116 Tote – Pfalzel gedenkt der Opfer vom Heiligabend 1944

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Amerikanische Bomber 1944 über einer deutschen Stadt

Bildquelle: Wikipedia

TRIER-PFALZEL. Heiligabend ist der Tag, an dessen Abend das Fest der Liebe und des Friedens beginnt. Daran aber wird vor 70 Jahren auch in Trier-Pfalzel niemand gedacht haben. Pfalzel wurde am Heiligabend 1944 von den alliierten Luftstreitkräften bombardiert und 116 Menschen kamen dabei ums Leben.

Im Dezember 1944 befand sich der zweite Weltkrieg in seiner Endphase. Kein Denken an „Stille Nacht, heilige Nacht“ oder „O Tannenbaum“. Im Osten rückte die russische Armee vor, im Westen marschierten die Alliierten auf das deutsche Staatsgebiet zu. Vorher schickten sie ihre Bomberflotten. Eines der Ziele waren strategisch wichtige Verkehrsverbindungen, um die Nachschubwege der Wehrmacht zu unterbrechen. Eines der Ziele war die Eisenbahnbrücke über die Mosel bei Pfalzel.

Ein Volltreffer forderte 80 Opfer

Die Trefferquote ließ bei diesen Angriffen manchmal sehr zu wünschen übrig und Opfer unter der Zivilbevölkerung wurden billigend in Kauf genommen. Im heutigen Sprachgebrauch nennt man so etwas „Kolateralschaden“. Diesen Begleitschaden mussten in Pfalzel 116 Menschen mit ihrem Leben bezahlen. Alleine schon ein Volltreffer des ehemaligen Gasthauses Reis kostete 80 Menschenleben. Unter den Opfern waren vor allem Zivilisten, alte Menschen, Frauen und Kinder.

Zusammen mit dem Ortsbeirat und dem Sozialverband VdK wird Margret Pfeiffer-Erdel am bevorstehenden Heiligabend im Rahmen einer Gedenkfeier um 15 Uhr Kränze auf dem alten Friedhof in Pfalzel niederlegen und damit den Toten gedenken. Mit dabei auch die Freiwillige Feuerwehr Pfalzel, die eine dreiköpfige Mahnwache abstellen wird. Außerdem wird der Musikverein Pfalzel die Feier musikalisch umrahmen.

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