„Grüne Inhalte dürfen nicht verzockt werden“

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Volle Kraft voraus! - trotz fehlendem Mitgliedervotum. Erste Anzeichen des neuen Bündnisses können beide Seiten wohl kaum verhehlen.

Bildquelle: lokalo

TRIER. In einer Presseerklärung kritisiert die „Grüne Jugend“ Trier-Saarburg das Vorhaben der Parteiführung, Bündnisverhandlungen mit der CDU über eine Zusammenarbeit im Trierer Stadtrat aufzunehmen. Gleichzeitig begrüßt die Nachwuchsorganisation, dass die Grünen keine Empfehlung zur OB-Stichwahl am 12. Oktober ausgesprochen haben.

„Die Grüne Jugend Trier-Saarburg begrüßt die Konsequenz der Grünen nach Aufstellung eines eigenen OB-Kandidaten keine Empfehlung für die kommende Stichwahl in Trier auszusprechen“, heißt es in der Erklärung. Sowohl der Kandidat der SPD als auch die Kandidatin der CDU hätten bei den Vorgesprächen nicht gänzlich überzeugen können. „Beide haben jetzt noch Zeit bis zur Stichwahl sich voneinander abzuheben und Wähler zu mobilisieren“, so die Nachwuchsorganisation der Grünen.

Kritisch sehe die Grüne Jugend Trier-Saarburg allerdings die Erteilung des Mandats zur Weiterverhandlung mit der CDU-Fraktion im Stadtrat. Erst nach einer hitzigen Debatte sei Antrag des Mandats für Weiterverhandlungen von den versammelten Mitgliedern der Grünen angenommen worden. Die Grüne Jugend fordert die Grünen daher auf, „bei den Verhandlungen grüne Interessen zu wahren, anstatt zum Spielball eines christlich-demokratischen Machtkalküls zu werden, so wie es das Papier der Sondierungskommission vermuten lässt“.

„Es fehlen die konkreten Ideen im Sozialbereich und die grünen Ideale. Dagegen tauchen Moselbahndurchbruch, Ausweitung des Gewerbegebiets und die Möglichkeit eines Einkaufzentrums in der Simeonstraße auf. Wir wünschen uns, dass bei den weiteren Verhandlungen durch Arbeitsgruppen mehr grüne Ideen eingebracht werden“, betont die Sprecherin Felizitas Boie. Auch ohne einen grünen OB blieben die Aufgaben der Partei bestehen: die Umsetzung der Bürgerinteressen im Stadtrat und die Stadt nachhaltig und integrativ zu gestalten. (red/et)

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3 KOMMENTARE

  1. Hat die Grüne Jugend denn selbst Gespräch mit den beiden OB-Kandidaten geführt oder verlässt sie sich blind auf die Aussagen der Grünen Vorstands verlassen, dass die Kandidaten bei den Vorgesprächen nicht überzeugen konnten?!
    Denn so wie hier berichtet wurde hat der Vorstand der Grünen sichtlich ein gesteigertes Interesse mit der CDU zu koalieren und da kommt eine Empfehlung an den SPD-OB-Kandidaten sehr ungelegen …

  2. Sprecherin der Grüne Jugend Trier Saarburg Felizitas Boie: „Auch ohne einen grünen OB blieben die Aufgaben der Partei bestehen: die Umsetzung der Bürgerinteressen im Stadtrat und die Stadt nachhaltig und integrativ zu gestalten.“ Wie recht Felizitas Boie damit hat. Aber leider wird die wertvolle Maxime der nachhaltigen und integrativen Gestaltung resp. Umsetzung von Bürgerinteressen durch die neu proklamierte, exklusiv schwarz-grüne, also überhaupt nicht integrative VERANTWORTUNGSGEMEINSCHAFT völlig konterkariert….

  3. Wenn die Grünen von ihren Zielen etwas umsetzen möchten, müssen sie dafür eine Mehrheit finden. Das geht nur mit einem (dann CDU) oder mehreren Partnern (Bsp: Rot/Rot/Grün plus noch einen). In dieser Konstellation habe ich das Gefühl, dass die Gespräche mit der Union ziemlich klug waren. Aber vielleicht will die grüne Jugend ja gar nix umsetzen.

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