…und ist Mensch geworden – Weihnachtsausstellung im Museum am Dom

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Eine Darstellung des Weihnachtsgeschehens aus dem 17. Jahrhundert

Bildquelle: Museum am Dom Trier

Trier.  Anhand von Bildern, Skulpturen sowie Krippen erzählt die diesjährige Weihnachtsausstellung „…und ist Mensch geworden“ im Trierer Museum am Dom die Weihnachtsgeschichte von der Geburt Johannes des Täufers bis zur Flucht nach Ägypten. Noch bis zum 25. Januar ist sie zu sehen.

Vielfältig sind die Blickrichtungen, aus denen die Weihnachtsgeschichte dargestellt wird. In einem vermutlich aus Italien stammenden Kastenbild aus dem 18. Jahrhundert beispielsweise hat der Künstler die Geburt Christi in Kleinarbeit aus Wachs, Draht und Papier modelliert und mit einem vergoldeten Holzrahmen umfasst. Christa-Maria Weber-Keimer zeichnete 1996 unter dem Titel „Menschwerdung“ mit Ölkreide auf Zeitung. Börsenberichte und –kurse scheinen unter der Darstellung der Gottesmutter Maria durch. Und am Bildrand regen die aus Zeitungen ausgeschnittenen Passagen „Der Abstieg“ und „Pax – was ist das eigentlich?“ zum Nachdenken an.

Anbetende Maria

Manche Details werden bei einer erläuternden Führung deutlich. Wie zum Beispiel die Bedeutung eines kleinen Faksimile-Bildes. Das Jesuskind liegt hier nicht wie sonst üblich mit Windeln umhüllt in der Krippe, sondern nackt auf dem Boden. Eine Vision der heiligen Birgitta von Schweden, erklärt Kirstin Mannhardt, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dommuseum, hat das Marienbild nachhaltig verändert. Nicht mehr als Wöchnerin wird die Gottesmutter gezeigt, sondern mit dem Wissen um die spätere Bedeutung ihres Sohnes neben ihm kniend und ihn anbetend.

Von Bethlehem bis Ägypten

Frühe christliche Künstler, Ikonenmaler und zeitgenössische Künstler zeigen ihren Blick auf die Berichte der Evangelien und Legenden der Weihnacht. So begegnet der Besucher vielen Facetten und Ausschmückungen des Geschehens sowie den Figuren, die mit ihm verknüpft sind. Er trifft die Sterndeuter, sowie Hanna und Simeon aus dem Tempel als Ikonendarstellungen, bevor mit der Flucht nach Ägypten die Weihnachtsgeschichte endet. Die heilige Familie auf dem Esel, begleitet und geführt von einem Engel – so sieht die Darstellung aus dem 19. Jahrhundert aus, die vom ehemaligen Marienaltar aus der Liebfrauenkirche stammt.

Die Exponate stammen zum großen Teil aus dem Museum. Bereichert werden sie durch Leihgaben aus Sammlungen, etwas aus dem Bischöflichen Konvikt Trier oder dem Exerzitienhaus St. Thomas, sowie von privaten Sammlern.

Die Ausstellung „… und ist Mensch geworden. Weihnachtliches aus Trierer Sammlungen“ ist bis zum 25. Januar 2015 zu den Öffnungszeiten im Dommuseum, Bischof-Stein-Platz 1, zu sehen. (Dienstag bis Samstag, 9-17 Uhr; Sonn- und Feiertag, 13-17 Uhr. Geschlossen 24.-26 Dezember, 31. Dezember und 1. Januar) Weitere Informationen und Anmeldungen zu thematischen Führungen unter Tel.: 0651/7105-255 und im Internet unter www.museum.bistum-trier.de.

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