Ansteckungspatient aus Krankenhaus geflohen

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Symbolbild.

Bildquelle: Pixelio

LUXEMBURG. Ein Patient eines Luxemburger Krankenhauses hat am Sonntagnachmittag für Aufregung gesorgt. Der Mann war mit einer ansteckenden Krankheit infiziert und hatte dennoch das Krankenhaus verlassen. Polizeibeamte sammelten ihn am Bahnhof wieder ein. 

Der ausgebüxte Patient war am Nachmittag einfach aus dem Krankenhaus in Esch geflohen – inklusive Krankenhaushemd. Er nahm den nächsten Zug in die Hauptstadt. Dort sammelten ihn luxemburgische Polizeibeamte jedoch wieder ein.

Im Krankenhaus kam der Mann auf die Isolierstation, da er mit der Krankheit MRSA infiziert war. Meist siedeln MRSA-Bakterien nur auf dem Menschen, ohne ihn krank zu machen. Die Bakterien befinden sich meist in Nasenvorhof, Rachen, Achseln und Leisten. Erst wenn diese Bakterien über Wunden oder durch Schleimhäute in den Körper gelangen, kann eine Infektion ausbrechen.

Wird eine MRSA-Besiedlung während eines Krankenhausaufenthaltes festgestellt, werden MRSA-Träger isoliert, solange der Keim in Nasen-, Haut- oder Wundabstrichen nachweisbar ist. Die Träger werden gegebenenfalls behandelt. Wichtig sind dann auch besondere Hygiene-Maßnahmen, um andere Patienten vor einer Übertragung zu schützen. Dazu zählt das Tragen eines Mund- Nasen- Schutzes beim Verlassen des Zimmers und eine gründliche Händehygiene. Das Krankenhauspersonal trägt zusätzlich Schutzkittel, Kopfhaube und Handschuhe, um den Erreger nicht weiter zu tragen. Auch Besucher müssen sich an besondere Hygiene-Regeln halten. Die Umgebung des Erkrankten wird täglich desinfiziert.

Eine Ansteckung ist nur per direktem Körperkontakt möglich. Der Hauptübertragungsweg sind dabei die Hände. Da der infizierte Mann alleine im Zugabteil saß, gehen die Behörden davon aus, dass zu keiner Zeit größere Gefahr bestand.

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