Stadt und Uni – Neuer Schub für die Zusammenarbeit

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Universitätspräsident Prof. Michael Jäckel (links) und OB Klaus Jensen wollen künftig noch stärker zusammenarbeiten.

Bildquelle: Presseamt Trier

TRIER. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Universität wird auf eine neue Ebene gehoben: Oberbürgermeister Klaus Jensen und Universitätspräsident Professor Dr. Michael Jäckel unterzeichneten im Rathaus erstmals eine Kooperationsvereinbarung. 

In dem dreiseitigen Dokument, bestehend aus sechs Paragraphen, werden Ziele und Möglichkeiten der verstärkten Kooperation beschrieben. So ist die Rede davon, dass die Felder der Zusammenarbeit in einem Arbeitsprogramm zusammengefasst werden, „das jederzeit erweitert werden kann“. Grundsätzlich ist geplant, das Programm nach jeweils zwei Jahren zu überprüfen und anzupassen.

„Zwar arbeiten wir schon länger konstruktiv und in freundschaftlicher Atmosphäre zusammen, aber wir haben auch festgestellt, dass es noch Potenzial zur Ausweitung der Zusammenarbeit gibt“, sagte Jensen. Jäckel betonte: „Die gute Zusammenarbeit der Vergangenheit erhält durch die Vereinbarung einen zusätzlichen Schub.“ Die Kernpunkte der Zusammenarbeit sind vielfältig: So soll die Veranstaltung „City Campus“, bei der den Bürgern die Angebote und Bedeutung der Universität deutlich gemacht werden sollen, künftig alle zwei Jahre in der Stadt stattfinden. Der OB lobte die vergangene Ausgabe Ende September: „Was die Uni dort bewerkstelligt hat, war unglaublich. Es war eine wunderbare Veranstaltung.“ Uni-Präsident Jäckel sagte, er könne sich als künftigen Veranstaltungsort auch sehr gut die Viehmarktthermen vorstellen. Aber auch andere Veranstaltungsformate zwischen Universität und Stadt sind geplant, wie etwa ein „Römischer Sommer“, bei dem Events mit historischem Charakter von verschiedenen Fachbereichen der Universität unterstützt werden sollen.

Ein weiteres Feld der Zusammenarbeit betrifft das Thema Gesundheit. „Dieses Thema wird eine zentrale Rolle spielen“, machte Jäckel deutlich. Seit Jahren engagieren sich die Stadt Trier und das Land Rheinland-Pfalz für den Ausbau der Gesundheitswirtschaft. Die Uni wiederum verfügt über spezifische Einrichtungen der Gesundheitswissenschaften. Gemeinsam können beide Seiten die akademische Ausbildung, berufliche Weiterbildung und praxisbezogene Forschung koordinieren und weiterentwickeln.

Jensen unterstrich die Bedeutung eines weiteren gemeinsam geplanten Projekts: die Einrichtung eines „Instituts für Stadtentwicklung“. Mit dieser Einrichtung sollen die gemeinsamen Erfahrungen vergangener Projekte von Stadt und Uni im Bereich Stadtentwicklung und Stadtforschung enger zusammengeführt werden, auch, um bei der Akquisition von Fördermitteln eine stärkere Kooperation nach außen dokumentieren zu können.

Auch im kulturellen Bereich werden Stadt und Uni im Rahmen der Kooperationsvereinbarung verstärkt zusammenarbeiten. So soll jährlich ein „Tag der Universität im Theater der Stadt Trier“ stattfinden, mit dem die stärkere Zusammenarbeit zwischen Theater und bestimmten Fachbereichen der Universität zum Ausdruck kommen soll. Auch soll dadurch die Entwicklung neuer Lehrformate gefördert werden.

Auf die Realisierung eines gemeinsamen Gästehauses zwischen Stadt, Universität, Hochschule und Theologischer Fakultät hoffen sowohl Jensen als auch Jäckel. „Wenn wir es gemeinsam versuchen, kriegen wir es hin“, so der Tenor.

Verantwortlich für die Umsetzung der Projekte und die Erstellung eines Arbeitsprogramms ist eine Lenkungsgruppe bestehend aus Stadtvorstand, Universitätsleitung und einem vom Senat der Universität zu bestellenden studentischen Mitglied. Der Erweiterung der Lenkungsgruppe um einen Vertreter der Studenten hatte der Steuerungsausschuss jüngst zugestimmt.

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