Grüne: Alternativen für Egbert prüfen

7
Für rund 120 Schülerinnen und Schüler, die sich auf sieben Klassen verteilen, geht es derzeit allmorgendlich nach Kürenz. Dort steht ein Schulgebäude leer. Wie mit dem Schimmelproblem in Egbert weiter verfahren wird, steht noch in den Sternen.

Bildquelle: Grundschule Egbert

TRIER. Nicht nur Elternvertreter der Trierer Egbert-Grundschule finden: Es ist derzeit einer der unhaltbarsten Zustände im Trierer OB-Wahl-Vakuum – Die aktuelle Situation der Grundschule im Trierer Osten. Aufgrund starken Schimmelbefalls müssen die Erst- bis Viertklässler derzeit zum Unterricht in das leerstehende Schulgebäude der ehemaligen Grundschule in Kürenz pendeln. Für die Zukunft gibt es mehrere denkbare Alternativen: Neubau, Sanierung, Teilsanierung oder Schließung. Doch während des tobenden OB-Wahlkampfes der vergangenen Wochen schwebte das Thema im entscheidungsfreien Raum. Die Grünen fordern nun die Prüfung von Alternativen. 

So stellt die Grünen-Fraktion in der kommenden Stadtratssitzung am Montag sowohl einen Antrag, wie auch eine Anfrage zum Thema Egbert. Dabei geht es vor allem in der Anfrage sofort hitzig zu. Dominik Heinreich, Ortsvorsteher des betroffenen Stadtteils Trier-Mitte/Gartenfeld verlangt vom amtierenden Stadtvorstand sogar eine detaillierte Aufzählung, wie welche Entscheidungen rund um die Grundschule Kürenz und Egbert zustande kamen. Mit dem Zusatz „wenn überhaupt“ geht er dabei mit den aktuellen Dezernenten hart ins Gericht.

Heinrich kämpft für „seinen“ Standort Egbert. Auch die Elternvertreter der iDötzchen sind aktiv, gestalten Plakate und machen in Sozialen Netzwerken auf ihre Problemlage aufmerksam. Trotz des couragierten Engagements steht der Grundschule eine ungewisse Zukunft bevor. Ein Neubau lässt sich allein aus dem Stadtsäckl kaum finanzieren, eine Teilsanierung wäre finanziell denkbar, aber unökonomisch, eine Gesamtsanierung ist fast ebenso teuer wie ein Neubau, hinzu kommen aktuelle Auflagen zu Brandschutz und energetischer Sanierung. Auch die viel diskutierte Ansicht „Lieber weniger Grundschulen, als welche, in denen es von der Decke tropft“ kommt in Betracht.

Doch so leicht wollen die Egberter und allen voran Dominik Heinrich, der im Trierer Osten auf ein großes Lager aus Stammwählern zurückgreifen kann, nicht aufgeben. In einem Antrag fordert er für seine grüne Fraktion den Stadtrat auf, alternative Standorte von der Verwaltung prüfen zu lassen. Darunter fallen das Kommunale Studieninstitut (KSI) in der Hettnerstraße, das ursprünglich durch die Dienstleistungsbehörde Ländlicher Raum (DLR) genutzt wurde, und das derzeit durch unter anderem das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium (FWG) genutzte Schulgebäude in der Egbert-Straße.

Diese Prüfung könnte allerdings bereits an den knappen Raumkapazitäten der beiden Gebäude scheitern. Auch ist fraglich, ob etwaige bauliche Maßnahmen erforderlich wären. Die Grünen schlagen außerdem vor, die Eigentumsverhältnisse genauer zu beleuchten. „Es ist zu prüfen,ob die derzeitigen Eigentümer gegebenenfalls zu einem Ringtausch mit dem bisherigen Grundstück in der Egbert-Grundschule in der Olewiger Straße bereit seien“, so Heinrich. Wie der Stadtrat mit diesem unkonventionellen Vorschlag umgeht, wird sich am Montag zeigen.

Der Stadtrat tagt ab 17 Uhr in der Europäischen Rechtsakademie, da der Große Ratssaal noch durch die Oberbürgermeister-Wahl belegt sein wird.

Jetzt lokalo liken und keine News verpassen!

7 KOMMENTARE

  1. Tri Tra Trulla la

    … der Heinrich der ist wieder da …

    Und mit ihm mal wieder eine seiner neuerlichen abstrusen Forderungen.<

    So Herr Heinrich, wenn denn wie sie verlangen alles geprüft werden soll, fangen wir doch mal damit an.

