Rollstuhlbasketball: Dolphins im Verfolgerduell in Zwickau

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Szene aus dem Duell der vergangenen Saison zwischen den Dolphins und Zwickau.

Bildquelle: Sandra Wagner

TRIER. Der hart erkämpfte 74:71-Sieg der GOLDMANN Dolphins Trier gegen die BG Baskets Hamburg am vergangenen Wochenende hat einerseits das Selbstvertrauen gestärkt, war aber gleichzeitig ein Vorgeschmack auf die nun folgende Aufgabe beim Vizemeister BSC Rollers Zwickau (Sonntag, 13.30 Uhr, Sporthalle Scheffelberg). Die Sachsen liegen punktgleich mit den Dolphins und dem Oettinger RSB Team Thüringen auf Rang Zwei.

Die Mannschaft aus Sachsen hat eine turbulente erste Saisonhälfte hinter sich. Sportlich auf Play-off-Kurs, ging es abseits davon drunter und drüber – deshalb sind die RSC Rollis Zwickau auch Geschichte. Nachdem Stimmen laut geworden waren, dass der ehemalige Vorstand um den Landtagsabgeordneten Mario Pecher rund 200.000 Euro Spenden veruntreut hätte, trat das Präsidium geschlossen zurück und der RSC Rollis meldete Insolvenz an. Die treuen sächsischen Fans gründeten mit den BSC Rollers einen neuen Verein und übernahmen die Lizenz für die erste Bundesliga. Auch wenn der Verein finanziell vor schwierigen Wochen und Monaten stehen dürfte, hielten die meisten der Spieler dem Club die Treue. Vier Akteure verließen die Sachsen aber. Nationalspieler Andre Bienek wechselte zum ostdeutschen Rivalen Thüringen, Darren Scott Peasly ging zurück nach England, der Australier James Stewart wechselte nach Frankreich und der Litauer Vaidas Stravinskas nach Italien.

Nach wie vor gehören die tschechischen Routiniers Adam Erben und Rostislav Pohlmann zum Kader. Geblieben sind auch Kai Möller, Günther Mayer, Bryce Doody oder Matt Sealy. Aus der 2. Mannschaft rückten Julia Kittlaus und Daniel Gehse nach oben. Einziger externer Neuzugang ist der US-Amerikaner Benjamin Kenyon. Als Saisonziele haben die Gastgeber das Erreichen der Playoffs, das Final Four im Pokal ausgegeben. Und international will das Team von Coach Thomas Sinclair wieder in den Champions Cup – bescheiden ist das nicht.

Triers Spielertrainer Dirk Passiwan blickt optimistisch auf das Spiel: „Nach dem Sieg gegen Hamburg wollen wir auch in Zwickau gegen einen direkten Konkurrenten um die Playoffs punkten. Ich denke, dass Zwickau als Favorit in dieses Spiel geht, aber wir haben gegen die Sachsen immer gut ausgesehen, auch auswärts. Wir werden alles tun, am Sonntag mit zwei Punkten zurück nach Trier zu kommen. Auch wenn es schwer wird, denn Zwickau hat immer noch ein sehr gutes Team, gerade die Erste Fünf ist sehr stark. Bei uns sind Diana Dadzite (Rücken) und Chad Jassman (Nacken) leicht angeschlagen. Ich hoffe aber, dass wir das hinkriegen, ähnlich wie meine Probleme mit der Schulter.“ red/wir

GOLDMANN Dolphins Trier (Kader): Dirk Passiwan, Diana Dadzite, Chad Jassman, Janet McLachlan, Karlis Podnieks, Tyler Saunders, Peter Müller, Marc van de Kuilen

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