Das kostenlose WLAN kommt – Ein Modell auch für Trier?

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Kostenloses WLAN für die Innenstadt als Service für Touristen und Einheimische. In Luxemburg wird das nun möglich.

Bildquelle: Stadtwerke Trier

LUXEMBURG. In der zweiten Jahreshälfte 2015 wird Luxemburg den Vorsitz im Rat der Europäischen Union übernehmen. Anlass genug, sich möglichst modern und innovativ nach außen zu präsentieren. Luxemburgs Ministerpräsident Xavier Bettel kündigte an, dass im Zeitraum von Juli bis September in der Luxemburger Innenstadt kostenloses WLAN zur Verfügung gestellt werde. Ein Modell auch für Trier?

Pforzheim macht es, Aalen macht es, Düsseldorf macht es, Hamburg plan es, München macht es schon länger: Kostenlose WLAN-Hotspots zur Verfügung stellen. Davon sollen Touristen wie Einheimische gleichermaßen profitieren. Denn der kostenlose Service kann vielseitig genutzt werden. So lassen sich Öffnungszeiten online nachprüfen, Busfahrpläne aufrufen oder einzelne Produktinformationen nachschlagen.

In vielen deutschen Städten gilt das Angebot als unverzichtbar, um gegen den boomenden Online-Handel gewappnet zu sein. Das sieht auch Luxemburg so. Deshalb lässt Ministerpräsident und Kommunikationsminister Xavier Bettel derzeit prüfen, ob das kostenlose WLAN auch über die Ratspräsidentschaft Luxemburgs hinaus angeboten werden kann. Viele Städte finanzieren das Angebot mit Werbung auf der Einstiegsseite.

Die WLAN-Nutzung bringt viele Vorteile mit sich. Schon heute können Smartphone-Besitzer über das mobile Internet beispielsweise freie Parkflächen abfragen.
Die WLAN-Nutzung bringt viele Vorteile mit sich. Schon heute können Smartphone-Besitzer über das mobile Internet beispielsweise freie Parkflächen abfragen.

Auf der Einstiegsseite erfolgt die Registrierung für die Nutzung. Denn in Deutschland gilt juristisch gesehen die sogenannte „Störerhaftung“. Nicht der Nutzer, der die Verbindung zu illegalen Zwecken nutzt, haftet, sondern der Betreiber. Mit einer Registrierung soll das verhindert werden. Hierzu verbindet man einmalig das eigene Smartphone mit den eigenen Personendaten. Im Schadensfall kann der Sünder so verfolgt werden.

Auch die unterlegene Trierer Oberbürgermeisterkandidatin Hiltrud Zock hatte in ihrem Wahlkampf mit einem kostenlosen Trier-WLAN geworben. Die Stadt sollte in Kooperation mit den lokalen Einzelhändlern ein entsprechendes Modell erarbeiten. Die Erfahrungswerte sind je nach Stadt unterschiedlich. In einigen Städten wird der kostenlose Service von der Stadt selbst angeboten. In genauso vielen Städten stellen die Einzelhändler selbst, zum Beispiel über eine gemeinsame Initiative, die Internetverbindung her.

Damit auch Trier so fortschrittlich wird wie Luxemburg, müsste sich jedoch noch viel bewegen. Derzeit gibt es weder ernsthafte Bestrebungen der Stadtverwaltung noch der City-Initiative, dem Zusammenschluss der Trierer Einzelhändler, ein Trierer Modell auf den Weg zu bringen.

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