Uhr umstellen nicht vergessen! – Die wichtigsten Fakten zur Zeitumstellung

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Heute Nacht wird wieder einmal an der Uhr gedreht.

Bildquelle: Universum Bremen, lokalo

TRIER.  Die Sommerzeit naht. Heißt für die heutige Nacht: Um 2 Uhr wird die Uhr wieder auf 3 Uhr vorgestellt. Hier die  wichtigsten Fakten zur Zeitumstellung.

1. WO WIRD DIE ZEIT UMGESTELLT?

Deutschland ist einer von mehr als 60 Staaten, in denen zwei Mal pro Jahr die Uhren umgestellt werden. Mit der Einführung der Sommerzeit 1980 sollte nach der Ölkrise das Tageslicht eine Stunde länger genutzt und damit Energie gespart werden. Die deutsche Energiewirtschaft kann dennoch keine messbare Sparwirkung durch das Drehen am Zeiger erkennen. Seit 1996 stellen alle EU-Länder die Uhren am letzten Sonntag im Oktober eine Stunde zurück und im März wieder vor.

Die obige Karte verdeutlicht anhand der blauen Staaten, wo die Umstellung durchgeführt wird. Orange markiert sind Staaten, in denen es nur doch die Sommerzeit gibt. In roten Staaten gibt und gab es nie Zeitumstellungen.

2. WER PROFITIERT? WER LEIDET?

Insgesamt sagen Experten: Innerhalb von drei Tagen ist für einen gesunden Menschen die Umstellung zu schaffen. Dann hat sich der Biorhythmus daran gewöhnt. Umgestellt werden müssen unter anderem Hormonproduktion, Stoffwechsel, Gehirntätigkeit. Der Wechsel kostet Energie, viele Menschen sind in dieser Phase müde, erschöpft, schlecht gelaunt.

3. TIPPS ZUR UMGEWÖHNUNG

Der Biorhythmus des Menschen orientiert sich vor allem an Licht und Dunkelheit. Zur Umgewöhnung hilft es, möglichst viel Tageslicht an den Körper zu lassen. Außerdem sollten stets Fenster zur frischen Luftzufuhr geöffnet sein. Schlechte Heizungsluft sollte vermieden werden. Zudem hilft Bewegung, um sich an die neuen Zeiten zu gewöhnen.

4. WELCHE NEBENEFFEKTE HAT DIE UMSTELLUNG?

Symbolfoto

Die Zeitumstellung führt alljährlich diverse negative Nebenwirkungen mit sich. In den Tagen nach der Verschiebung steigt die Unfallquote um rund acht Prozent. Als Grund gibt der Automobilverband ADAC vor allem Müdigkeit und Schlaffheit an. Der Körper hat sich noch nicht an die Umstellung gewöhnt und braucht so häufiger aktive Pausen vom konzentrierten Autofahren.

Auch die Anzahl der eingelieferten Patienten mit Schlaganfall steigt in den Tagen nach der Zeitumstellung. Durch den Mini-Jetlag im menschlichen Körper erhöht sich gerade bei der älteren Bevölkerung das Infarkt-Risiko deutlich.

Zu Pannen kann es vor allem durch nicht umgestellte Uhren kommen. So verpassen immer wieder Busfahrer, Lokführer oder Piloten die halbjährliche Zeitumstellung und sorgen für Chaos. Auch Politiker sind davor nicht immer gewappnet: Bei der vorletzten Zeitumstellung verpasste Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer eine für acht Uhr morgens angesetzte Telefonkonferenz, weil er seinen Wecker nicht umgestellt hatte.

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