Malu Dreyer tief beeindruckt von persönlicher Begegnung mit dem Papst

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit Papst Franziskus bei der heutigen Audienz.

Bildquelle: Osservatore Romano , twitter

ROM. Tief beeindruckt zeigte sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach der Privataudienz bei Papst Franziskus heute im Vatikan. Das Vier-Augen-Gespräch mit dem Heiligen Vater dauerte 35 Minuten und habe ihr Gelegenheit gegeben, ihm das Land Rheinland-Pfalz und seine Menschen näherzubringen.

„Papst Franziskus ist ein überaus kluger, lebenserfahrener und einfühlsamer Mann, den die Nöte und Sorgen der Menschen zutiefst berühren“, sagte die Ministerpräsidentin nach der Begegnung in Rom.

Ein großes Thema war die Situation der Flüchtlinge. Dreyer versicherte dem Papst, das Land Rheinland-Pfalz tue alles dafür, dass die Menschen, die Zuflucht suchen, Schutz finden. Zusammen mit den katholischen Bischöfen in Rheinland-Pfalz solle ein Fonds für syrische Flüchtlinge aufgelegt werden. Das Geld aus diesem Fonds solle Familien zu Gute kommen, die Familienmitglieder bei sich aufnehmen, die Kosten aber nicht tragen können.

Darüber hinaus brachte sie Papst Franziskus eine Überraschung mit: einen persönlichen Brief einer Frau aus Boppard. Bei ihrer Familie wohnte der Papst während seines Aufenthaltes in Boppard. Papst Franziskus lernte 1985 für zwei Monate Deutsch am dortigen Goethe-Institut. Der Papst zeigte sich von diesem Brief sehr gerührt.

audienzDie Ministerpräsidentin nutzte das Gespräch zudem, um kirchliche Themen, die in Deutschland in den vergangenen Wochen im Zusammenhang mit der Außerordentlichen Bischofssynode auch öffentlich diskutiert wurden, anzusprechen. Dabei drückte sie ihre Hoffnung auf die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten aus. Auch das Problem der Diskriminierung von homosexuellen Menschen sieht die Ministerpräsidentin mit der Bischofssynode nicht gelöst. Darüber hinaus habe sie die Stellung der Frauen in der Katholischen Kirche angesprochen.

Der Papst empfing im Anschluss auch die Delegation Dreyers – Bildungsministerin Doris Ahnen, der Leiter des Katholischen Büros am Sitz der Landesregierung in Mainz, Dieter Skala, und Dreyers Ehemann, Oberbürgermeister Klaus Jensen.

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