Ein starkes Viertel ist zu wenig – TBB verliert in Bonn

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Der Litauer Laurynas Samenas (hier ein Archivbild) war bester Trierer bei der Niederlage in Bonn.

Bildquelle: Helmut Thewalt/Archiv

BONN. Die TBB Trier hat das Derby der Basketball-Bundesliga bei den Telekom Baskets Bonn klar verloren. Nach einem starken ersten Viertel kassierten die Moselaner am Ende eine deutliche 71:88 (36:48)-Niederlage. Jermaine Bucknor war nicht dabei, da er an einer Magen-Darm-Erkrankung laborierte.

Nach rund sieben Minuten brachte Henrik Rödl seinen Topscorer Ricky Harris, der auch gleich richtig loslegte. Erst ein Zweier, dann ein Dreier, ein Ballgewinn ein Freiwurf, innerhalb weniger Sekunden hatte der Guard, dessen Vertrag erst in dieser Woche verlängert worden war, sechs Punkte auf dem Konto. Die TBB ging mit 25:19 in die erste Pause.
Bis zum 29:23 durch Ricky Harri, von dem danach aber keine Punkte mehr kamen, blieb alles wie gehabt – es folgten unglückliche Minuten von Marko Lukovic, der erneut schwach von der Freiwurflinie agierte, sich aber auch noch Fouls, Fehlwürfe und Ballverluste leistete. Beim 30:29 gingen die Rheinländer durch einen Dreier von Angelo Caloiaro zum zweiten Mal in der Partie in Führung. werstmalsandDiese Fehler wirkten auch auf die übrigen Akteure ansteckend. Bonn startete eine 12:0-Serie, der Telekom-Dome wurde zum Tollhaus. Auch Auszeiten von Rödl fruchteten nicht, der Rhythmus war weg. Es ging weiter bergab, bis zum Halbzeitstand von 36:48. Trier hatte das zweite Viertel mit 11:29-Punkten verloren.

Statistik ist nicht alles, aber warum die TBB im zweiten Viertel so einbrach, lässt sich mit Zahlen belegen. Die anfängliche Reboundüberlegenheit ging bis zur Halbzeit verloren (14:16). Gleiches galt für die Ballverluste: sechs für Bonn, doppelt so viele für Trier. Das Ganze garniert mit 3:13 Assists und der inakzeptablen Freiwurfquote (3:9) ergab eine deutliche Unterlegenheit. Ein zusätzliches Handicap war dann noch die Foulbelastung gegen die Trierer Brettspieler – Stefan Schmidt und Vitalis Chikoko waren früh mit drei Fouls belastet.
Die zweite Halbzeit begann mit einem vergebenen Drei-Punkte-Wurf von Ricky Harris und läutete eine Phase ein, in der sich am Rückstand nicht viel änderte. Dann zog die Trierer Verteidigung endlich an, das Reboundverhalten wurde deutlich besser und die Fehlerquote wurde im gleichen Maß geringer, wie sie bei den Gastgebern anstieg. Die Gäste verkürzten Punkt um Punkt und wurden dabei von ihrem stimmgewaltigen Anhang enthusiastisch unterstützt. Auffälligster Akteur auf TBB-Seite im dritten Abschnitt war Laurynas Samenas, der viel Intensität ins Spiel brachte und auch mit neun Punkten wesentlich dazu beitrug, dass der Bonner Vorsprung schmolz. Bis auf zwei Punkte kam die TBB heran (57:59), leider gelang dann dem bis dahin erfolglosen Mickey McDonnell mit Ablauf der Zeit noch ein erfolgreicher Wurf zum 59:64.

Nach zwei erfolgreichen Dreiern von Steve Wachalski zum 65:72 (34.) nahm Rödl die erste Auszeit im Schlussviertel. Es folgte der dritte Drei-Punkte-Wurf des US-Boys, der fünfte bei sieben Versuchen, ehe er sein viertes Foul beging und auf die Bank beordert wurde. Da führten die Baskets aber bereits wieder zweistellig (65:75.) Wenig später war beim Stand von 65:79 die Vorentscheidung gefallen. Auch in dieser Phase leistete sich Trier zu viele Ballverluste und kassierte am Ende eine deutliche 71:88-Niederlage. Damit war das Schlussviertel mit 12:24 Punkten ähnlich desolat wie der zweite Abschnitt.

Verantwortlich für die Pleite in Bonn waren der nicht zu kontrollierende Steve Wachalski, der im Soutingreport mit erfolgreichen acht Dreipunktewürfen bei zehn Versuchen eingetragen wurde und insgesamt 21 Ballverluste gegenüber neun der Gastgeber. Bester Trierer war Laurynas Samenas, der sich keinen einzigen Fehlwurf leistete.

Telekom Baskets Bonn: Mickey Mc Donnell (2), Dirk Mädrich (9), Benas Veikalas (14), Ryan Brooks (7), Andrej Mangold (3), Angelo Caloiaro (10), Eugene Lawrence (3), Tadas Klimavicius (12), Florian Koch (2), Steve Wachalski (26)

TBB Trier: Ricky Harris (10), Anthony Canty (3), Marko Lukovic (2), Stefan Schmidt (4), Mathis Mönninghoff (2), Laurynas Samenas (17), Vitalis Chikoko (8), Adin Vrabac (13), Dennis Kramer (0), Jermaine Anderson (12)

Spielverlauf: 1:6 (3.), 10:16 (7.), 19:25 (10.), 23:29 (12.), 35:29 (16.) 38:31 (18.) 48:36 (Halbzeit); 53:40 (23.), 55:51 (27.), 64:59 (30.), 66:62 (32.), 75:65 (34.), 85:79 (Endstand)

Schiedsrichter: Dr. Martin Matip/Nesa Kovacevic/Julian Groll – Zuschauer: 5330

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