Grusel-Terror in der Region – Vorsicht vor Horror-Clowns

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Wasco war der Anfang - was als Scherz begann, hat nun leider auch gewalttätige Ausläufe gefunden

Bildquelle: Instagram, Twitter, Facebook

LUXEMBURG. In den USA und Frankreich treiben sie schon seit einiger Zeit ihr Unwesen: Gruselharlekine. Menschen kostümieren sich als Clowns, spuken in der Nacht durch die Straßen und erschrecken Passanten zu Tode. In vielen Fällen werden sie aber auch gewalttätig und attackieren mit Waffenattrappen.

Dieser Clown tauchte kürzlich in Frankreich auf
Dieser Clown tauchte kürzlich in Frankreich auf

Jetzt wurden die ersten Clowns auch bei uns gesichtet. Auf Facebook mehren sich bisher unbestätigte Meldungen, Grusel-Clowns in Luxemburg gesehen zu haben. Das Phänomen scheint in die Region zu schwappen.

Viele Clowns wollen einfach nur skurril auffallen oder verüben harmlose Streiche. Oft sind es Einzelpersonen, in anderen Fällen kommen sie direkt in Horden. Allerdings mehren sich Anzeigen von Gewaltakten. Die Clowns rüsten sich mit Attrappen oder echten Waffen wie Schlagstöcken, Messern oder Kettensägen und attackieren unschuldige Passanten.  Erst Anfang der Woche wurde in Frankreich ein Jugendlicher festgenommen und zu einem Jahr Haft, davon vier Monate Gefängnis und die restlichen acht Monate zur Bewährung ausgesetzt, verurteilt. Er hatte einen Mann 30 Mal mit einer Eisenstange geschlagen. Das Opfer ist seitdem traumatisiert. Ebenfalls in Frankreich hat ein 19-jähriger Fleischerlehrling als Clown maskiert Kinder in einem Park gejagt und mit einem Knüppel bedroht. In Belgien haben Dienstagnacht gleich zwei „Horror-Clowns“ eine 18-jährige Frau angegriffen. SIe versuchte zu flüchten, wurde aber von den Angreifern festgehalten und geschlagen.

Dieser Clown wurde laut Facebook in Luxemburg gesehen
Dieser Clown wurde laut Facebook in Luxemburg gesehen

Das Phänomen scheint eine neue Dimension zu erreichen. Videos werden ins Netz gestellt, auf Fotos wird sich mit dem Grusel-Look gebrüstet, auf Facebook laufen Wetten. Der Clown scheint zu einem gefährlichen Trend zu werden. Aber auch Gegenbewegungen werden aktiv. Es wird zur „Jagd auf Clowns“ aufgerufen. Beamte haben bereits mehrere selbsternannte Ordnungshüter festgenommen, die mit Waffen ausgerüstet waren.

Der Luxemburger Polizeisprecher Serge Arendt geht davon aus, „dass an Halloween zahlreiche Clowns ihr Unwesen in Luxemburg treiben werden. Wir sind vorbereitet und werden in der Nacht unsere Polizeistreifen verstärken.“ Die Polizei habe schon etliche Meldungen von besorgten Bürgern erhalten.

Die echten, lustigen und kinderlieben Clowns sorgen sich unterdessen um ihr Image. „95 Prozent der Leute, mit denen ich spreche, sagen mir, sie hätten Angst vor Clowns“, so Randy Christensen, Präsident der World-Clown-Association.

Um die Anwesenheit eines aggressiven Clowns anzuzeigen, informieren Sie die Polizei.

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