Sinkender Milchpreis macht Landwirten zu schaffen

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Bildquelle: pixabay

Die Discounter Aldi Nord und Süd senken ihre Preise für Milch: Pro Liter Frischmilch verlangen sie zehn Cent weniger. Vollmilch kostet nur noch 59 Cent, fettarme Milch nur noch 55 Cent. Weitere Discounter wie Lidl, Rewe und Penny zogen gleich und verbilligten auch ihre Produkte.

Verbraucher können sich freuen. Doch die Milchbauern in der Region blicken besorgt auf die neusten Entwicklungen und fürchten eine neue Krise. Es gäbe eine Verantwortung gegenüber den Milchbauern und der Milchproduktion in Deutschland. Es sei „nicht akzeptabel, wenn Molkereien und Lebensmittelhandel als einzige Antwort auf die derzeitige Marktsituation in die alten Verhaltensmuster der Billigpreispolitik zurückfallen“, so der Deutsche Bauernverband.

Auch bei einer Reihe von Molkereiprodukten wie Sahne, Quark oder Kondensmilch sowie Fleischwaren senken Discounter die Preise.

Ein großes Problem liegt im derzeitigen Überangebot. Die weltweite Milchproduktion ist enorm hoch, die Nachfrage aus China gesunken und die Sanktionen Russlands drücken die Preise. Milchbauern befürchten, dass der Auszahlungspreis der Molkereien für die Milchviehhalter in Deutschland Richtung 30 Cent je Kilogramm Rohmilch sinken wird.

Bei Arla in Pronsfeld und Hochwald in Thalfang erhalten Milchbauern momentan zwischen 32 und 34 Cent pro Liter. Die Produktionskosten liegen höher, sodass die Bauern an ihrer Milch so gut wie nichts verdienen.

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