ALBA BERLIN – ein echter „Hammergegner“ für die TBB Trier

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TBB-Trainer Henrik Rödl feuert sein Team an.

Bildquelle: Helmut Thewalt

TRIER. Alle Jahre wieder ist das Gastspiel von ALBA Berlin in Trier einer der ganz großen Saisonhöhepunkte – unabhängig von den aktuellen Platzierungen beider Teams. Das ist morgen (17 Uhr, Arena Trier) nicht anders. Das Sahnehäubchen auf dem Sonntagskuchen: Berlin kommt als Tabellenführer an die Mosel.

Die ersten Ausrufezeichen haben die Berliner in dieser noch jungen Saison schon gesetzt. Das Highlight schlechthin war der 94:93-Sieg in der o2-World gegen den amtierenden NBA-Champion, die San Antonio Spurs durch einen Buzzer Beater von Jamel McLean mit der Schlusssirene. Wenige Tage zuvor hatten sich die Albatrosse den ersten Titel der Spielzeit 2014/15 mit dem Sieg im BBL-Champions-Cup gegen Meister Bayern München gesichert.

Welchen Wert Resultate in der Vorbereitungs haben, zeigt aber auch das Euroleague-Duell vom Donnerstag, als ALBA vom amtierenden Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv teilweise vorgeführt wurde. In der ersten Halbzeit wurden die Berliner in eigener Halle von den Israelis bei der 69:84-Niederlage förmlich überrollt. Über 20:40 ging es mit 29:46 in die Halbzeit – selten zuvor waren die Albatrosse in einem Spiel so chancenlos.

In der Bundesliga dagegen spielen die Hauptstädter bisher eine überragende Rolle. Dem Erfolg im BBL-Champions-Cup ließen sie fünf Siege in fünf Spielen folgen. Mit dieser Bilanz hat sich ALBA an die Spitze der Liga gesetzt.

Gegen Aufsteiger Göttingen, der vor wenigen Tagen in München gewann, gelang ALBA am ersten Spieltag ein glatter 110:74-Sieg. Es folgten deutliche Erfolge gegen Bayreuth, Bonn, Ulm und Crailsheim. Am meisten Mühe hatte das Team von Trainer Sasa Obradovic im Telekom Dome beim 83:74-Erfolg gegen Bonn.

Dennoch ist der Auftritt der Hauptstädter in Trier immer etwas Besonderes. Erst recht, seit ALBA-Legende Henrik Rödl Trainer der TBB ist. Elf Jahre lang spielte Rödl für die Gäste, sein Trikot hängt unter dem Hallendach der o2-World. Der 45-Jährige weiß sehr genau, was sein ehemaliger Arbeitgeber in diesem Jahr kann: „ALBA ist für mich im Moment die stärkste Mannschaft der Liga, vor allem defensiv sehr aggressiv und tief besetzt. Wie in den letzten Jahren auch hatten sie einen guten Saisonstart. In Berlin sind die Ansprüche immer hoch, man muss abwarten, wie sich das über die Saison entwickelt – aber im Moment sehen sie sehr gut aus und sind für uns natürlich ein echter Hammergegner.“

Die klare Zielsetzung der Gäste in diesem Jahr ist die Verhinderung der Münchener Titelverteidigung. Headcoach Sasa Obradovic, ehmaliger Teamkollege von Henrik Rödl, als Trainer Meister mit Köln und als Spieler hoch dekoriert, dirigiert wieder ein Starensemble, das nur wenige personelle Änderungen erfuhr. Clifford Hammonds, der wohl beste Verteidiger der Liga, ist für Rödl „der Schlüsselspieler, extrem aggressiv und mannschaftsdienlich“. Dazu kommen Reggie Redding, der vielseitig einsetzbare Topscorer, Vojdan Stojanovski, die rechte Hand Obradovics, Leon Radosevic, der vielleicht beste Center der Liga und viele weitere Stars.

Natürlich geht Trier als krasser Außenseiter in diese Partie. Vergleich mit dem legendären „Jahrhundertspiel“ von 1998, als die Moselaner die Berliner nach einem 25-Punkte-Rückstand noch besiegen konnte, verbieten sich. Das Publikumsinteresse am „Hammergegner“ (O-Ton Rödl) ist seit eh und je ungebrochen, der beste Besuch der Saison wird erwartet. Fans sind gut beraten die Tickethotline (Tel.: 0651/9790777 oder 00352/20301011) zu nutzen, um sich am Sonntag lange Wartezeiten zu sparen. Die Tore der Arena sind ab 15 Uhr geöffnet.

Das Spiel wird live auf Sport 1 übertragen. red/wir

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