Rekordwerte bei Selbstanzeigern – Steuerhinterzieher offenbaren luxemburgische Konten

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Bildquelle: Wikipedia

TRIER/LUXEMBURG. Seit dem Beschluss, dass Luxemburg den automatischen Informationsaustausch einführt, ist es beim Finanzamt Trier zu einem regelrechten Boom an Selbstanzeigen gekommen. Die Werte schießen in die Höhe.

Laut Jürgen Kentenich, Vorsteher des Finanzamtes Trier, zeigten sich in diesem Jahr 680 Personen selbst an. Im Vergleich dazu: 2010 waren es lediglich 174 Selbstanzeiger, 2011 und 2012 noch weniger. Er geht davon aus, dass in diesem Jahr noch einige Anzeigen folgen: „Von Beratern aus Luxemburg wissen wir, dass wir damit lange nicht am Ende sind“, sagt Kentenich dem Luxemburger Wort.

Kentenich sieht eine klare Verbindung zwischen der gestiegenen Zahl der Selbstanzeigen und der Einführung eines automatischen Informationsaustauschs steuerrelevanter Kontodaten mit den EU-Ländern. „Seit 2010 betrafen 764 Selbstanzeigen Luxemburg.“ Über 38 Millionen Euro wurden seit 2010 nach Selbstanzeigen nachgezahlt.

Die Regelung für Selbstanzeigen sollen in Zukunft verschärft werden. Statt nur fünf Jahren werden zehn Jahre kontrolliert. Zusätzlich müssen die Zinsen auf die hinterzogenen Steuern nachgezahlt werden und die Strafzuschläge, die ab 25.ooo Euro Hinterziehung wirksam werden, werden erhöht.

Das Finanzamt Trier beschäftigt seit 2013 allein vier Vollzeitkräfte, die sich nur mit Selbstanzeigen befassen.

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