Restrukturierung bei JTI – Auch Trier betroffen

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Einer der besten europäischen Arbeitgeber ist auch in Trier daheim.

Bildquelle: Hochschule Trier

TRIER. Japan Tobacco International (JTI) veröffentlichte am Dienstag einen Vorschlag zur Restrukturierung seiner Produktionsstätten in Europa. Als nächster Schritt soll mit den jeweiligen Sozialpartnern über die mögliche Schließung der Produktionsstätten in Lisnafillan (Nordirland) und Wervik (Belgien) beraten werden. Zudem ist vorgesehen, die Feinschnitt-Produktion aus dem Werk in Trier an einer anderen Produktionsstätte innerhalb der EU zu bündeln. Bei einer möglichen Schließung des Werks in Lisnafillan würden Forschungs- und Entwicklungskapazitäten an den JTI Standort in Trier verlagert werden.

Mit diesen Restrukturierungsvorschlägen reagiert JTI auf die wirtschaftlichen Herausforderungen und Volumenrückgänge – auch bedingt durch hohe Verbrauchssteuern, die erheblichen Auswirkungen des illegalen Handels und die restriktive Regulierung durch die neue europäische Tabakproduktrichtlinie. Nach der Konsultation mit den Mitarbeitervertretern sollen die Pläne Schritt-für Schritt bis zum Jahr 2018 umgesetzt werden.
Die vorgesehenen Veränderungen betreffen EU-weit insgesamt etwa 1.100 Vollzeitstellen. In Trier sind für die etwa 100 Mitarbeiter der Feinschnitt-Produktion keine betriebsbedingten Kündigungen vorgesehen. Sie werden in anderen Bereichen eingesetzt, in denen aufgrund natürlicher Fluktuation Stellen freiwerden.

Bei einer Schließung des Standorts Lisnafillan wäre vorgesehen, dort angesiedelte Forschungs- und Entwicklungsaufgaben in die Teams in Trier zu integrieren.

„Der Restrukturierungsplan ist notwendig, um die Wettbewerbsposition von JTI zu festigen und künftige Herausforderungen in einem schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld zu bewältigen“, erklärt Jürgen Radermacher, Geschäftsführer der JT International Germany GmbH. „Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir unseren betroffenen JTI-Mitarbeitern in Trier andere adäquate Arbeitsplätze anbieten können. Die geplante Zusammenführung von Forschungs- und Entwicklungsstellen an die Mosel wird zudem die Position des Standorts stärken.“

Hintergrund für die vorgeschlagenen Umstrukturierungen sind die herausfordernden wirtschaftlichen und politische Rahmenbedingungen für die Tabakindustrie. Diese und der Druck höherer Verbrauchssteuern sowie die anhaltenden Auswirkungen des illegalen Handels in bedeutenden westeuropäischen Absatzmärkten zu deutlichen Volumenrückgängen geführt.

Erschwert wird die Situation außerdem durch neue Rechtsvorschriften wie die überarbeitete EU Tabakproduktrichtlinie, die erhebliche Einschränkungen hinsichtlich der Packungsformate und damit Auswirkungen auf den Produktionsbetrieb mit sich bringt.

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