Kunstsalon zu Gast im Stadtmuseum

0
Sie erinnern an abgewrackte Fregatten, ohne detaillierte Schiffsmodelle zu sein: Der Künstler Michael Jakobs stellt beim Kunstsalon seine Serie vor.

Bildquelle: Michael Jakobs

Im Rahmen der Ausstellung „2000 Jahre Schifffahrt auf der Mosel“ gastiert der Kunstsalon der Tuchfabrik am Sonntag, 9. November, um 15:00 Uhr im Stadtmuseum Simeonstift. Entlang der Themen Wasser, Schifffahrt und Mosel werden die Künstler Andreas Hamacher, Michael Jakobs und Petra Jung in kurzweiligen Gesprächen mit Moderator Rainer Breuer Einblicke in ihr künstlerisches Schaffen geben und aktuelle Arbeiten zeigen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Die Künstler

Michael Jakobs, 1964 in Trier geboren und bislang noch ein Geheimtipp der Trierer Kunst-Szene, beschäftigt sich in seinen Plastiken und Fotografien mit der Vergänglichkeit der Dinge. Das Verwittern und Altern von äußerer Erscheinung zeigt auch die Serie von großformatigen Skulpturen, die er im Kunstsalon präsentieren wird: Die Figuren aus gerostetem Metall erinnern an abgewrackte Fregatten, ohne dabei jedoch detailgetreue Schiffsmodelle zu sein.

Andreas Hamacher, 1967 in Trier geboren, arbeitet mit Stahl- und Schrottteilen, die er auf den Schrottplätzen der Region findet. Auch für ihn ist das Rosten von metallischen Oberflächen von künstlerischem Interesse: Ihn erinnert der Rost an den großen Kreislauf von Entstehen, Vergehen und Neuentstehen, dem alles unterliegt. Aktuell arbeitet er an einer Plastik, die speziell für den Kunstsalon angefertigt wird und die Dreiteilung des Mosellaufs in Obermosel, Mittelmosel und Untermosel symbolisiert.

Die künstlerische Arbeit von Petra Jung beschäftigt sich mit Hüllen und Kokons: Rückzugsräume, die dem Individuum für eine gewisse Weile Schutz bieten und auch dann überdauern, wenn die Hülle zu eng geworden ist und verlassen wurde. Die Arbeiten sind der Form eines Schiffsbauches nachempfunden – als Idee einer heimeligen Wohnstätte, die uns ein Stück weit durchs Leben trägt, wo wir keinen Boden unter den Füßen finden. Ihr Ausstellungstitel: „wohin, mein Boot?“ stellt in diesem Zusammenhang die Frage nach dem ungewissen Weg auf dem Fluss des Lebens.

Der Kunstsalon ist eine regional einzigartige Möglichkeit, hautnah mit Künstlern ins Gespräch zu kommen, ihnen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen und mit anderen Interessierten in ungezwungener Atmosphäre über Kunst zu diskutieren.

Jetzt lokalo liken und keine News verpassen!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.