    Wieviele Kinder melden sich neuerlich im Schnitt so in Egbert an ? Wie nur Einzügig ?? Ach stimmt ja im Koalitionspapier mit den Zockern habt ihr ja den Weg für die seit Herbst 2014 äusserst gesunde Einzügigkeit geebnet … Ist klar …

    Von daher finde ich sollte das FWG vielleicht ganz seinen Werg räumen und Platz für "ihre" Schule machen ! Denn wir sind Egbert und Egbert ist Trier … Und da Mitte Gartenfeld für sie scheinbar Trier ist macht auch der Ansturm gegen das neue Nahversorgungszentrum in Kürenz gleich Sinn … Nun ergibt das alles ein Bild. Pontius Heinrich, der Statthalter von Trier, der Vorzeigegrüne aus dem Gartenfeld. Den ho(h)len (wir wieder!).

    Ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen könnte.

    Lieber Ostler, (die Mitte der Stadt interessiert eure Schule längst nicht mehr und die Mehrheit hoffentlich auch nicht) es tut gar nicht so weh wenn die Schule zu ist. Und wenn eure Kinder, die die Ergebnisse der Massnahme (egal welcher Art) gar nicht mehr miterleben bereits in den weiterführenden Schulen sind habt
    auch ihr eure Schule vergessen und euch mit dem sozialen Wohnblock der auf dem Gelände errichtet wurde angefreundet !

  2. Jaja… da sind sie wieder… die „Grünen Klientelbediener“. Egal wie leer die Stadtkasse auch sein mag. Hauptsache meine Stammwähler werden bedient!

    Selbstverständlich sollte ein Ortsvorsteher auch immer für seinen Ortsteil kämpfen, aber sollte in diesem Fall nicht vielmehr die optimale Bildungsversorgung der Kinder im Mittelpunkt stehen? An einer „maroden Burg“ festzuhalten erscheint mir wenig sinnvoll.

    Die Empörung der Eltern ist für mich auch nicht nachvollziehbar. Zu dem Zeitpunkt an dem die Baumassnahmen abgschlossen sind, werden die allermeisten der heutigen Schüler die Schule bereits verlassen haben. Die Kinder derer, die sich aktuell so sehr empören werden die „neue Egbert Schule“ wohl kaum besuchen.

    Herrschaften: Wer das beste für sein Kind will meldet zum nächsten Termin in einer Grundschule der benachbarten Ortsteile an!!
    Hierzu ist der Stadtrat als ganzes gefragt. Wenn die Ratsherren und Ratsdamen mit sich selbst und den Bürgern ehrlich sind, und den Eltern endlich helfen wollen folgen Sie dem Vorschlag des Bürgerhaushalts und teilen die Kinder auf die benachbarten Grundschulen auf.

  3. Die ständige Wiederholung falscher Behauptungen und kruder Vorschläge machen sie nicht besser:

    Der Schulbezirk Egbert gehört zu den wenigen, denen von (neutralen) Gutachtern wachsende Schülerzahlen prognostiziert wird. Wunsch obiger Kommentatoren ist doch nur, dass die Egbert-Schüler erhebliche Lücken in benachbarten Grundschulen auffüllen. Dass dies aber langfristig zu erheblichen Kosten führen würde, wird dabei ausgeblendet. Ganz abgesehen von den anfallenden Fahrtkosten der Bustransfers: Glauben Sie ernsthaft, dass benachbarte Grundschulen die Egbert-Kinder ohne kostenintensive Baumaßnahmen aufnehmen können?

    Und wenn man die Grundschule Olewig Olewig genauer betrachtet, so ist auch dort ein Sanierungsstau erkennbar. Barrierefreiheit = Null. Räume für einen Ganztagsbetrieb nicht vorhanden. Vehrkesprobleme in Alt-Olewig wären an der Tagesordnung.
    Und die Grundschule Kürenz? Die hatte genug Platz für die Kürenzer Einzügigkeit. Für die Egbert-Kinder ist diese Schule jetzt schon zu klein. Wie sollen dort noch mehr Kinder Platz finden? Erweiterungsmöglichkeiten gibt das Grundstück nicht her!

    Der Schulentwicklungsplan muss sich am zukünftigen Bedarf orientieren und nicht am Bauzustand der Schulen!

  4. Die Grenzen gehören Schlicht und ergreifend an die Realität angepasst ! Danach gehören die Schülerzahlen neu erhoben und dann gehört eine Bedarfsanalyse erstellt und nicht in umgekehrter Reihenfolge. Egal aus welchem Ortsteil ich komme.

    Die ewigen Forderungen aus dem grünen Lager machen die Situation auch nicht besser. Unerträglich wird die Situation für mich als bekennenden Kürenzer allerdings genau dann wenn aus den Reihen der Politiker innerhalb eines Jahres Argumente so gedreht werden dass es auf die derzeitige Situation und Wünsche passt:

    Ein konkretes und leider sehr reales Beispiel:

    Aussage aus dem Gutachen von Krämer Mandeau: Einzügige Schulen sind nicht wirtschaftlich ! Wurde damals als schlagkräftiges Argument von Dempfle, Teuber und dem seltsamen Grünen verwendet und ist auch entsprechend so nachzulesen.

