Region weiterhin von Falschgeld überschwemmt – lokalo.de hilft Ihnen, Blüten zu erkennen

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TRIER. In Trier wird weiterhin in erhöhtem Maße Falschgeld verbreitet. Allein bei einer Großveranstaltung am Wochenende musste ein Trierer Gastronom Falschgeld im Nennwert von über 300 Euro aussortieren. Es handelte sich dabei um 20- sowie um 50-Euro-Scheine. Die Blüten waren in der Optik kaum von echtem Geld zu unterscheiden.

Die Bundesbank hat im ersten Halbjahr 2014 knapp 25.000 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von 1,5 Millionen Euro registriert. Die Zahl der Fälschungen ist damit im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2013 um 27 Prozent gestiegen. Laut Experten drucken Fälscher meist 20- und 50-Euro-Scheine.

Falschgeld zu erkennen ist eigentlich gar nicht schwer. Man muss nur wissen, wie. Format, Farbe oder Bilder weichen nur sehr selten vom Original ab. Aber es gibt gewisse Sicherheitsmerkmale, die stimmen müssen. Sie machen eine Unterscheidung von den Blüten möglich. lokalo.de erklärt, wie sie Falschgeld erkennen können.

FÜHLEN

Mit ein bisschen Übung kann man echtes Geld bereits am Material von falschen Scheinen unterscheiden. Echte Banknoten sind aus Baumwolle gefertigt. Sie fühlen sich fest und griffig an. Falschgeld hingegen ist von schlechterer Qualität. Es ist dünner und nicht so fest.

Ein weiterer Anhaltspunkt ist der Stichtiefdruck mit den fünf Abkürzungen für Europäische Zentralbank: „BCE ECB EZB EKT EKP“. Sie befinden sich oben auf der Vorderseite und müssen leicht erhaben sein, da sie von hinten in den Geldschein gestanzt wurden. Fassen Sie die Banknote mit Daumen und Zeigefinger und ziehen Sie die Banknote mit der anderen Hand so, dass die Schriftzeichen zwischen den Fingern durchlaufen. Auch das trapezförmige Feld muss deutlich spürbar sein – es befindet sich wenige Millimeter links unter dem Schriftzug.

SEHEN

In jedem Geldschein sind sichtbare Merkmale eingearbeitet. Auf der Vorderseite oben links befindet sich die Wertzahl. Sie ist als Durchsichtsregister dargestellt – im liegenden Zustand sind lediglich gebogene Balken sichtbar. Die Zahl komplettiert sich erst und wird somit erst vollständig sichtbar, wenn man sie ins Gegenlicht hält. Unter der Wertzahl wird im Licht ein Wasserzeichen sichtbar. Es besteht immer aus einem Bauwerk und der Wertzahl. In der Mitte des Scheins ist zudem der Sicherheitsfaden zu erkennen.

KIPPEN

Bei den 5-, 10- und 20-Euro-Banknoten kann auf der Vorderseite der Spezialfolienstreifen geprüft werden. Er befindet sich auf dem rechten Teil. Kippt man den Geldschein, erscheint entweder das Wert- oder das Eurozeichen. Zusätzlich wechselt das Hologramm die Farbe und es ist ein perforiertes Eurozeichen zu erkennen. Auf der Rückseite befindet sich ein weiterer, etwas breiterer Faden, auf dem abwechselnd die Wertzahl und das Eurozeichen zu erkennen ist. Kippt man den Schein, verändert auch der Streifen seine Farbe.

Auf den 50-, 100-, 200- und 500-Euro-Banknoten befindet sich auf der Vorderseite rechts ein Hologramm – ein glänzender Streifen. Kippt man den Geldschein, muss das Hologramm in verschiedenen Farben schimmern. Es wirkt, als ob die Farben auf und ab wandern. Innerhalb des Hologramms ist abwechselnd die Wertzahl oder das Architekturmotiv zu sehen. Im Gegenlicht tritt auch hier ein perforiertes Eurozeichen zu Tage. Auf der Rückseite ist unten rechts die Wertzahl abgebildet, sie ändert abhängig vom Betrachtungswinkel ihre Farbe.

Das Element, das am schwersten zu fälschen ist, befindet sich in der Mitte der 20er, 50er und 100er: Eine dunkle Fläche, die „geriffelt“ ist. Fährt man mit dem Nagel darüber, sind die Erhebungen klar zu spüren. Beim neuen 10er und 5er befinden sich diese Riffelungen am linken Rand der Vorderseite.

Es kann auch ratsam sein, eine Vergleichnote Zuhause zu haben. So lassen sich eventuell letzte Zweifel beseitigen. Haben Sie alle Tipps beherzigt und sind dennoch unsicher, ob ein Geldschein echt ist, lassen Sie die Noten bei Ihrer Hausbank oder einer Filiale der Deutschen Bundesbank prüfen.

Sollten Sie Falschgeld erwischt haben, benachrichtigen Sie bitte umgehend die Polizei – denn jeder macht sich mit der Weitergabe von Falschgeld strafbar. Verstöße gegen die Meldepflicht können mit einer Geldbuße von bis zu 100.000 Euro bestraft werden. Falschgeld wird nicht erstattet. Eine Belohnung gibt es nicht.

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