Aufstand im Moselstadion – Fans verweigern 19:05 Minuten die Unterstützung

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Mit einem Banner statt Anfeuerungsrufen machten die Fans auf sich aufmerksam.

Bildquelle: privat

TRIER. Dass es bei der Trierer Eintracht rumort, zeigt nicht nur der gestrige Rücktritt von Vorstand Ernst Wilhelmi. In den letzten Wochen hagelte es immer wieder Kritik an der aktuellen Vereinspolitik. Und auch heute zeigen die Fans der Trierer Mannschaft wieder, dass sie Veränderungen wünschen. 

Die Fans und Ultras hatten sich hinter dem Tor versteckt, statt auf der seitlichen Stamm-Tribüne ihre Mannschaft anzufeuern. 19:05 Minuten (in Anlehnung an das Gründungsjahr des Vereins: 1905) gingen sie in einen Streik. Ihre Forderung hatten sie unmissverständlich auf einem Banner aufgezeigt: „Eintracht Trier, das sind wir. Außerordentliche Mitgliederversammlung jetzt!“

Die Fans wandern von der Tribüne hinters Tor. Ein stiller Protest für mehr Mitsprache.
Die Fans wandern von der Tribüne hinters Tor. Ein stiller Protest für mehr Mitsprache.

Seit dem verpatzten Spiel gegen Salmrohr im Rheinland-Pokal ist die Lage angespannt. Sportliche Erfolge bleiben aus und die Fans fordern mehr Mitspracherechte in der Vereinsführung. Denn: Eintracht Trier ist als Verein organisiert. 870 Mitglieder zählen dazu. Alle Mitglieder haben Stimm- und damit Mitspracherecht auf Mitgliederversammlungen. Auf solch einer Mitgliederversammlung wollen die Fans jetzt die Geschicke des Vereins anders leiten.

Wieder zurück auf dem Stammplatz: Die Trierer Ultras.
Wieder zurück auf dem Stammplatz: Die Trierer Ultras.

Nach 19:05 Minuten kamen die Fans dann wieder zurück auf ihren Stammplatz. Die Tristesse im Moselstadion war verflogen – aber ein Zeichen sicherlich gesetzt. Kurz nach der Rückkehr stand es 1:0 – Torschütze Robin Koch. Zur Halbzeit stand es 2:0 durch ein Tor von Rudy Carlier.

Direkt nach der Pause erzielt Benjamin Schäfer in der 49. Minute den Anschlusstreffer für Neckarelz.

Und erneut Rudy Carlier: 3:1.

Insgesamt verfolgten 924 Zuschauer das Spiel im Moselstadion.

5 KOMMENTARE

  1. Das Interesse scheint sowieso verflogen zu sein. Waren überhaupt mehr als 500 Menschen im Stadion, um sich dieses rumgekicke zu geben?

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