Weg!

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Wo ist er denn geblieben, der Trierer Weihnachtsmarkt?

Bildquelle: lokalo.de

TRIER. Einen Monat lang herrschte auf dem Trierer Hauptmarkt und auf dem Domfreihof drangvolle Enge. Die Buden des Weihnachtsmarktes hatten alles in Beschlag genommen. Und dann, innerhalb einer Nacht, war alles vorüber. Alles ist weg.

Man kann über den Trierer Weihnachtsmarkt denken, was man will. Es hat zahlreiche Diskussionen über ihn gegeben. Der Mietpreis, den der Veranstalter an die Stadt zu zahlen hat, war und ist genauso umstritten wie die Vergabepraxis der Marktbuden an potenzielle Interessenten, von denen viele keine Chance haben. Trotzdem war auch 2014 der Weihnachtsmarkt offensichtlich ein voller Erfolg. Wie von offizieller Seite zu vernehmen ist, sollen es alleine über 500 000 Besucher aus dem Ausland gewesen sein, die wegen des Weihnachtsmarktes an die Mosel gekommen sind. Die meisten mit Reisebussen.

Ein großes Kompliment darf man dem Veranstalter nicht vorenthalten. Die Logistik ist ein Meisterwerk. Montagabend, gegen 23 Uhr: Der Domfreihof ist noch vollgestellt. Alle Buden sind noch da. Das gleiche Bild auf dem Hauptmarkt. Erst vor wenigen Stunden sind die letzten Besucher gegangen, haben die letzte Currywurst, den letzten Backfisch gegessen und auf die Schnelle noch einen Glühwein getrunken. Dienstagmorgen, 9 Uhr: Beide Plätze sind leer. Es ist, abgesehen von marginalen Kleinigkeiten, nichts mehr davon zu sehen, dass hier vor wenigen Stunden noch Weihnachtsdeko, Pullover und Eifelschnaps verkauft wurde. Ob das ein anderer Veranstalter auch so hinbekommen würde, darf in Zweifel gezogen werden.

Es gibt wieder freie Sicht auf den Hauptmarkt.
Es gibt wieder freie Sicht auf den Hauptmarkt.

Jetzt gehört der Hauptmarkt und der Platz vor dem Dom wieder den Trierern. Man kann die Aussicht auf die älteste Bischofskirche Deutschlands wieder genießen und ohne Behinderung diagonal über den Marktplatz gehen. Bis im nächsten Jahr wieder die Buden aufgebaut werden und die Menschen aus aller Welt wieder kommen werden, zu einem der angeblich schönsten Weihnachtsmärkte im ganzen Land.

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12 KOMMENTARE

  1. „Ob das ein anderer Veranstalter auch so hinbekommen würde, darf in Zweifel gezogen werden.“

    Ob man mit den Einnahmen, die der Stadt Jahr für Jahr durch die absurd lächerliche Platzmiete durch die Lappen gehen, genug Osteuropäer bezahlen könnte, um in einer Nacht 5 Weihnachstmärkte abzubauen, eher nicht.

    • Selten solch dümmliche Lobhudelei für diesen schrottmarkt gelesen! 500000 Leute überwiegend mit Bussen!!!!!!! 1 Bus = ca 50 Plätze ! Ergo 10000 Busse 30 Tage Dauer = 333 Busse pro Tag! Wo bitte haben diese Busse denn geparkt? Solche Märchen/Lügen der Fa Bruch glauben nur die provinzpolitiker der Stadt Trier !!!!!!!!

      • Der obere Teil der Weihnachtspyramide (Propeller) waren gestern Mittag schon weg. ebenso einige Anbauteile und die Schirme vor den Glühweinständen!
        Der letzte tag zählt eigentlich nicht mehr.

      • Hat der Wirtschafts-und Tourismusdezernent von einer anerkannten Fachfirma messen, Zählen und bewerten gelassen: Dem ADAC. Die liefern schon seit Jahren Hochseriöse zahlen zur Rally-WM.
        Fragen Sie mal den Herrn Leuckefeld vom Stadtrat. der kann das bestätigen.

      • Die Rechnung stimmt doch vorne und hinten nicht!!!!!

        Wer sagt denn, dass die Busse immer voll besetzt waren?????? Vielleicht saß ja, wie bei den PKWs, immer nur der Fahrer drin. Das wären dann schon 500.000 Busse!!!! Das möchte ich jetzt aber auch wissen, wo die alle geparkt haben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  2. Wer kommt wie auf diese Besucherzahlen??? Wahrscheinlich ähnlich wie beim Altstadtfest , also eher Bauchgefühl ;-). Es ist schlichtweg unverantwortlich Mutmaßungen als Fakt zu kommunizieren. Und vor allem was soll die Lobhudelei auf den Veranstalter? Meistens sieht man einen Tag nach einem Event kaum noch ewas oder gar nichts mehr von demselben.
    Trier ist und bleibt Provinz – schade eigentlich.

    • Typisch Trier, man kann es nicht fassen und mit grossen Zahlen umgehen, man denkt kleinbacken. Ich wohnte 16 Jahre in Erlangen bei Nürnberg, genauso viel Einwohner wie Trier. Die sind stolz und selbstbewusst, „WIR sind GROßSTADT.“ Fahr doch mal einer dahin, das ist ein Provinzkaff dagegen ist Trier eine riesen Grossstadt. Man muss mal rauskommen um mitreden zu können.

    • ne. Einfach gerechnet: Jeder Besucher trinkt im Schnitt 4 Tassen Glühkirsch. Also: Anzahl verkaufter Glühkirsch geteilt durch 4 = 500000. Dem Umsatz kann man sich ja ausrechnen.

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