Dolphins überrollen Kaiserslautern – Trier erster Tabellenführer

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Dirk Passiwan, überragender Spieler der Goldmann Dolphins Trier.

Bildquelle: Sandra Wagner

TRIER. Am Samstagabend trafen im ersten rheinland-pfälzischen Derby der Geschichte der Rollstuhlbasketball-Bundesliga die Goldmann Dolphins Trier und die Rolling Devils aus Kaiserslautern aufeinander. Der Aufsteiger aus der Pfalz kam in der Arena mit 93:38 unter die Räder.

Von Beginn an war klar, wer Herr im Haus ist. Die Pfälzer, die ohne ihren Neuzugang Taz Capasso angetreten waren, kamen nicht gut in das Spiel. Die Gäste, die sich als Aufsteiger in der Liga etablieren wollen, wurden vom großen Druck der Trierer Defensive überrascht und fanden kaum freie Würfe.

Auf Trierer Seite lief es. Das eingespielte Team um Dik Passiwan konnte bereits zur Hälfte des ersten Viertels mit zehn Punkten Differenz in Führung gehen. Kaiserslautern reagierte schon früh mit einer Auszeit, um den Spielfluss der Trierer zu stören. Ohne große Wirkung, mit 23:12 ging es in die erste Viertelpause.

Was dann passierte, konnte sich Spielertrainer Dirk Passiwan nach dem Spiel nicht erklären: „Vielleicht waren wir uns zu sicher.“ Die Dolphins verloren ihre klare Linie, das Spiel wurde zerfahrener auf beiden Seiten. Passiwan nahm eine Auszeit und die lauten Worte des Trainers zeigten Wirkung. Angetrieben durch den Kapitän der deutschen Nationalmannschaft fand das Team zurück ins Spiel und konnte sich bis zur Halbzeit mit 39:20 absetzen.

In der zweiten Halbzeit versuchten die Devils eine andere Taktik. Mit einer Ganzfeldpresse wollte man den Spielaufbau der Gastgeber schon früh stören. Dies gelang zumindest eine zeitlang. Eine 6:0- Serie der Pfälzer ließ die rund 30 mitgereisten Fans wieder auf die Sensation hoffen. Erst nach drei Minuten im dritten Viertel gelang den Trierern der erste Punkt. Mit einer zehn-Punkte-Serie waren dann aber die Hoffnungen der Gäste zerstört. Mit 63:28 ging es in das letzte Viertel.

Dort spielten die Dolphins ihre Erfahrung aus. Clever konnten sie sich Punkt um Punkt absetzen. Kaiserslautern hatte sich aufgegeben und ergab sich seinem Schicksal. Am Ende stand ein deutlichen 93:38 aus Sicht der Trierer, die sich damit an die Tabellenspitze setzen.

Überragend an diesem Abend wieder einmal Topscorer Dirk Passiwan mit einem Triple-Double (35 Punkte/20 Rebounds/11 Assists) und Janet McLachlan mit einer Trefferquote von 81% aus dem Feld. Dirk Passiwan war nach dem Spiel zufrieden: „Man sieht, dass wir eingespielt sind, ab und zu hakt es noch, aber es war ein guter Start. Mit Marc haben wir einen Spieler dazugewonnen, der uns deutlich mehr Möglichkeiten in den Lineups gibt. Wir dürfen uns aber nicht ausruhen, sondern müssen weiter arbeiten.“ Auch Wolfram Leibe, OB-Kandidat der SPD, der auf Einladung der Dolphins mit seiner Frau in der Halle war, zeigte sich begeistert: „Wir kennen den Sport aus den USA, aber hier ist er nochmal schneller und intensiver. Wir werden auf jeden Fall wiederkommen.“

Statistik

Zuschauer: 550

Passiwan (35), McLachlan (20), van de Kuilen (10), Jassman (6), Koltes (0), Dadzite (9), Saunders (5), Ewertz (4), Podnieks (4), Müller (0)

Beste Schütze für Kaiserslautern waren Beissert mit 14 und Heimbach mit 9 Punkten.

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