    Nun da der erste Konkurrent um den Erhalt ausgestochen wurde und Egbert mit absoluter Sicherheit trotz irgendwelcher komischen Prognosen (wann erhoben und von wem und vor allen Dingen auf welcher Grundlage) in der Einzügigkeit versinken wird, steht im „Koalitionsvetrag“ der Grünen mit den Schwarzen, dass eine gesunde !?! Einzügigkeit bei Grundschulen angestrebt wird !

    Wenn die also nun angestrebt werden soll und die Grenzen bereinigt sind, dann bin ich mir sicher, dass die GS in Kürenz den Bedarf der einzügigen Egbert Kinder mehr als decken wird. Aber darum gehts doch am Ende gar nicht …

    Ging es nicht eigentlich darum ein wenig zu sparen und sinnlose Ausgaben zu reduzieren ? Stattdessen lese ich permanent von der Grünen Ostpartei irgendwelche Forderungen nach Geld, Umbau, Neubau oder was auch immer …

    Eine Prüfung der Schulgrenzbezirke sollte als aller erstes geschehen und ist eine der grundvorraussetzungen für sinnvolles weiterarbeiten. Dazu brauch man in der Regel doch nur einen Stadtplan und ein wenig klaren Menschenverstand …

  5. Richtig: Gegen eine Anpassung der Schulbezirksgrenzen ist nichts einzuwenden, da sie den Überhang einer zweizügigen Egbert-Grundschule auffangen würde. Diesen Vorschlag hat der Schulelternbeirat gemacht und gemeinsam mit den Eltern aus Kürenz für diese Idee geworben. Die Grundschule Kürenz konnte nicht gerettet werden, weil die CDU und – vor allen – die SPD dies nicht wollte.

    Was die SPD und Herr Leibe wollen, ist die Schliessung weiterer Grundschulen. Dazu zählen vermutlich neben Martin, Egbert auch noch weitere. Beflissentlich wurde dieses Thema von der SPD seit einem Jahr aus allen öffentlichen Diskussionen heraus gehalten.

    Herr Leibe wurde nicht wegen seiner seicht formulierten Standpunkte zum Schulentwicklungskonzept gewählt, sondern weil ihm die Bürger die Verwaltungsarbeit im Rathaus eher zutrauten als Frau Zock.

    Wenn wir nun – wie die obigen Kommmentatoren es wollen (oder ist es nur einer mit unterschiedlichen „Namen“?) – bei der Diskussion zum Schulentwicklungskonzept von vorne anfangen, wird es nie zu Ende gebracht. Dann sind unsere Schulen in einem derart schlechten Zustand, dass in Trier alle Schulen geschlossen und die Schüler in die umliegenden Landkreise verfrachtet werden.

  6. Komisch ich habe die Klasse 1b (mit ich glaube 3-5 Kinder die noch nicht einmal in den großen Schulbezirk Egbert gehören) der 2-zügigen Egbert Schule mit Überhang ! ja noch gar nicht kennengelernt. Es gibt keine 2zügigkeit und schon gar keinen Überhang mehr.

    Das die GS Kürenz nicht zu halten war und Egbert stattdessen erhalten wurde ist eine schlagkräftiges und überaus fundierte Aussage wenn man bedenkt in welchem Gebäude die Egberter nun ihren Unterricht bekommen (und in dem sie im Übrigen fast jede Nacht das Licht brennen lassen !!!!)

    Auch möchte ich als einer der obigen Kommentatoren (vielleicht tatsächlich mit verschiedene Namen) nicht neu anfangen, sondern lediglich dass die Entwicklung konsequent weitergeführt wird und dazu gehört nun die Schliessung von Egbert und vielleicht auch weiteren Schulen !!!

    SO WHAT !!! Von daher sind wir wieder bei der SPD die keineswegs dafür verantwortlich ist dass NUR Kürenz zugemacht wurde sondern von Anfang an die Schliessung aller 3 Schulen wollte. Alle hätten damit leben können das Kürenz, Egbert und Martin dicht gemacht worden wäre denn das hätte letztlich was gespart und Ambrosius seine 4-zügigkeit gegeben. Die Grünen und die Schwarzen haben sich darauf geeinigt dass IHRE Schulen bestehen bleiben und Kürenz das Bauernopfer gibt und genau das macht die derzeitige „Umsetzung“ des Schulentwicklungskonzepts so unerträglich !

    Wir Kürenzer haben das sinkende Schiff mit erhobenem Haupt verlassen (in verschiedene Richtungen aber egal) Warum können die Egberter das denn nicht ? Ich glaube selbst im Stadtrat rollen die meisten Leute schon die Augen wenn sie vom grünen Vorturner mit seinem leidigen Thema malträtiert werden.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.