Eine Orgel – drei Stile – drei Interpreten

Eine Orgel – drei Stile – drei Interpreten

Der Spieltisch der neuen Orgel, diesmal Arbeitsplatz für drei Organisten.

Bildquelle: Gerhard W. Kluth, Veranstalter

TRIER. Die neue Orgel in der Konstantin-Basilika zeichnet sich in besonderer Weise dadurch aus, dass sie drei unterschiedliche romantische Stile in sich vereinigt. Diesem Umstand trägt am kommenden Sonntag ein Konzert Rechnung, in dem gleich drei Organisten musizieren werden.

Gleich drei Mal steht die neue Eule-Orgel am kommenden Wochenende im Fokus von Veranstaltungen in der Konstantin-Basilika. Am Freitag, den 5. Dezember erklärt Kantor Martin Bambauer um 17 Uhr das neue Instrument und dessen klangliche Möglichkeiten. Zwei Stunden später, um 19 Uhr lädt er zu einem zusätzlichen Orgelkonzert, da die Nachfrage am Einweihungstag so groß war. Bambauer spielt Orgelwerke von John Cook, Edwin H. Lemare, Charles Marie Widor und Sigfrid Karg-Elert. Beschließen wird er das Konzert mit einer dreisätzigen Improvisation über Adventslieder. Karten zu diesem Konzert gibt es ab 18 Uhr an der Abendkasse.

Ein besonderes Highlight der Konzertreihe zur Orgelweihe steht am Sonntag, dem 7. Dezember um 17 Uhr an. An diesem Tag werden gleich drei Organisten an die Mosel kommen. Jeder von ihnen ist auf seinem Gebiet ein renommierter Spezialist. Sie spielen hintereinander Werke deutscher, französischer und englischer Meister. Es sind also de facto drei Konzerte in einem, jeweils mit einer Länge von ungefähr 45 Minuten. Dazwischen wird es halbstündige Pausen geben, bei denen sich auch die Gelegenheit bietet, mit den Interpreten zu sprechen. Außerdem wird die evangelische Kirchengemeinde in dieser Zeit für das leibliche Wohl der Konzertbesucher sorgen.

Bernhard Haas startet bei der Orgel-Trias.
Bernhard Haas startet bei der Orgel-Trias.

Den Auftakt dieser „Orgel-Trias“ gestaltet Bernhard Haas, Professor für Orgel an der Hochschule für Musik und Theater in München. Er wird mit seinem Programm die deutsche Seite der Orgel besonders beleuchten. Dafür hat er sich unter anderem die fragmentarische Sonate von Arnold Schönberg und die Fantasie „Halleluja, Gott zu loben“ von Max Reger.

Daniel Roth kommt von der Seine an die Mosel
Daniel Roth kommt von der Seine an die Mosel

Anschließend nimmt mit Daniel Roth einer der großen französischen Organisten am Spieltisch in der Palastaula Platz. Der gebürtige Elsässer ist Titularorganist an der Pariser Kirche St. Sulpice und seit 40 Jahren ein international renommierter Konzertorganist. Seine Aufgabe wird es sein, dem französischen Zungenschlag der Orgel Raum zu geben. Dazu hat er sich unter anderem in Auszügen die Symphonie d-Moll von César Franck und die sechste Symphonie von Charles Marie Widor ausgesucht. Außerdem wird er seinen Beitrag mit einer Improvisation krönen.

Der Organist der Westminster Abbey spielt in der Konstantin-Basilika
Der Organist der Westminster Abbey, Thomas Trotter, spielt in der Konstantin-Basilika

Für den Abschluss des Abends kommt Thomas Trotter aus London nach Trier. Der Organist von Westminster Abbey und Professor am Royal College of Music in London ist ein weltweit hochgeschätzter Konzertorganist. Der Brite wird unter anderem die Sonate in G-Dur von Edward Elgar und die Ouvertüre zum Oratorium Paulus von Felix Mendelssohn Bartholdy in der Orgelfassung von William Thomas Best in seinem Reisegepäck haben.

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