Brutaler Ehemann kidnappt und misshandelt den Lover seiner Frau

0
Symbolfoto

Bildquelle: Polizeiberatung

LUXEMBURG. Zwei Männer mussten sich gestern vor der Kriminalkammer in Luxemburg verantworten. Im Juli 2012 hatte einer der beiden den Geliebten seiner Frau entführt, bedroht und schwer misshandelt. Der zweite Mann leistete Beihilfe.

Das heute 34-jährige Opfer lernte im Juli 2012 durch eine Kontaktanzeige in einem Anzeigenblatt eine 39-Jährige aus Niederkorn kennen. Die beiden verliebten sich ineinander. Sie erzählte ihm von ihrer schwierigen Scheidung, ihrem gewalttätigen Ehemann und ihrer Tochter, die mit 14 ihr erstes Kind zur Welt brachte, und dass sie dringend eine neue Wohnung benötige.

Eineinhalb Wochen später erfuhr ihr 42-jähriger Ehemann José R. von der Beziehung. Er fährt noch am selben Abend mit seiner Frau zur Wohung des Geliebten und stellt ihn zur Rede. Er solle den Kontakt zu seiner Frau sofort abbrechen. Der 34-Jährige hält sich daran, doch sie nimmt weiterhin Kontakt zu ihm auf und macht ihm ein Geschenk – bezahlt mit dem Geld, das ihr Ehemann ihr für die gemeinsame Miete gegeben hatte.

Es dauert nicht lang, bis José R. davon erfährt. Er soll daraufhin seine Frau in der gemeinsamen Wohnung eingesperrt haben und sich mit ihrem Handy und Autoschlüssel davon gemacht haben.

Unterdessen erhält der ehemalige Geliebte Anrufe von deren Handy – im Hintergrund sind Schreie zu hören. Mit einer SMS erkundigt er sich nach ihrem Wohlbefinden und erhält eine Nachricht, er solle sich mit ihr am Kulturzentrum in Rümelingen treffen. Besorgt macht er sich auf den Weg. Dort tritt er allerdings in eine Falle. Denn Absender ist der mittlerweile stark alkoholisierte José R. Er steigt mit seinem Komplizen Fafa D. aus dem Wagen seiner Frau und überwältigt den 34-Jährigen. José R. schlägt brutal auf das Opfer ein, nötigt ihn, seine Taschen zu leeren und sich nackt auszuziehen. Das Opfer weigert sich, wird weiter schwer geschlagen und gezwungen, in den Kofferraum zu steigen. Weil sich das Opfer auch hier weigert, zerren die Männer ihn auf den Rücksitz. Sie fahren zunächst zur Wohnung des Täters, anschließend zu einem Bankautomat, wo das Opfer gezwungen wird, 500 Euro abzuheben – als Entschädigung für das damalige Geschenk der Geliebten.

José R. plant, sein Opfer im Kofferraum nach Brüssel zu seinem Onkel zu fahren, um „ihm zu zeigen, was ein Afrikaner mit einem dummen Luxemburger macht.“ Dazu kommt es nicht.

Die beiden Männer bringen den 34-Jährigen nach Kayl, wo sie ihn auf einem Parkplatz erneut schwer zusetzen. Sie bedrohen ihn mit einem Flaschenhals und einem Messer. Fafa D. hat mittlerweile genug, er verlangt von José R., ihn nach Hause zu bringen. Das Opfer bleibt in seiner Gewalt, José R. nimmt den 34-Jährigen mit in seine Wohnung. Dort foltert er sowohl seine Frau, als auch ihren Geliebten. Die beiden müssen auf Stühlen im Wohnzimmer Platz nehmen, während er seine Opfer unter anderem mit einem Holzknüppel schlägt und mit einer Pistole bedroht.

José R. ist zu diesem Zeitpunkt so betrunken, dass er den 34-Jährigen zu einem Kampf herausfordert. Ein Kampf um die Frau. Das Opfer weigert sich und es ist ihm möglich, José R. davon zu überzeugen, ihn nach Hause zu fahren. Doch José R. droht ihm: „Wenn Du zur Polizei gehst, kenne ich Leute, die bringen deine Frau und deine Töchter um.“

Das Opfer lieferte den Sachverhalt heute sehr detailliert. Die Beschuldigten legten ein Teilgeständnis ab. Sie werden morgen ihre Sicht der Dinge schildern. Die Frau soll morgen ebenfalls weiter gehört werden. Auch zwei Jahre nach der Tat ist sie noch immer mit José R. verheiratet. Ihre Aussagen hatten beim Richter einige Fragen aufgeworfen.

Jetzt lokalo liken und keine News verpassen!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.