Explosion in Atomkraftwerk – Stromausfälle möglich

0

Bildquelle: Wikimedia, Twitter

LÜTTICH/BELGIEN. Im belgischen Atomkraftwerk in Tihange ist es am Sonntagmorgen zu einem beunruhigenden Zwischenfall gekommen. In einem Umspannwerk war durch eine Explosion ein Feuer ausgebrochen. Der betroffene Reaktor wurde sofort abgeschaltet. Es ist einer von vielen Zwischenfällen in den Atomkraftwerken der Großregion. 

Das Feuer soll gegen 10.30 Uhr ausgebrochen sein. Zuvor habe es einen Defekt an einem Transformator gegeben. Einer der Reaktoren des Kraftwerkes wurde automatisch abgeschaltet. Der Kraftwerksbetreiber gibt inzwischen Entwarnung. Das Feuer soll schnell unter Kontrolle gebracht worden sein.

Im Kurznachrichtendienst Twitter verbreitete sich die Meldung inklusive Fotos vom betroffenen Kraftwerk rasend schnell.
Im Kurznachrichtendienst Twitter verbreitete sich die Meldung inklusive Fotos vom betroffenen Kraftwerk rasend schnell.
Die Sprecherin des Unternehmens betonte, alle Sicherheitsprozeduren seien ordnungsgemäß abgelaufen. Zu keiner Zeit habe eine Gefahr für die Mitarbeiter oder die Bewohner der umliegenden Ortschaften bestanden. Erste Untersuchungen deuteten auf eine technische Ursache des Brandes hin.

Ein anderes Problem könnte sich in der Folge ergeben. Der Reaktorblock soll nicht vor Dienstag wieder funktionstüchtig sein, erklärt die belgische Betreiberfirma Electrabel. Damit drohen Belgien und auch der Grenzregion möglicherweise großflächige Stromausfälle.

Durch das Feuer soll laut einer Sprecherin des Betreiberunternehmens zu keiner Zeit eine Gefahr für Mitarbeiter auf dem Gelände bestanden haben.
Durch das Feuer soll laut einer Sprecherin des Betreiberunternehmens zu keiner Zeit eine Gefahr für Mitarbeiter auf dem Gelände bestanden haben.
Das Kraftwerk Tihange liegt nahe der Stadt Huy, westlich von Lüttich. Es ist das nächstgelegene Kraftwerk zur deutschen Grenze. Bereits vor dem Zwischenfall hatte man sich Sorgen über die Stromversorgung in den Wintermonaten gemacht. Anstehende Wartungsarbeiten setzten den Kraftwerksbetreiber unter Druck.

Die Lage scheint jedoch angespannt zu sein: Der Stromnetzbetreiber Elia gab unmittelbar nach dem Vorfall auf seinem Twitterkanal bekannt, für den Rest des Sonntages seien keine Engpässe zu befürchten. Am Wochenende ist die Netzauslastung allerdings stets deutlich geringer als an Werktagen. Der Bedarf für die kommenden Tage werde mit Hochdruck ermittelt.

Jetzt lokalo liken und keine News verpassen!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.