Erst nackt gechattet, dann erpresst

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Vorsicht bei intimen Videochats in sozialen Netzwerken.

Bildquelle: wikipedia

HESPERINGEN/LUXEMBURG. Es passiert wohl täglich in den sozialen Netzwerken. Am Dienstag meldete die Polizei, dass sich ein Mann aus Hesperingen bei einem Facebookchat nackt hatte filmen lassen. Dann wurde er aufgefordert, eine bestimmte Summe zu überweisen. Sonst würde das gefilmte Material in sozialen Medien veröffentlicht.

Die Masche der Internetbrtrüger ist dabei immer gleich. Männer suchen in sozialen Netzwerken Kontakt zu hübschen Frauen. Lockvögel stellen den Kontakt her, man beginnt zu chatten. Nach einiger Zeit werden die Angebote der Frau freizügiger und es kommt zur Frage, ob man nicht per Video chatten möchte, damit man sich auch einmal zu Gesicht bekommt.

In dem Glauben, eine freizügige Frau kennengelernt zu haben, gehen viele Männer auf das Angebot ein. Der Chat wird intimer, die ersten Hüllen fallen, wobei der Mann mehr zeigt als die angeblich interessierte Frau auf der anderen Seite der Verbindung.

Plötzlich erscheint ein anderer Mann im Bild und fordert eine sofortige Überweisung, da der Videochat aufgenommen wurde und jederzeit mit Veröffentlichung des Namens im Internet landen könne.

Vergangenes Jahr sollen es gar 200 Fälle hierzulande gegeben haben, so die Polizei Luxemburg. „Es fallen regelmäßig Männer drauf rein“, sagt Daniel Back von der Polizei Luxemburg gegenüber Wort.lu Frauen würden als Lockvögel eingesetzt. „Dann heißt es: ‚Mach die Kamera an, ich zeige Dir etwas und Du zeigst mir etwas.‘ Es gibt diese Masche in allen Varianten.“

Der Mann aus Hesperingen hat sich nicht erpressen lassen, sondern meldete den Vorfall der Polizei im Großherzugtum. (Wort.lu/red)

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