblenz. Da scheint gar nichts zu funktionieren. Die Strecke soll seit dem 14. Dezember von der Luxemburger CFL bedient werden. Eigentlich sollten es täglich 18 Züge auf der Strecke bis nach Trier geben, die dann an den Rhein weiterfahren. Tatsächlich fahren derzeit aber nur drei.

KISS gegen Flirt

Eines der Probleme ist die Strecke bei Igel, die durch eine richterliche Anordnung nur eingleisig befahren werden darf, obwohl inzwischen zwei Gleise vorhanden sind. Das war in der Tat nicht vorhersehbar. Ein anderes Problem aber ist, dass die Luxemburger Waggons mit den deutschen Wagen nicht kompatibel sind. Beide stammen vom selben Hersteller, der schweizerischen Firma Stadler und haben symbolträchtige Typenbezeichnungen. Die Luxemburger Version heißt KISS, die deutsche Flirt.

In Trier wird gewendet

Aber hier wird weder geflirtet noch geküsst. Vorgesehen war, dass in Trier die Züge aus Luxemburg mit denen aus Saarbrücken zusammen gekoppelt weiter nach Koblenz fahren sollten. Das klappt aber nicht, weil Auflagen des Eisenbahnbundesamtes noch nicht erfüllt sind und es wohl auch Softwareprobleme gibt. Bis man das im Griff hat, werden wohl noch drei Monate vergehen. Jetzt fahren die Luxemburger Züge ungeküsst bis Trier und drehen dann wieder um.

Derweil häufen sich die Beschwerden wegen der Verspätungen und des zu geringen Platzangebotes. Die Deutsche Bahn selber bezeichnet die Probleme als gering, bezeichnet aber gleichzeitig die Verbindung zwischen dem Großherzogtum und Koblenz als einen Brennpunkt.

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3 KOMMENTARE

  1. Is ja schon der Witz, das die Züge in Östereich hergestellt wurden. Die Firma war mit Sicherheit am preiswertesten; und jetzt ist die Kacke am dampfen. Ist fast immer so bei Ausschreibungen: die Billigsten sind nicht die Besten.

  2. Da mein Post gelöscht wurde nochmal
    Bitte Artikel korrigieren:
    Stadler ist ein schweizer Unternehmen.
    Die Zulassung des Eisenbahnbundesamtes liegt laut Pressemitteilung des Herstellers seit Anfang Dezember vor.

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