Frauenhandball-Bundesliga: Mit Silvia Solic auf „Mission Klassenerhalt“

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Der Einsatz von Esther Mohr (blaues Trikot) in Koblenz ist fraglich.

Bildquelle: TriSign/Archiv

TRIER. Nicht einmal ein Drittel der Saison in der Frauenhandball-Bundesliga ist abgespult, und doch geht es für die DJK/MJC Trier schon ums sportliche Überleben. Als einziges Team der Liga sind sie noch ohne jeglichen Punktgewinn und müssen deshalb in den direkten Duellen gegen die Konkurrenz im Abstiegskampf bestehen. Das erste „Vier-Punkte-Spiel“ steht nun bei den Vulkanladies Koblenz/Weibern (Sonntag, 16 Uhr, Conlog Arena) an.

Seit Jahren stecken die Miezen im Abstiegskampf, so wie sie seit Jahren mit Verletzungsserien und finanziellen Problemen zu kämpfen haben. Das ist in dieser Saison nicht anders – die Lage war allerdings noch nie so früh so prekär. Wenn die Triererinnen im Derby in Koblenz und im danach folgenden Heimspiel gegen das nächste Kellerkind, SVG Celle, erfolglos bleiben, ist mehr als nur eine Vorentscheidung im Rennen um den Klassenerhalt gefallen.

Es verwundert schon nicht mehr, dass die Miezen erneut ersatzgeschwächt in dieses so wichtige Duell gehen. Es blieb nicht bei den saisonübergreifenden Personalproblemen wegen der Dauerverletzten Megane Vallet und Marta Pilmayer. Immer wieder oder auch dauerhaft waren wichtige Spielerinnen angeschlagen, nicht zuletzt auch die letztjährige Toptorjägerin der Liga, Katrin Schneider. Vor zwei Wochen verletzte sich auch noch Neuzugang Celine Michielsen schwer – mit Andrea Czanik stand nur noch eine Kreisläuferin zur Verfügung. Deshalb hat der Verein Silvia Solic reaktiviert. Ob und wie weit die 31-Jährige dem Team helfen kann, wird sich möglicherweise schon in Koblenz zeigen. Dass ihr Comeback kein Selbstläufer sein kann, liegt auf der Hand – Solic hatte ihre Karriere schließlich auch wegen einer langen Verletzungsserie beendet.

Welche Bedeutung das rheinland-pfälzische Derby für die Miezen hat, zeigt ein Blick auf die Tabellen. Die Vulkanladies haben bereits vier Punkte auf dem Konto, eine weitere Niederlage für Trier würde einen Rückstand von sechs Punkten bedeuten, der nur noch schwer aufzuholen ist. Erschwerend kommt hinzu, dass die SG Bietigheim nach dem Sensationssieg über Buxtehude am Mittwoch jetzt auch schon fünf Punkte Vorsprung hat. Vorstand Jürgen Brech wehrt sich allerdings dagegen, die kommenden beiden Spiele schon als entscheidend anzusehen: „Wir haben gerade mal ein Drittel der Saison hinter uns. Es gibt also noch genügend Gelegenheiten, Punkte zu holen. Handball ist ein Kampfsport, und kämpfen können unsere Mädchen. Deswegen ist noch nichts entschieden, egal wie die beiden nächsten Spiele ausgehen.“

DJK/MJC Trier (Kader): Flöck, Kockler – Derbach, Struijs, Houben, Schneider, Mohr, Sattler, Kordel, Pötters, Backhed, Garcia-Almendaris, Solic, Czanik

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