So erkennen Sie die gefälschten Telefonrechnungen von Vodafone und Telekom

0
Falsche Telefonrechnungen bringen Trojaner auf die Festplatte.

Bildquelle: Wikipedia

TRIER. Massenweise werden derzeit wieder Mails verschickt, deren Inhalt eine angebliche Telefonrechnung ist. Besonders betroffen sind momentan die Kunden der Deutschen Telekom und von Vodafone. Aber wenn man ein bisschen genauer hinschaut, kann man diese gefälschten Rechnungen leicht erkennen.

Heute morgen in der Redaktion. Licht anmachen, Rechner hochfahren, E-Mails checken. Oups?  Eine Mail von der Telekom. Betreff: Rechnung 1159260496. Inhalt: Guten Tag, in der Anlage finden Sie die Rechnung 2222057964 als PDF-Datei. Es folgt ein Link, den man öffnen soll. Darunter noch der Text: Der Gesamtbetrag im Monat November 2014 ist ausgewiesen mit: 322,14 Euro. Mit freundlichen Grüßen, Geschäftskundenservice. Darunter dann noch die üblichen Angaben über Aufsichtsrat und Geschäftsführung, Nummer des Eintrags im Handelsregisterbuch, Umsatzsteuernummer und sogar eine WEEE-Reg Nr. wird angegeben. Eine Registriernummer, die jedes Unternehmen haben muss, das elektrische und elektronische Geräte herstellt oder verkauft.

Einziges Ziel ist das Öffnen des Links

Zu tausenden werden solche Mails derzeit wieder einmal verschickt. Es sind Fakes, zusammen gebastelt von Online-Kriminellen, wie die Deutsche Telekom mitteilt. Diese Mails verfolgen nur ein Ziel, nämlich das der Empfänger auf den Link klickt. Das ist der Türöffner für den Trojaner, der sich dahinter verbirgt und der dann seine Arbeit aufnehmen kann. Das Ausspähen des Computers, auf dem er gerade installiert wurde. Es muss sich aber nicht unbedingt um einen Link handeln. Es kann auch eine so genannte Zip-Datei sein, also eine gepackte Datei, die sich durch einen Klick des Users selber entpackt.

Die Anrede ist immer personalisiert

Die Telekom rät: Wenn eine E-Mail versucht, den Empfänger in Euphorie oder in Panik zu versetzen, ist das oberste Gebot, die Ruhe zu bewahren und weder Links noch Dateianhänge zu öffnen. Mit ein paar Kleinigkeiten entlarven sich diese Spam-Mails ganz von alleine. Erste Auffälligkeit: die Anrede. Jede offizielle Rechnungsmail der Telekom ist in der Anrede personalisiert. Man wird also mit seinem vollen Namen und nicht nur mit einem „Guten Tag“ oder mit „Sehr geehrter Kunde, sehr geehrte Kundin“ angesprochen. Zweiter Hinweis: die Absenderadresse. Im Falle von lokalo.de lautete sie „f.nicole(at)similivt.fr. „. Ein Original hat den Absender „rechnungonline(at)telekom.de“, mehr nicht. Die Telekom weist auch darauf hin, dass bei ihren Online-Rechnungen im Betreff immer das korrekte Buchungskonto angegeben ist.

Im Zweifel beim Anbieter anrufen

Wer Zweifel an einer solchen Rechnung hat, dem stehen verschiedene Wege offen, sich abzusichern. Etwa im Kundencenter der Telekom, bei dem jeder Kunde auf abgesichertem Weg seine Rechnung einsehen kann. Notfalls aber, und das raten die Verbraucherzentralen, kann man auch ganz einfach bei seinem Anbieter anrufen und nachfragen. Auf jeden Fall gilt: Finger, oder besser Maus weg lassen von Anhängen und Links! Sind die einmal geöffnet, hat der Nutzer ein Problem.

Der Erhalt einer solchen falschen Rechnung ist aber wahrscheinlich auch ein Hinweis darauf, dass die Virenschutzsoftware nicht mehr auf dem neuesten Stand ist. In den allermeisten Fällen wird ein Trojaner, der sich in einer solchen Mail versteckt, von der Software erkannt und die Mail wird gefiltert. Wenn aber die Signatur des Angriffs dem Programm nicht bekannt ist, rutscht die Mail durch. Übrigens: vor der Mail an lokalo.de stand „Spam“.

Jetzt lokalo liken und keine News verpassen!

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.