Frauenhandball-Bundesliga: „Tussies“ zeigen Miezen die Grenzen auf

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Judith Derbach (rotes Trikot) erzielte in Metzingen fünf Treffer für die Miezen.

Bildquelle: TriSign

METZINGEN. Die Trierer Miezen sind mit der erwarteten Niederlage im Gepäck vom Spiel beim TuS Metzingen zurückgekehrt. Am fünften Spieltag der Frauenhandball-Bundesliga unterlag Trier vor 740 Zuschauern mit 25:35 (14:18) und hält damit weiterhin die Rote Laterne in der Hand.
Während der gesamten Partie lagen die Gäste von der zweiten Minute an immer zurück, blieben aber im ersten Abschnitt fast ständig auf Tuchfühlung. Meist betrug der Rückstand nur ein oder zwei Tore. Die Ausnahme: Nach 20 Minuten hatte sich Metzingen erstmals abgesetzt. Beim Stand von 8:13 riefen Cristina Cabeza und Jana Arnosova aber dann zur Auszeit. Mit Erfolg – denn kurz vor der Pause war Trier wieder dran (14:16). Dann nahm Metzingen eine Auszeit und zog bis zum Wechsel noch auf vier Treffer davon. Ein Resultat, das im Handball noch problemlos aufgeholt werden kann. Mut schöpften die Gäste auch deshalb, weil Rekordtorjägerin Shenia Minevskaj bis dahin nur eine durchschnittliche Leistung abgeliefert hatte und Jessica Kockler im Tor der Miezen eine ansprechende Leistung zeigte.

Im zweiten Durchgang zog Metzingen aber an, war vor allem im Abschluss weitaus konsequenter. Shenia, die Tochter der Ex-Mieze Svetlana Minevskaja, die in wenigen Tagen 22 Jahre alt wird und ihre Karriere bei der DJK/MJC Trier gestartet hat, war im zweiten Abschnitt nicht mehr zu halten. Bis weit in die zweite Halbzeit hinein hielt sich der Rückstand in Grenzen. Letztmals war die MJC nach zwei Treffern in Folge der starken Judith Derbach auf Tuchfühlung (20:23/42.), dann hatte Trier endgültig sein Pulver verschossen. Im Angriff ging jetzt nur noch von Neuzugang Maxime Struijs Gefahr aus. Der Neuzugang aus den Niederlanden war auch mit neun Treffern, die sie ausschließlich aus dem Feld erzielte, beste Trierer Werferin. Ihr am nächsten kam Katrin Schneider (erwartet) und Judith Derbach (unerwartet) mit jeweils fünf Toren.

Natürlich sind die TusSies Metzingen – so nennen sie sich selbst – ein Gegner, mit dem sich die Miezen nicht vergleichen können. Dass es in der Schlussphase erneut bergab ging, muss jedoch zu denken geben. Hier schlägt sich sicherlich nieder, dass die Mannschaft von Cristina Cabeza im Training nicht denselben Aufwand betreiben kann wie die Konkurrenz.

DJK/MJC Trier: Jessica Kockler, Verena Flöck – Celine Michielsen (2), Hannah Sattler (1), Sanne Backhed (0), Esther Mohr (0), Katrin Schneider (5/3), Lindsey Houben (0), Andrea Czanik (1), Jana Kordel (0), Judith Derbach (5), Maxime Strujs (9), Franziska Garcia-Almendaris (2)

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Beste Werferinnen für Metzingen waren Shenia Minevskaja (10/4), Alexandra Kubasta, Anna Lörper und Bernadett Temes (je 4)

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