Zweibrücken ist verkauft. TRIWO setzt sich gegen Saudis und Slowenen durch

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Symbolfoto

Bildquelle: Wikipedia

ZWEIBRÜCKEN/TRIER. Jetzt ist es amtlich. Die Trierer Immobilienfirma TRIWO hat den Flughafen Zweibrücken gekauft. In fast schon atemberaubender Geschwindigkeit sind sich Käufer und Verkäufer handelseinig geworden. Die Stadt Zweibrücken und das Land freuen sich, aber für die 23 verbliebenen Mitarbeiter des Airports ist die Nachricht weniger erfreulich.

Gestern Abend noch konnte der Insolvenzverwalter des Zweibrücker Flughafens, Jan Markus Plathner den verbliebenen 23 Angestellten die Mitteilung machen, dass der Airport verkauft ist. Gleichzeitig aber musste er ihnen auch sagen, dass das für ihre Arbeitsplätze das Aus zum Ende des Monats bedeutet. Erstaunlich bei der ganzen Angelegenheit ist die Geschwindigkeit, mit der dieser Deal über die Bühne ging. Am Dienstag erst war eine Delegation unter der Führung vom rheinland-pfälzischen Infrastrukturminister Roger Lewentz bei der EU-Kommission in Brüssel gewesen. Dort hatte er sich das Einverständnis abgeholt, dass ein Käufer des Flufhafens die 47 Millionen zu unrecht bezahlten Subventionen nicht zurück zahlen müsse. Gestern kamen dann schon die Gerüchte auf, der Kaufvertrag mit TRIWO sei schon unterschriftsreif.

17 Millionen sollen investiert werden

Die Kündigungen, so ließ Plathner mitteilen, seien unvermeidbar, da nicht klar sei, in welchem Umfang es überhaupt noch Flugbewegungen in Zweibrücken geben werde. Der Fokus für das Gelände liegt in erster Linie auf der Umwandlung in einen Gewerbepark. Wie viel TRIWO für das Objekt bezahlt, ist unbekannt. Die gestern aufgetauchte Summe von vier Millionen wurde weder dementiert noch bestätigt. Wohl aber konnte Plathner bekannt geben, dass TRIWO in den nächsten Jahren 17 Millionen in den Standort Zweibrücken investieren will. Die Übernahme des Geländes durch die TRIWO soll bereits am 1. Dezember sein.

Unterschiedliche Erwartungen

Die Freude in Zweibrücken ist groß, auch wenn die Erwartungen für die Zukunft ein wenig unterschiedlich ausfallen. So sagte Stadtoberhaupt Kurt Pirmann, er gehe von „zahlreichen neuen Arbeitsplätzen“ aus, die jetzt entstehen werden. Heinz Braun, Sprecher der Stadt, hingegen sprach nur davon, das „es sein könnte, dass einige Arbeitsplätze mehr entstehen, als durch die Insolvenz verloren gegangen sind.“

Medienberichten zufolge hat die TRIWO AG sich bei diesem Kauf gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt. Nach unbestätigten Angaben gab es einen Interessenten aus Slowenien und einen aus Saudi-Arabien. Mit Zweibrücken vergrößert die Familien-Aktiengesellschaft ihren derzeitigen Besitz von rund 6,5 Millonen Quadratmetern Grundstücksfläche um einiges.

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1 KOMMENTAR

  1. Meine Meinung zu dem Deal: Verbrecherisch, niemand kann mir erklaeren wieso so schnell!Und alles was der OB zu dem Thema von sich gibt ist unerklaerlich für mich – es scheint das er nur die SPD unterstützen will und was diese Figuren der SPD Spitze von sich geben ist für mich abgebrüht!
    Ich hoffe das bei den naechsten Wahlen die Quittung richtig erteilt wird!

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